Uwe Hamann aus Salem zeigte sich begeistert: „Toto ist ein Muss. Ein musikalisches Highlight. Allein die Atmosphäre hier im Schloss ist toll.“ Der Rettungsschwimmer war einer von rund 4300 Menschen, die am Donnerstagabend in die Anlage des Schlosses Salem gekommen waren, um die US-amerikanische Kultband Toto zu erleben.

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Zur Feier ihres 40. Geburtstags gastierte die Gruppe im Rahmen ihrer „40 Trips Around The Sun“-Welttournee nun auch in Salem. Tags zuvor war die Band im Barockgarten des Festspielhauses in Füssen bei den Königswinkel Open Airs aufgetreten.

Toto auf der Bühne beim zweiten Schloss Salem Open Air. Es waren 4300 Fans in den Schlosspark gekommen.
Toto auf der Bühne beim zweiten Schloss Salem Open Air. Es waren 4300 Fans in den Schlosspark gekommen. | Bild: Jäckle, Reiner

„Toto war in unserer Jugend eine unserer Lieblingsbands“

„Hold the line“, „Africa“ oder „Rosanna“ – die Hits der Band aus den 1970er und 1980er Jahren sind weltbekannt. „Ich habe Toto in meiner Jugend gehört und die Band hat uns damals begleitet“, erzählte Gabriele Kubisch aus Frankfurt. Sie kommt seit rund 25 Jahren regelmäßig im Sommer zu Besuch in ihre Heimat an den Bodensee. Dieses Mal konnte sie ihren Aufenthalt mit dem Konzertbesuch krönen, denn die Eintrittskarte hatte ihr ihre Schulfreundin Eva Braunger aus Hagnau geschenkt: „Toto war in unserer Jugend eine unserer Lieblingsbands“, sagte Braunger. „Neben Depeche Mode.“

Freuten sich beim Konzert über ein Wiedersehen: Die Schulfreundinnen Eva Braunger (links) aus Hagnau und Gabriele Kubisch aus Frankfurt.
Freuten sich beim Konzert über ein Wiedersehen: Die Schulfreundinnen Eva Braunger (links) aus Hagnau und Gabriele Kubisch aus Frankfurt. | Bild: Kleinstück, Holger

„Ich liebe Livemusik, wenn sie gut gemacht ist“

Ebenso Toto-Fan, und das seit vielen Jahren, ist Carola Kaltschmidt . Die gebürtige Sipplingerin, die mittlerweile in Augsburg lebt, hatte die Karte von ihrer Freundin Eva Montemurro-Seiler aus Überlingen-Hödingen geschenkt bekommen – zum Hochzeitstag. Keine Frage, dass auch ihr Mann Thomas zum Konzert mitgekommen war. „Ich höre Toto zum ersten Mal live, bin begeistert von ihren Liedern. Ich liebe Livemusik, wenn sie gut gemacht ist“, erzählte der Augsburger. „Und das ist bei Toto natürlich der Fall.“

Eva Montemurro-Seiler aus Überlingen-Hödingen (links) hatte Carola und Thomas Kaltschmidt aus Augsburg die Karten für das Konzert geschenkt. Seit vielen Jahren sind sie Toto-Fans.
Eva Montemurro-Seiler aus Überlingen-Hödingen (links) hatte Carola und Thomas Kaltschmidt aus Augsburg die Karten für das Konzert geschenkt. Seit vielen Jahren sind sie Toto-Fans. | Bild: Kleinstück, Holger

Fans loben Organisation der Veranstaltung

Einige Meter weiter freute sich Silvia Sylla aus der Nähe von Ravensburg, beim Konzert dabei zu sein. „Ich finde die Musik und die Atmosphäre hier klasse. Und wenn so eine Weltband tourt, dann geht man hin“, sagte die 60-Jährige. „Außerdem trifft man viele Gleichgesinnte. Das ist Lebensqualität.“

Hatte ihr „Africa“-T-Shirt mitgebracht: Silvia Sylla aus Ravensburg.
Hatte ihr „Africa“-T-Shirt mitgebracht: Silvia Sylla aus Ravensburg. | Bild: Kleinstück, Holger

Und Uwe Hamann, der von Mervyn Squere aus England und von Dirk Regenscheit, Vizepräsident des baden-württembergischen Boxverbandes, begleitet wurde, fügte hinzu: „Es ist schon klasse, was der Veranstalter hier in Salem immer wieder auf die Beine stellt.“

Viel Spaß hatten (von links) Uwe Hamann aus Salem, Mervyn Squere aus England und Dirk Regenscheit aus Salem.
Viel Spaß hatten (von links) Uwe Hamann aus Salem, Mervyn Squere aus England und Dirk Regenscheit aus Salem. | Bild: Kleinstück, Holger

Sitzplätze werden überflüssig

Keiner dürfte es bereut haben, an diesem Sommerabend zum Salemer Schloss gekommen zu sein. Es sei eine Ehre für sie, an so einem schönen Ort spielen zu dürfen, beteuerte auch Sänger Joseph Williams. Dass das nicht nur eine Floskel war, bewiesen die Bandmitglieder bei ihrem Auftritt: Die Spielfreude war ihnen deutlich anzusehen. Schon beim zweiten Stück, dem Titel „Hold the line“, hielt es viele Konzertbesucher nicht mehr auf ihren Sitzplätzen. „Bei solch einer Musik kann man doch gar nicht sitzen bleiben“, rief ein Gast.

Im Verlauf des Konzerts wurde die Stimmung immer ausgelassener.
Im Verlauf des Konzerts wurde die Stimmung immer ausgelassener. | Bild: Kleinstück, Holger

Band animiert Publikum zum Mitmachen

„Is everybody ready for a party now?“, fragte Gitarrist Steve Lukather und wollte damit wissen, ob sein Publikum in der richtigen Stimmung ist, um zu feiern. Die Antwort war eindeutig: Ein lang gezogenes „Yeah“ erwiderten die Konzertbesucher auch, als Sänger Joseph Williams fragte, ob sich alle gut unterhalten fühlen. „Are you guys having fun?“

Gitarrist Steve Lukather und Sänger Joseph Williams hatten ihr Publikum im Griff.
Gitarrist Steve Lukather und Sänger Joseph Williams hatten ihr Publikum im Griff. | Bild: Jäckle, Reiner

Bei „Africa„ feiern alle mit

Gegen 22.15 Uhr folgte der musikalische Höhepunkt: Die Band spielte „Africa„, ihren Megahit aus den 1970er Jahren, der vor einigen Jahren durch das Internet wieder populär wurde. In den Refrain stimmten beinahe alle Konzertbesucher mit ein und jubelten, insbesondere als Schlagzeuger Lenny Castro bei seinem Solo zusätzliche lateinamerikanische Perkussion-Instrumente erklingen ließ, wodurch das Stück zur Freude der Gäste in die Länge gezogen wurde.

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Als Zugabe spielte die Band „Home Of The Brave“ von ihrem Album „The seventh one“. Rund zwei Stunden dauerte das Konzert, das wohl vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird