Die alte Drehleiter der Feuerwehr Salem hatte 28 Jahre auf dem Buckel und war dementsprechend reparaturanfällig. Daher stand eine neue Drehleiter schon seit Jahren auf der Wunschliste. „Gegenüber der bisherigen Drehleiter hat die neue eine ganze Reihe technischer Vorteile“, erklärt Kommandant Fuchs.

Nun können fünf statt drei Menschen transportiert werden

So ist der Rettungskorb auf eine Traglast von 500 Kilogramm ausgelegt. Daher können auf einmal fünf statt wie bisher drei Personen transportiert werden. Das hat den gravierenden Vorteil, dass die Menschenrettung schneller vonstatten gehen kann. Denn so muss die Drehleiter weniger oft hoch- und heruntergefahren werden. Das spart bei der Rettung mehrerer Menschen wertvolle Zeit.

Zudem lässt sich der obere Arm der Drehleiter abknicken. Dadurch können Fenster, aus denen Menschen gerettet werden müssen, einfacher angefahren werden. Mit 300 PS ist die neue Drehleiter, deren Fahrgestell von Mercedes stammt, sehr gut motorisiert, so dass dieses Einsatzfahrzeug auch leicht stärkere Steigungen bewältigen kann. Zudem ist der Motor mit einem Automatikgetriebe ausgestattet. Der von Magirus stammende Aufbau ist mit einem fernsteuerbaren Wasserwerfer ausgestattet. Das ermöglicht, dass die Einsatzkräfte Löscharbeiten auch von unten vornehmen können und sich gegebenenfalls nicht einer zu großen Hitzeentwicklung durch das Feuer aussetzen müssen.

Der Rettungskorb der neuen Drehleiter ist auf eine Traglast von 500 Kilogramm ausgelegt. Dadurch kann die Menschenrettung zügiger vonstatten gehen.
Der Rettungskorb der neuen Drehleiter ist auf eine Traglast von 500 Kilogramm ausgelegt. Dadurch kann die Menschenrettung zügiger vonstatten gehen. | Bild: Peter Schober

Die bisherige Drehleiter hat noch nicht vollends ausgedient. Sie wird bis Ende Juni noch im Einsatz bleiben. „Bis dahin müssen unsere Leute noch an der neuen Drehleiter geschult werden“, erklärt Kommandant Jochen Fuchs. Bürgermeister Manfred Härle freute sich darüber, dass er dieses moderne Einsatzfahrzeug an die Feuerwehr übergeben konnte. Dies sei eine Anschaffung, die allen Bürgern im Notfall zugutekomme. Denn damit könnten Menschenleben gerettet und Sachschäden reduziert werden.

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„Die Feuerwehr hat seit Jahren durch einen Fahrzeugbeschaffungsplan systematisch auf eine Fuhrparkmodernisierung hingearbeitet“, lobte Härle die Feuerwehrführung. Jetzt sei man auf dem neuestem Stand. Die Drehleiter bezeichnete er das mit Abstand teuerste Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Nicht von ungefähr werde sie auch als Königin unter den Einsatzfahrzeugen bezeichnet.

Zuschuss in Höhe von 254.000 Euro vom Land

Vom Land erhielt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 254.000 Euro auf die Beschaffungskosten von 720.000 Euro. Die alte Drehleiter soll verkauft werden. Nach Angaben von Kommandant Fuchs liegt deren Marktwert bei circa 20.000 Euro.