Der Gemeinderat hat den Haushaltsplan für das laufende Jahr sowie die mittelfristige Finanzplanung bis 2023 in öffentlicher Ratssitzung beschlossen. Da der Rotstift angesetzt worden sei, sehe der Haushalt jetzt wesentlich besser aus, kommentierte Bürgermeister Daniel Heß. Das noch im Februar zur Vorberatung präsentierte Gesamtminus von rund 330.000 Euro habe um gut 100.000 Euro verringert werden können.

Mehrere Vorhaben wurden gestrichen

Geholfen hat nach Aussage von Daniel Heß ein umfangreiches Streichen von Vorhaben, die nicht gleich umgesetzt werden müssten. Dazu gehören Sanierungen an der Kirchenfassade, Werbungskosten, Ortsbildpflege oder der Unterhalt von Feldwegen. Insgesamt können so 66.000 Euro eingespart werden. Hinzu kommen 35.600 Euro an Mehreinnahmen durch das Anheben der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer von 340 auf 390 Prozentpunkte.

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Höhere Kosten für Betreuung unter Dreijähriger

Ziel sei es zunächst gewesen, den Zahlungsmittelbedarf aus laufender Verwaltungstätigkeit von 142.000 auf unter 70.000 Euro zu senken. Das sei somit erreicht. Auch wenn das Haushaltsloch nun kleiner sei, müsse klar sein, dass die Betreuung unter dreijähriger Kinder die Gemeinde in den nächsten Jahren finanziell einschränken werde. Die Betriebskostenzuschüsse für die Betreuungseinrichtung flössen erst ab dem Folgejahr in die Haushaltskasse. „Wir müssen weiter auf die Sparbremse treten“, sagte Heß. Für die Investitionen und vor allem für die Kinderkrippe sei ein Kredit von 350.000 Euro vorgesehen.

Liquidität der Gemeinde sinkt bis Ende 2023 weiter

Für die Zeit ab 2021 gehen Kämmerei und Verwaltung von leichten Zahlungsmittelüberschüssen aus. Diese reichten aber nicht aus, Kredittilgungen zu decken, sagte Heß. Obwohl die Investitionen beinahe ausschließlich über Darlehen finanziert werden, sinke die Liquidität der Gemeinde weiter. Bis Ende 2023 könnten sich die flüssigen Mittel nur noch leicht über dem gesetzlichen Mindestbestand bewegen.

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