Die Mitglieder des Gemeindeverbands Markdorf – dem die Gemeinden Oberteuringen, Deggenhausertal, Bermatingen und Markdorf angehören – haben sich bei ihrer jüngsten Sitzung darauf geeinigt, wo neue Wohn- und Gewerbeflächen enstehen sollen. Es wurde beschlossen, dass sich die dritte Änderung des 2016 aufgestellten Flächennutzungsplans (FNP) 2025 auf die Ausweisung von Mischflächen im Bereich "Klosteröschle" bei Bergheim sowie auf die Umnutzung der am Schneider-Baumarkt gelegenen Sondergebietsfläche "Oberfischbach" in ein Gewerbegebiet beschränken soll.

Ursprünglich waren noch elf weitere Gebiete im gesamten Verbandsgebiet für die dritte Änderung vorgesehen: zwei in Bermatingen, vier im Deggenhausertal, fünf in Oberteuringen und eine dritte Fläche in Markdorf. Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen von Behörden wurde jedoch deutlich, dass sich eine Fortführung des gesamten Verfahrens sehr lange hinziehen würde. Insbesondere das Regierungspräsidium Tübingen forderte umfängliche Ermittlungen der Wohnflächenbedarfe in allen vier Gemeinden. "Eine zügige Fortführung der gesamten dritten Änderung des Flächennutzungsplans wäre so nicht mehr möglich", erläuterte der Verbandsvorsitzende Georg Riedmann. Diesbezügliche Verhandlungen zwischen dem Landratsamt Bodenseekreis und dem Regierungspräsidium würden derzeit geführt, jedoch sei ein zufriedenstellender Abschluss noch nicht in Sicht.

Riedmann betonte außerdem, "dass für die Flächen 'Klosteröschle' und 'Oberfischbach' dringender Handlungsbedarf vonseiten der Stadt Markdorf besteht." Entsprechend wurde der Beschluss gefasst, planerisch die Änderungen für die beiden Markdorfer Flächen in der dritten Änderung weiterzuverfolgen. Die übrigen Flächen sollen in einer künftigen vierten Änderung des Flächennutzungsplans weiterverfolgt werden. Insbesondere bei den auf 4,7 Hektar geplanten Wohnbauflächen am westlichen Ortsrand von Markdorf im Bereich der "Siechwiesen" waren erhebliche Einwendungen vonseiten der Anwohner und des Umweltschutzes eingegangenen. Hierfür kündigte Riedmann eine Prüfung an. "Im schlimmsten Fall fallen die Sichwiesen komplett weg", sagte Riedmann.