Spitalleiter Peter Kemmer bezeichnete den Haushalt des Spitalfonds in Höhe von 973 900 Euro zwar als „unspektakulär“. Doch Kemmer hatte für den Gemeinderat auch einige positive Meldungen: So sprach er etwa von einer "erfreulichen Zuführung an den Vermögenshaushalt von rund 149 800 Euro" sowie von einer „beachtlichen Zuführung von 124 800 Euro an die Rücklagen", die nun rund 1,436 Millionen Euro betragen.

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Wohngebäude sollen mehr Stellplätze bekommen

Außerdem verkündete der Spitalleiter, dass nun sämtliche 38 Wohnungen der spitälischen Gebäude Lichtenwiesen 4 und 6 saniert seien. Die letzten beiden noch ausstehenden Wohnungen habe man überholt, nachdem langjährige Mieter aus Altersgründen ausgezogen seien. Des Weiteren wolle man bei den Wohngebäuden, die derzeit über 15 Stellplätze verfügen, zehn weitere bauen und damit die Parksituation verbessern.

Eine Nachricht, über die sich besonders Monika Biemann (Umweltgruppe) erfreut zeigte, da sie dies wiederholt vorgeschlagen hatte. Ferner sagte Biemann, sie würde den Forst gerne als reinen Erholungswald sehen, doch Peter Krause (Umbo) riet wegen der Sicherungspflicht davon ab. Christian Herter (Umbo) meinte: „Der Wald hat auch eine Funktion als Holzlieferant und es ist doch besser, wenn Bauholz aus der Region kommt.“

Spitalleiter rechnet beim Pflegeheim mit Jahresverlust von 50 000 Euro

Der Rat genehmigte den Haushalt des Spitals ebenso einstimmig wie den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Dr.-Zimmermann-Stift, dessen Volumen rund 3,326 Millionen Euro umfasst. Beim Pflegeheim plane man erneut einen Jahresverlust von 50 000 Euro ein, sagte Peter Kemmer. Als Verlustausgleich der Stiftung an das Heim seien 120 000 Euro vorgesehen, mit denen man auch die Verlustvorträge der vergangenen Jahre weiter abbauen wolle.

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Doppelzimmer sollen umgewidmet werden

Ein weiterer Verlust drohe aber dadurch, dass es ab September keine Doppelzimmer in Pflegeheimen mehr geben darf. Im Stift gebe es zwei Doppelzimmer, informierte Kemmer. Fielen diese weg, bedeutete dies einen Rückgang der Heimentgelte um 86 000 Euro jährlich. Kemmer sagte: „Wir wollen diese Doppelzimmer aber nicht kampflos aufgeben." Stattdessen sollen sie umgewidmet werden, etwa für die Kurzzeitpflege. Die kommenden drei Jahre könne man sie auf jeden Fall beibehalten. „Sind denn Ehepaare im Doppelzimmer noch gestattet?“, fragte Biemann. Kemmer bejahte. Pro Person müsse es zwar ein einzelnes Zimmer geben, aber eines dürfe Schlaf-, das andere Wohnzimmer sein. Aktuell wohne ein Ehepaar im Stift.

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Grenzen bei Beschäftigung von Azubis

Derzeit beschäftigt das Stift acht Auszubildende. Boris Mattes (SPD) fragte, ob es da noch Luft nach oben gebe. „Mittelfristig ja“, sagte Kemmer. Doch derzeit stoße man an Grenzen, da man Mentoren brauche, die dafür freigestellt werden müssten und dann bei der Arbeit fehlten. Hätte man mehr Mentoren, dann könnte man noch ein, zwei weitere Azubis ausbilden, informierte der Spitalleiter.