Welche Bäder müssen aufgrund der Corona-Verordnung geschlossen bleiben?

Klar durch die Corona-Verordnung geregelt ist, dass Schwimm- und Spaßbäder vorerst geschlossen bleiben müssen. Während die Schließung von Strandbädern Auslegungssache der jeweiligen Kommune ist, dürfen Hallenbäder erst einmal nicht wieder öffnen.

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Wie sieht es in der Region konkret aus?

  • Salem: Bis voraussichtlich Ende Mai soll der Schlosssee laut Pächter Enno Haß geschlossen bleiben. Entsprechende Schilder seien auch schon von der Gemeinde am Areal angebracht worden. Nicht nur der Badebetrieb ist hier eingestellt, sondern der See ist auch für Spaziergänger vorerst komplett gesperrt. Dass der Badebereich so lange geschlossen bleiben muss, hofft Haß allerdings nicht. Erst im vergangenen Jahr hatte er die Pacht am Schlosssee übernommen. „Ich kämpfe für eine baldige Eröffnung des Schlosssees“, sagt Haß gegenüber dieser Zeitung. Pläne dafür gebe es schon. Was genau die rasche Öffnung erwirken soll, will er aber noch nicht verraten. Für die Öffnung des Strandbades vorbereitet sei er nach eigenen Angaben aber schon.
  • Frickingen: Das Naturerlebnisbad in Frickingen-Leustetten muss ebenfalls erst einmal geschlossen bleiben. Denn: Der Verein, der das Bad betreibt, hat nicht nur das Problem, dass die Corona-Verordnung eine Öffnung der Schwimmbäder derzeit verbietet. Auch sei es noch unklar, ob die polnische Badeaufsicht, die den Badebetrieb seit zwei Jahren betreue, bald wieder einreisen könne. Denn ohne sie könne der Betrieb des Bades nicht wieder aufgenommen werden, sagt Gerd Manefeld vom Verein Naturbad Leustetten. Frickingen als kleine Gemeinde könne diese, so nennt es Mannefeld,“Manpower“ gar nicht leisten. Deshalb stehe die Öffnung des Bades noch in den Sternen. Eigentlich sollte das Naturerlebnisbad in diesem Jahr am 27. April öffnen. Sollte das Bad weiterhin geschlossen bleiben müssen, sei es aber denkbar, dass die an das Bad angelagerte Gastronomie unter den Vorgaben des Landes öffnen dürfe. „Bleibt das Bad geschlossen, hat das aber auch Auswirkungen auf die Gastronomie. Das eine hängt am anderen“, sagt Mannefeld. Außerdem ergebe sich daraus die Schwierigkeit, Familien klar machen zu müssen, warum sie zwar die Gastronomie nutzen dürften, aber ein Bad im Becken nicht möglich sei.
Noch ist offen, wann das Naturfreibad Leustetten aufmachen kann.
Noch ist offen, wann das Naturfreibad Leustetten aufmachen kann. | Bild: Martin Wolters
  • Heiligenberg: Genauso von der Corona-Verordnung betroffen ist das Höhenfreibad in Heiligenberg. Eigentlich sollte das Bad seinen Betrieb am 15. Mai wieder aufnehmen. Ob es dazu kommt, weiß Tobias Kubenz, Geschäftsführer von der Firma PVM Service, die das Höhenfreibad betreibt, nicht. „Wir richten uns nach den Vorgaben der Bundesregierung sowie den Verordnungen, die durch das Land veröffentlicht werden. Aufgrund dieser beraten wir uns dann mit der Gemeinde Heiligenberg„, teilt er dem SÜDKURIER auf Anfrage mit. Die Gemeinde will erst einmal auf Sicht fahren und kann noch keinen Öffnungstermin für das Bad nennen. Sie stellt jedoch in Aussicht, dass das Schwimmbad wieder öffnen darf, sobald das Land grünes Licht gibt. Dafür müsse aber mit dem Pächter ein Hygienekonzept erstellt werden, sagt Thomas Muff von der Gemeinde Heiligenberg.
Das Höhenfreibad in Heiligenberg bleibt vorerst geschlossen. Sollte es wieder zu einer Öffnung kommen, dann nur mit einem geeigneten Hygienekonzept.
Das Höhenfreibad in Heiligenberg bleibt vorerst geschlossen. Sollte es wieder zu einer Öffnung kommen, dann nur mit einem geeigneten Hygienekonzept. | Bild: Stefan Eigner

Wie lange gilt die Verordnung des Landes?

Derzeit sieht es die Corona-Verordnung vor, dass Schwimm- und Spaßbäder sowie Sportstätten unverändert geschlossen bleiben. Vorerst hatte die Verordnung noch bis zum 3. Mai gegolten, diese wurde nun verlängert. Am vergangenen Mittwoch wurde in einer Mitteilung des Landes ein Drei-Stufen-Plan für weitere Lockerungen vorgestellt. Danach soll es erst in Stufe drei zu einer Öffnung der Schwimmbäder kommen. Einen konkreten Zeitplan hat dieser Entwurf allerdings noch nicht, weshalb es derzeit nicht klar ist, wann das Baden wieder uneingeschränkt möglich sein wird.

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