Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die sogenannte „Corona-Verordnung“ macht den Fortbetrieb von „nicht zu schließenden Einrichtungen“ davon abhängig, ob die ausgesprochenen Auflagen eingehalten werden. Dazu zählt vor allem ein Mindestabstand von anderthalb Metern, der die Viren-Übertragung hemmen soll. Zudem gilt es im öffentlichen Raum, also auch auf dem Wochenmarkt, allein zu sein – allenfalls von „einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person“ begleitet zu werden.

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Thomas Knebel und sein Kollege Thomas Müller achteten am Donnerstag darauf, dass niemand gegen diese Auflagen verstößt. Das Hauptamt der Stadt hat die beiden Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma mit dieser Aufgabe betraut. „Als Ausrichter des Wochenmarkts„, erklärte Hauptamtsleiter Klaus Schiele, „stehen wir in der Verantwortung für die Einhaltung der verordneten Maßnahmen“. Damit meint er die vom Land Baden-Württemberg beschlossenen Schritte, die die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen.

Bei Verstößen droht die Schließung

Bei Verstößen drohe die Schließung, erklärte Schiele. So regelt es die Corona-Verordnung. Sie macht den Betrieb von „nicht zu schließenden Einrichtungen“ – von Geschäften, deren Angebot also der Grundversorgung dient – ganz ausdrücklich abhängig davon, dass die ausgesprochenen Auflagen eingehalten werden. „Deshalb haben wir die Schilder aufgestellt, die die Marktbesucher noch einmal an den Mindestabstand erinnern“, erläuterte Hauptamtsleiter Schiele. Wenn der Markt stattfinde, sei das ein gewisses Privileg, erklärte der Hauptamtsleiter. „Und wir tun alles, damit uns der Markdorfer Wochenmarkt erhalten bleibt“, versicherte Schiele.

Ingrid und Gregor Eber vom Winkelhof in Untersiggingen hoffen, dass ihnen ihre Kunden auch in der Corona-Phase treu bleiben. Das Gemüsebauern-Ehepaar ist angewiesen vom Verkauf auf dem Wochenmarkt.
Ingrid und Gregor Eber vom Winkelhof in Untersiggingen hoffen, dass ihnen ihre Kunden auch in der Corona-Phase treu bleiben. Das Gemüsebauern-Ehepaar ist angewiesen vom Verkauf auf dem Wochenmarkt. | Bild: Jörg Büsche

So griffen Thomas Müller und Thomas Knebel am Donnerstag quasi unterstützend ein, als sie Markthändler baten, doch ihre Stände zu verschieben. An den angestammten Plätzen waren Engstellen entstanden. So war der 150-Zentimeter-Abstand kaum noch einzuhalten. „Da hat niemand gemurrt“, erklärte Thomas Knebel. Von seltenen Ausnahmen abgesehen, zeigten sich auch die Kunden einsichtig, wenn sie von den beiden blau Uniformierten auf die Abstandsregeln hingewiesen wurden.

Zwei Polizeibeamte patrouillieren

Das berichtet auch Jörg Schirm, der Leiter des Markdorfer Polizeipostens. Denn neben den beiden von der Stadt bestellten Kontrolleuren patrouillierten am Donnerstag auch zwei Polizeibeamte des örtlichen Polizeipostens über den Wochenmarkt . „Auch wir achten auf die Einhaltung der Corona-Verordnung“, erklärte Jörg Schirm, Leiter des Markdorfer Postens. „Es geht ja nicht, dass fünf, sechs Leute um einen Stehtisch herumstehen und miteinander sprechen.“ Dass die derzeit angesagte soziale Distanz gewahrt werde, sei eminent wichtig. „Sonst haben wir gegen das Virus keine Chance“, erläuterte Schirm.

Eine klare Ansage seintes der Stadt, die auch überwiegend befolgt wird.
Eine klare Ansage seintes der Stadt, die auch überwiegend befolgt wird. | Bild: Jörg Büsche

Bislang habe es gereicht, Bürger zu verwarnen, wenn sie gegen die Corona-Verordnung verstoßen haben. „Die meisten Angesprochenen zeigen sich einsichtig“, berichtet Jörg Schirm vom Streifen-Alltag. „Wir sind aber auch gehalten, die Anordnungen streng anzuwenden“, erläutert der Beamte. Was heißt, dass durchaus der Bußgeld- und Strafkatalog in Anschlag gebracht wird, falls erforderlich. Bislang sei das aber noch nicht nötig gewesen auf dem Markdorfer Wochenmarkt.

Bekommt gleich sein Mittagessen: SÜDKURIER-Redakteur Toni Ganter.
Bekommt gleich sein Mittagessen: SÜDKURIER-Redakteur Toni Ganter. | Bild: Jörg Büsche

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