„Einmal noch die Schuhbändel überprüfen, dass keiner stolpert, und dann kann‘s losgehen!“, ermahnte Achim Linder vor dem Start die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die sich hinter der Ziellinie eingefunden hatten. Bloß nicht verheddern bei diesem Gewühl, schien der Grundsatz zu lauten.

Video: Helga Stützenberger

Und wo beim Hauptlauf der Erwachsenen am Sonntagmorgen noch einige Startplätze frei waren, stand bereits zwei Wochen vor dem Gehrenberglauf fest: Der Jugendlauf ist ausgebucht. Es scheint, dass sich diese Laufveranstaltung mittlerweile über Markdorfs Schulgeschehen hinaus herumgesprochen hat, waren doch auch 50 Schüler aus Salem gemeldet.

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Nur wenige Startplätze wurden am Mittag nicht beansprucht; durch die Nachmeldungen war das Limit aber schnell wieder erreicht.

Sie haben es den Großen abgeschaut und wissen: Nichts läuft ohne vernünftiges Aufwärmtraining.
Sie haben es den Großen abgeschaut und wissen: Nichts läuft ohne vernünftiges Aufwärmtraining. | Bild: Helga Stützenberger

Moritz Grillmeier gewinnt Jugendlauf

Einer der jungen Athleten konnte das Rennen im Jugendlauf mit einem überragenden Sieg beenden: Moritz Grillmeier, der bereits im Vorfeld gesagt hatte: „Ich kann um den Sieg mitlaufen.“

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Und dass, obwohl der 16-Jährige durchaus von älteren Läufern Konkurrenz hatte. Doch es hat gereicht zum ersten Platz. Und im Vergleich zum vergangenen Jahr habe er sich sogar verbessert, erzählte er weiter. Dennoch habe er seinen eigenen Streckenrekord um nur wenige Sekunden verfehlt.

Er wusste bereits im Vorfeld, dass er gewinnen kann, am Sonntag hat er es bewiesen: Moritz Grillmeier ist mehr als zufrieden mit seinem Sieg beim Jugendlauf.
Er wusste bereits im Vorfeld, dass er gewinnen kann, am Sonntag hat er es bewiesen: Moritz Grillmeier ist mehr als zufrieden mit seinem Sieg beim Jugendlauf. | Bild: Helga Stützenberger

„Kein Problem“, sagte Moritz Grillmeier nach dem Rennen und im Rückblick auf den regennassen Samstag tags zuvor. „Die Strecke war noch nicht so aufgeweicht, dass es unmöglich geworden wäre, in diesem Tempo zu laufen.“ Und Tempo hatte er wahrlich gemacht. Auch dank seiner Schuhe und eines kleinen, aber legitimen Kunstgriffs: „Ich laufe absichtlich ohne Profil“, verriet er nach dem Rennen und zeigte auf die glatte Sohle seiner Laufschuhe. „Damit auch bloß nix bremst.“

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Gebremst hatte auch Emma Funke nicht, als sie beim Jugendlauf auf der Zielgeraden den Berg hinunter noch einmal losspurtete – und Erste bei den Mädchen wurde.

Keine war so schnell wie Emma Funke: Beim Jugendlauf der Mädchen ging sie mit einer Zeit von 11:38 als klare Siegerin hervor.
Keine war so schnell wie Emma Funke: Beim Jugendlauf der Mädchen ging sie mit einer Zeit von 11:38 als klare Siegerin hervor. | Bild: Helga Stützenberger

Ein Fest für die ganze Familie

Eines zeigte sich bei der Laufveranstaltung deutlich: Auch wenn der Wettbewerb einst durch den Hauptlauf der Erwachsenen über 8,3 Kilometer Bekanntheit erlangt hat – heute machen die Kinder und Jugendlichen, die Mamas und Papas, die Omas und Opas, die die Sportler am Rand der Strecke anfeuern, den Gehrenberglauf zu einem Fest für die ganze Familie.

Ronja und Lisa, die mit Begeisterung beim Gehrenberglauf dabei waren, freuten sich über die willkommene Abkühlung vom Eismann.
Ronja und Lisa, die mit Begeisterung beim Gehrenberglauf dabei waren, freuten sich über die willkommene Abkühlung vom Eismann. | Bild: Helga Stützenberger

Da darf der Eismann nicht fehlen, da darf der Spaß nicht zu kurz kommen; und auch der Matsch an den Jacken, die Löcher in den Hosen und die triefenden Nasen gehören irgendwie dazu. Und wer bei der Tombola einen der Hauptgewinne gezogen hatte, hatte schon vor dem Start das Glück auf seiner Seite.

Sechs Gläser, Duschgel und Schokolade: Für Miles und Liam hat sich die Teilnahme am Gehrenberglauf allein schon durch die Gewinne bei der Tombola gelohnt.
Sechs Gläser, Duschgel und Schokolade: Für Miles und Liam hat sich die Teilnahme am Gehrenberglauf allein schon durch die Gewinne bei der Tombola gelohnt. | Bild: Helga Stützenberger