Nach den zwei vergangenen Corona-Sommern gibt es in diesem Jahr auf der Weiherwiese keine Kontaktbeschränkungen mehr. „Es ist schön, dass wir die Kinder wieder frei laufen lassen können und nicht mehr auf Masken achten müssen“, sagt Dennis Wagner. Er gehört zu den insgesamt 51 Betreuern und ist zum sechsten Mal bei den Markdorfer Ferienspielen dabei. So sei die Woche gut angelaufen. „Es könnte zwar etwas kühler sein, aber besser Hitze als Regen“, sagt er zum Wetter, das ja nicht ganz unwichtig ist.

Die erfahrenen Betreuer der Aktion Ferienspiele freuen sich am Spaß der Kinder und schätzen die Gemeinschaft (von links): Dennis Wagner, ...
Die erfahrenen Betreuer der Aktion Ferienspiele freuen sich am Spaß der Kinder und schätzen die Gemeinschaft (von links): Dennis Wagner, Antonia Blumenstein und Emanuel Ruoff sind seit Jahren dabei. | Bild: Claudia Wörner

Jede Kleingruppe hat ihr eigenes Motto aus der Welt des Universums. Während man von Yedis und schwarzen Löchern schon mal gehört hat, sind die Pufflis direkt vom Puffli-Planeten gekommen und auf der Weiherwiese gelandet. So schildert Leon die Herkunft der Außerirdischen, die entfernt, aber wirklich nur entfernt, an bunte Wollpompons erinnern. „Sie schlafen auf Bäumen, können hüpfen, essen nur Süßigkeiten und sind nachtaktiv“, beschreibt Max mit leuchtenden Augen die wichtigsten Eigenschaften der wolligen Gesellen aus dem All.

Es wird gebastelt, gemalt und gespielt

Schon morgens um 10 Uhr suchen die Kinder den Schatten unter Bäumen und Zeltdächern, um zu basteln, zu malen und zu spielen. Hoch her geht es auf der Baustelle der Star-Wars-Gruppe, die aus alten Holzpaletten eine große Rakete baut. Als kleine Maler, Handwerker und Zimmerleute sind die Kinder hier mit Feuereifer bei der Arbeit. „Das Malen macht mir besonders viel Spaß“, sagt Leonard und pinselt konzentriert weiter. Beim Hämmern kann es schon mal passieren, dass aus Versehen ein Finger zwischen Holz und Hammer gerät. „Es war aber nicht so schlimm“, wiegelt Emir ab und schlägt den nächsten Nagel ins Holz.

Auch Marla findet das Hämmern richtig gut. „Der Ausflug gestern zum Haustierhof Reutemühle war auch toll. Wir haben sogar Schildkröten gesehen“, erzählt sie. Für Elise war die Reutemühle mit den vielen Tieren ebenfalls ein Höhepunkt der Freizeitwoche. Aber auch das Ausmalen der Star-Wars-Bilder macht ihr zusammen mit ihren Freundinnen Spaß.

Bunte Wolle für lustige Haarsträhnen (von links): Lotta, Enna und Katalyn suchen sich aus der Kiste die passenden Farben für ihre ...
Bunte Wolle für lustige Haarsträhnen (von links): Lotta, Enna und Katalyn suchen sich aus der Kiste die passenden Farben für ihre Zöpfchen aus. | Bild: Claudia Wörner

Armbändchen und Haarsträhnen knüpfen oder Bilderrahmen für die Gruppenfotos bemalen kommen bei den Kindern ebenfalls an. „Ich finde es so cool, wie viel Spaß die Kinder haben“, freut sich Helferin Maya Sacotte, 15 Jahre. Nach Feierabend, wenn die Kinder wieder zu Hause sind, werde gemeinsam der Tag reflektiert. „Wir haben auch schon ein Spiel gespielt und eine Nachtwanderung gemacht“, erzählt sie begeistert.

Erstmals sind vier Kinder aus der Ukraine bei der Aktion Ferienspiele dabei. Evelyn Gempik ist mit ihren 14 Jahren als Helferin besonders gefordert, da sie auch russisch spricht und übersetzen kann. „Es klappt sehr gut mit der Kommunikation, die Kinder haben Spaß und sind nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil“, erzählt sie. Evelyn ist zum ersten Mal als Helferin und mit viel Engagement dabei. „Mir macht es Spaß mit den Kindern und ich freue mich, dass ich helfen kann.“

Emanuel Ruoff (19) und Antonia Blumenstein (21) sind dagegen schon alte Hasen und bereits zum fünften Mal als Betreuer im Einsatz. Obwohl beide bereits arbeiten, opfern sie gern eine Woche ihres Urlaubs für die Ferienfreizeit. „Ich war selbst schon als Kind hier. Und die Gemeinschaft mit den anderen Betreuern ist einfach schön“, sagt Antonia und holt eine frisch gebackene Pizza aus dem Ofen.

Pizza schmeckt immer. Selbst belegt schmeckt sie Nico, Miriam, Lennart und Tom (von links) aber noch besser.
Pizza schmeckt immer. Selbst belegt schmeckt sie Nico, Miriam, Lennart und Tom (von links) aber noch besser. | Bild: Claudia Wörner

Belegt wurde sie von den Kindern ihrer Gruppe. Ob Mais, Schinken oder Champignons – selbstverständlich kann jeder selbst entscheiden, was auf seine Pizza kommt. „Auf meine muss auf jeden Fall Käse und Salami“, sagt Lennart.