Salem – Mit einem weiteren Bauabschnitt des Projekts Generation+ wird die vor 20 Jahren von dem Salemer Bauunternehmer Bernhard Straßer aus der Taufe gehobene altenbetreute Wohnanlage an der Schlossseeallee um 44 Wohnungen erweitert. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudeensembles will die Sozialstation Bodensee ein Tages- und Nachtpflegezentrum einrichten.

Wohnungen von 60 bis 100 Quadratmeter

Auf den Spatenstich für den neuen Bauabschnitt haben viele gewartet. "80 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft", erklärte Bernhard Straßer. Die Zwei- und Dreizimmerwohnungen haben eine Größe zwischen 60 und 100 Quadratmetern. Insgesamt beträgt die Wohnfläche in dem neuen Bauabschnitt rund 3500 Quadratmeter.

Land fördert Zentrum für Tages- und Nachtpflege

Im Erdgeschoss weitet die Sozialstation Bodensee ihr Serviceangebot durch ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Zentrum für Tages- und Nachtpflege aus. Sie hatte sich bereits vor zwei Jahren im ersten Bauabschnitt von Generation+ mit einem Beratungsstützpunkt niedergelassen. Bernhard Straßer bezeichnete dies als wichtigen Baustein des gesamten Konzepts. Es liege die Idee zugrunde, für ältere Menschen einen Wohn- und Lebensraum zu schaffen, der es ihnen ermögliche, so lange wie nur möglich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen zu können.

Straßer denkt über Senioren-Wohngemeinschaft nach

"Der Bedarf an dieser Alternative zu einer Unterbringung in einem Pflegeheim ist sehr hoch", betonte Straßer. Ihm schwebt deshalb vor, in den beiden jetzt neu entstehenden Gebäuden auch eine Senioren-Wohngemeinschaft für Menschen zu realisieren, denen eine ganze Wohnung zu viel ist.

Infrastruktur samt Arzt, Apotheke und Mensa

Damit bekäme die altenbetreute Wohnresidenz am Schlosssee noch eine zusätzliche Fassette in ihrer Infrastruktur, zu der auch eine Arztpraxis, eine Apotheke und ein Rehabilitätsinstitut zählen. In einer Mensa wird ein Mittagessen angeboten, das vom Salemer Alten- und Pflegeheim geliefert wird.

Viele fragen nach Mietwohnungen an

Die Käuferschicht der neu entstehenden Wohnungen beschränkt sich keineswegs auf ältere Menschen. Sie schließt auch jüngere Generationen ein, die für ihr Alter vorsorgen und ihre Wohnung erst einmal vermieten wollen. "Wir haben Mietanfragen ohne Ende", erklärte Sonja Straßer, die für das Marketing zuständig ist.

Gebäude sollen im Herbst 2020 bezugsfertig sein

Bis zum Herbst 2020 sollen die neuen Gebäude, eines vier- und das andere fünfstöckig, bezugsfertig sein. Bernhard Straßer erklärte: "Wir bemühen uns, am Bau möglichst viele einheimische Firmen zu beteiligen." Da es sich dabei häufig um kleinere Unternehmen handle, müsse man ihnen aber auch genügend Zeit einräumen, damit sie mit ihren Aufträgen zurande kommen könnten. Bei den bisherigen Bauabschnitten habe dies sehr gut geklappt.