Wofür steht Markdorf und wohin soll sich die Stadt am Gehrenberg in den kommenden Jahren entwickeln? Eine der Fragen, die derzeit seitens der Mitglieder und "Kunden" von Markdorf Marketing, also der teilhabenden Gruppe mit berechtigtem Interesse am Verlauf eines Prozesses, gestellt wird. Der Verein Markdorf Marketing ist das Standortmarketing der Stadt, Einzelhandel, Vereine und Einrichtungen profitieren und sind teils auch Mitglied im Verein. Ziel sein soll nun die Entwicklung einer klaren Vorstellung, die zum angestrebten Profil der Stadt, einer "Marke Markdorf", passt.

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Kritik am Marketing

Darüber gab es Konsens in der jüngsten Hauptversammlung von Markdorf Marketing. Aber in der Versammlung wurde auch Kritik laut: Das Standortmarketing, so hieß es, tue zu wenig, um das Image der Stadt nachhaltig positiv nach außen zu befördern, um eine "Marke Markdorf" zu entwickeln und um ein standfestes und konkret durchgeplantes Konzept für die Zukunft auf die Beine zu stellen. Diesen kritischen Fragen musste sich Geschäftsführerin Lucie Fieber stellen. Im Gespräch mit den SÜDKURIER-Mitarbeitern Helga Stützenberger und Helmar Grupp einige Wochen nach der Versammlung erläutert Lucie Fieber ihre Vorstellungen.

Markdorfs Altstadt mit den inhabergeführten Ladengeschäften und den Gastronomien und Cafés ist definitiv ein Attraktivitätsfaktor.
Markdorfs Altstadt mit den inhabergeführten Ladengeschäften und den Gastronomien und Cafés ist definitiv ein Attraktivitätsfaktor. | Bild: Stefanie Rudolf

Braucht man einen "Leuchtturm"?

Braucht Markdorf überhaupt eine Marke, einen "Leuchtturm", der für die Stadt steht und ihr Image nach außen transportiert? Sehr in Mode gekommen sei das Wort "Markenpositionierung", sagt Lucie Fieber, aber man müsse dabei stets bedenken, dass ein alleinig herausragendes Element, das Markdorf nach außen in die Welt sende, nur schwer gefunden werden könne. Was manche Kommunen können, müsse nicht zwangsläufig auch für Markdorf funktionieren, so ihr Grundgedanke. Anders als in anderen Städten, wie etwa Tübingen, das eindeutig als Studentenstadt ihr Image kommuniziert, sei diese Eindeutigkeit für Markdorf nicht geben. "In welche Richtung wollen wir gehen?", wirft Fieber die Frage auf. Und wie lässt sich das alles unter einer Dachmarke vereinen?

Die Plätze der Stadt sollen nach und nach aufgewertet werden. Der jüngste Platz am Proma ist bereits in modernem Design gestaltet.
Die Plätze der Stadt sollen nach und nach aufgewertet werden. Der jüngste Platz am Proma ist bereits in modernem Design gestaltet. | Bild: Stefanie Rudolf

Märkte als Marke

Schwierig bis unmöglich scheint es für Markdorf, einen einzigen Leuchtturm hervorzuheben, also ein Alleinstellungsmerkmal zu benennen, basiert doch das Gesamtkonstrukt von Markdorf Marketing auf insgesamt neun Säulen, die sich zusammensetzen aus Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Bildung, Gesellschaft, Kultur, Sport, Natur, Handel. "Wir sollten weiter an diesen Säulen festhalten", ist Lucie Fieber der festen Überzeugung. Dabei müsse jede einzelne dieser Säulen gleichberechtigt behandelt werden. Nur wenn man sich nicht versteife auf dieses Korsett des Alleinstellungsmerkmals, könne individuell und je nach Bedarf jeder Teilbereich bedient werden. Etwa werde mit einem Tag der Wirtschaft der Wirtschaftsstandort hervorgehoben, betont Fieber, während gerade mit den verkaufsoffenen Sonntagen oder den Märkten generell dem Einzelhandel zugearbeitet würde.

Der Wochenmarkt mit Bauernmarkt findet in Markdorf traditionell donnerstags statt.
Der Wochenmarkt mit Bauernmarkt findet in Markdorf traditionell donnerstags statt. | Bild: Helga Stützenberger

Überhaupt seien es die Märkte, die Markdorf über die Stadtgrenze hinaus einen großen Bekanntheitsgrad verleihen. Wäre also nicht das ein Grund, dem altmodischen Krämermarkt oder auch dem jungen, dynamischen Wochen- oder Bauernmarkt mit Produkten aus der Region einen ganz besonderen Stellenwert einzuräumen? "Daran sollten wir auch die nächsten Jahre festhalten, denn es gibt wenige Städte, die so eine vielfältige Marktlandschaft aufweisen können wie Markdorf", ist Fieber der Ansicht.

Im November findet in Markdorf der traditionelle Elisabethenmarkt mit Fahrgeschäften und Krämermarkt statt. Der Elisabethenmarkt hat eine mehr als 500-jährige Geschichte.
Im November findet in Markdorf der traditionelle Elisabethenmarkt mit Fahrgeschäften und Krämermarkt statt. Der Elisabethenmarkt hat eine mehr als 500-jährige Geschichte. | Bild: Isabelle Arndt

Stadt im Ungleichgewicht

Dass sich die Innenstadt in den vergangenen Jahren deutlich verändert hat und sich in den nächsten Jahren weiter verändern wird, zeigt sich an allen Ecken – und leider auch an den Enden. Während in der Marktstraße und am Stadtgraben immer mehr Leerstände wegen Geschäftsaufgabe das Stadtbild prägen, dominieren die Neubauten in Haupt- und Mangoldstraße. Die Stadt gerät zusehends ins Ungleichgewicht. "Wir sollten versuchen, die leer stehenden Gebäude für Ausstellungen und Projekte zu nutzen, um wieder mehr Leben in die Innenstadt zu bringen", sagt Lucie Fieber. Geplant sei zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe der Markdorfer Maler, die Leerstände als Ausstellungsräume zur Jubiläumsausstellung zu nutzen.

Die Trends auffangen

Offen sein für immer neue Impulse und Anregungen im ohnehin schon überaus vielfältigen Markdorfer Jahresprogramm, ist die Anforderung an den Schritt in Richtung Markenkern-Definition. Als jüngstes Beispiel sei hier der bevorstehende "Street Food Market" am kommenden Wochenende angeführt. Eine Veranstaltung, von der ein hoher Mehrwert sowohl für das Image nach außen als auch im entgegengesetzten Sinn für den Einzelhandel und die Gastronomie zu erhoffen sei. "Ob das der große Knaller wird oder nicht, werden wir sehen", spricht sich Fieber dafür aus, als Stadt auch auf diese Art von sich reden zu machen. Auf jeden Fall müsse man immer wieder Neues ausprobieren und auf lange Sicht denken. Lange Sicht bedeutet aber auch, auf seismografische Weise Stimmungen und Trends aufzuspüren sowie die damit einhergehenden Schwankungen aufzunehmen. Gespür sei vor allem gefragt. Was wird gerade von wem gewünscht und was ist in welchem Moment zu tun? Das erfordert Spontaneität und schnelles Agieren. Lucie Fieber sagt, sie stehe bereit für Anregungen. "Man muss die Bälle, die einem zufliegen, auffangen und sie gezielt weiterspielen", sagt sie über ihre Strategie.

Street Food Markt Markdorf
Street Food Markt Markdorf | Bild: Fetscher, Markus

Wege zur Attraktivitätssteigerung

  • Wie kann man Markdorf stärker positionieren?
    Um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ist es unerlässlich, dass sich alle Akteure in den Prozess eines aktiven Standortmarketings einbringen. Das Bilden von Arbeitsgruppen wurde jüngst von Bürgermeister Georg Riedmann angeregt. Jetzt heißt es ganz klar: machen. Und es heißt auch, wohl überlegen, wo was machbar ist und auf welche Ressourcen zurückgegriffen werden kann. Eine Möglichkeit, eine Kommune zu präsentieren, besteht in der Nutzung entsprechender Plattformen. Messeauftritte etwa sind dabei geeignete Marketinginstrumente, um an Bekanntheit zuzulegen und die Anziehungs- und Wirtschaftskraft der Stadt zu stärken. So bieten die IBO in Friedrichshafen oder die CMT (Camping Motor Touristik) in Stuttgart eine solche Plattform, die von Tourismusgemeinschaft und Markdorf Marketing gemeinsam genutzt wird. Präsentiert wird Markdorf seit längerem auch an der Raststätte Hegau. Andere Marketinginstrumente, um das Image einer Stadt zu stärken, könnten beispielsweise bedruckte Papiertüten sein, etwa wie sie beim Bäcker verwendet werden. Auch die Landesgartenschau in Überlingen soll zur Werbeplattform werden und Gäste nach Markdorf holen. Ab Herbst diesen Jahres könnte Markdorf auch im Center Parc Allgäu vertreten sein. Mit 1,3 Millionen Übernachtungen im Jahr und 50 Prozent an Gästen, die sieben Tage bleiben, so die Erfahrungen aus anderen Parcs, könnte Markdorf dank seines attraktiven Wanderwegenetzes und seiner Biketrails am Gehrenberg als echter Nutznieser dieses Freizeitparks gelten.
     
Gemeinsamer Auftritt von Markdorf Marketing und der Tourismusgemeinschaft Gehrenberg-Bodensee: Manuela Wirth (links) und Sylvia Westermann auf der IBO.
Gemeinsamer Auftritt von Markdorf Marketing und der Tourismusgemeinschaft Gehrenberg-Bodensee: Manuela Wirth (links) und Sylvia Westermann auf der IBO. | Bild: privat
  • Was könnte zum Allgemeinplatz für einen "Leuchtturm" werden?
    Mit dem Gehrenberg und speziell in seinem krönenden Turm besitzt Markdorf einen der größten Attraktoren der Region. Allerdings fehlt hier eine Infrastruktur wie etwa Gastronomie oder ein entsprechender Erlebnisfaktor am oder auf dem Berg, um für den Gast einen Tagesausflug daraus entstehen lassen zu können. Von Aufenthaltsqualität spricht man erst dann, wenn eine Familie einen ganzen Tag lang dort ihre Zeit verbringt. „Ich war in Markdorf, weil ...“, sollte die Kausalität zwischen Ist- und Soll-Zustand darstellen. Ziel könnte sein, ungeachtet eines angestoßenen Markenbildungsprozesses einen touristischen Leuchtturm, eine besondere Attraktion zu schaffen, allein deretwegen man nach Markdorf kommt. „Das wäre die Anstrengung und auch das Geld wert“, ist Lucie Fieber der Ansicht. Auch das Bischofsschloss hat in die Zukunft gedacht als Bürgertreffpunkt Potenzial, zum „Markenzeichen“ Markdorfs zu werden. Stadtgeschichte schreiben kann trendsetzendes Motto sein und Geschichte erlebbar machen. Ebenso einzigartig sind die Nachtwächterrundgänge, die bei den Gästen überaus beliebt sind. Überhaupt sind es Markdorfs Türme, die für die Stadt stehen – meint jedenfalls Lucie Fieber. Hexenturm, Bischofsschlossturm, Untertorturm sind in ihrer Form und dank ihrer Geschichte wertvolles Kultur- und Geschichtsgut und haben allesamt Potenzial, touristisch nach außen zum prägenden Bild der Stadt beizutragen. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen. Denn es geht auch um die Geschichten, die erzählt werden können; es geht um Emotionen, und letzten Endes geht es um die Menschen, die diese Geschichten weiter erzählen. Was also bringt Markdorf in aller Munde?
     
Markdorfs Türme gelten als Markenzeichen der Stadt. Untertorturm, Hexenturm und Bischofsschlossturm sind Alleinstellungsmerkmale.
Markdorfs Türme gelten als Markenzeichen der Stadt. Untertorturm, Hexenturm und Bischofsschlossturm sind Alleinstellungsmerkmale. | Bild: Helga Stützenberger
  • Wo können Akteure selber aktiv werden?
    In Markdorfs regem Vereinsleben liegt ein großes Potential. Rund 150 Vereine sind in der Gehrenbergstadt aktiv, mehr oder weniger in der Öffentlichkeit. „Wir haben hier viele kleine Diamanten“, sagt Lucie Fieber, „die weit über die Stadtgrenze hinaus leuchten.“ Viele dieser Vereine transportieren ein Stück Markdorf in die Welt, wie etwa die Narrenzunft, die Laien-Theatergruppe oder der Turnverein. Allerdings stehe und falle alles mit den Personen und deren Engagement in der Jugend- und Nachwuchsarbeit. Um dieses Potential langfristig ausschöpfen zu können, ist die Sicherung der Nachfolgegeneration unabdingbar. „Gerade nach außen sollte zum Beispiel durch Mitmachaktionen am Stadtfest noch deutlicher kommuniziert werden, was ein jeder Verein macht und zu wem er passt“, sagt Fieber. Gutes Beispiel, wo und wie Akteure selber aktiv werden können, sind die nachgespielten mittelalterlichen Stadtszenen, die von der Theatergruppe kreuz & quer regelmäßig in Form eines Stadtrundgangs aufgeführt werden. „Das bleibt im Gedächtnis, das nimmt man mit nach Hause“, betont Fieber diesen nachhaltigen Effekt. Eine weitere Chance der Begegnung ist das Neubürgertreffen, das nicht nur Zugezogenen die Möglichkeit bietet, sich über die Stadt zu informieren, sondern auch den Vereinen als Plattform dient, sich vorzustellen und potenzielle Neumitglieder willkommen zu heißen. „Das ist eine wunderbare Möglichkeit, sich kennenzulernen. Man muss nur die gereichte Hand ergreifen“, findet Lucie Fieber.
     
Nachgespielte Stadtszenen aus dem Mittelalter, dargeboten von der Laien-Theatergruppe kreuz & quer, tragen zum Bekanntheitsgrad der Stadt bei.
Nachgespielte Stadtszenen aus dem Mittelalter, dargeboten von der Laien-Theatergruppe kreuz & quer, tragen zum Bekanntheitsgrad der Stadt bei. | Bild: Jörg Büsche
  • Was können die Bürger beitragen?
    Guten Ideen sind jetzt gefragt, um die Stadt gemeinsam auf lange Sicht attraktiver und lebenswerter zu machen. Dazu gilt es zunächst, die Stimmung in der Bürgerschaft einzufangen. Was wird gewünscht, was gefällt nicht? Was wäre einen Versuch wert, wo sind Schwachstellen? Jeder ist nun dazu eingeladen, an diesem Positionierungsprozess mitzuwirken. Für Ideen, Anregungen, konstruktive Kritik ist Markdorf Marketing offen. Vor dem Büro in der Hauptstraße stehen neun Behältnisse, symbolisch für die neun "Leuchttürme", welche die Stadt ausmachen. Daneben oder im Verkaufsraum befinden sich Kärtchen, auf denen Ideen und Anregungen niedergeschrieben und in den dafür vorgesehen Leuchtturm geworfen werden können. „Quasi im Vorbeigehen kann jeder einen Zettel mit einer Idee beschriften und in die entsprechende Box werfen“, erläutert Lucie Fieber das einfache Prinzip hinter dieser Idee, die gemeinsam mit dem SÜDKURIER entstanden ist. Ende September werden dann die Kärtchen ausgewertet und nach Themen sortiert. Schließlich soll im Bürgersaal im Rathaus in einer öffentlichen Veranstaltung das Ergebnis vorgestellt werden. Mit der Umsetzung der priorisierten Vorschläge und Wünsche soll danach zeitnah begonnen werden, sagt Geschäftsführerin Lucie Fieber. So könnte aus dieser einfachen Mitmachaktion ein Stimmungsbarometer werden und dazu beitragen, eine Diskussion anzustoßen, bestenfalls etwas schnell voranzubringen, woran jeder Einzelne selbst auch im aktiven Tun mithelfen kann.
     
Vor dem Gebäude von Markdorf Marketing stehen neun Röhren, die von den Bürgern der Stadt mit beschrifteten Ideen-Kärtchen befüllt werden können.
Vor dem Gebäude von Markdorf Marketing stehen neun Röhren, die von den Bürgern der Stadt mit beschrifteten Ideen-Kärtchen befüllt werden können. | Bild: Helga Stützenberger
  • Den Sommer selbst gestalten ...
    könnte in den nächsten Jahren das Motto werden. Strandkörbe, Liegestühle und über den Sommer aufgestellte Palmen, wie sie etwa in Überlingen zum Ausruhen einladen, wären für Markdorf ein echter Zugewinn. Noch muss man in Markdorf ein bisschen nach diesen kleinen Oasen suchen, aber es gibt sie durchaus, wie etwa die Liegestühle vor der Buchhandlung oder beim Café Kurz. „Man sollte auch die Attraktivität für alle Daheimgebliebenen über den Sommer deutlich steigern“, betont Fieber den Mehrwert nicht nur im touristischen Sinn. Allein, wo Platz schaffen für solches Mobiliar? Der Möglichkeiten gäbe es viele, so Fieber. Allerdings erst wirklich gut umsetzbar und auf den Nutzen maximiert, würde die Innenstadt langfristig zum so genannten "shared space" deklariert, also einer Zone, die Verkehr und Fußgänger absolut gleichberechtigt behandelt. Die Frage, ob und auf welche Weise dies langfristig umsetzbar ist, wird auch die nächsten Jahre die Stadt in zwei Lager spalten. Überhaupt sind es die beiden Bereiche Marktstraße und Hauptstraße, die durch den Stadtgraben geteilt sind. Seitens der Akteuere von Markdorf Marketing kam bereits im vergangenen November der Wunsch nach verbindenden Farbelementen auf der Straße auf. Lucie Fieber würde dies gerne angehen, allerdings bedürfte es auch hier eines Gesamtkonzeptes, das unter Beteiligung der Mitglieder erarbeitet wird.
     
Am Ochsenplatz genießt Lucie Fieber ihre Mittagspause in einem Liegestuhl. Künftig soll es mehr solcher sommerlicher Ruheoasen geben.
Am Ochsenplatz genießt Lucie Fieber ihre Mittagspause in einem Liegestuhl. Künftig soll es mehr solcher sommerlicher Ruheoasen geben. | Bild: Helga Stützenberger
  • Mehr als die Summe der Teile
    Eine bunte Palette an Aktionen ist das Ergebnis seit dem Erstellen eines Pflichtenheftes eines nunmehr vierjährigen Prozesses innerhalb des Standortmarketings. Von Festen aller Art, allen voran das Dixiefest und das Stadtfest, von großen und kleinen Märkten, dem Stadtjubiläum, Kneipen- und Musikevents, verkaufsoffenen Sonntagen, Themenwochen, Adventsaktionen bis zur Attraktivierung der Innenstadt bildet Markdorf Marketing mit allen seinen Beteiligten die Klammer zwischen Außen- und Innenwirkung einer Stadt. Um aber alles zusammenzuhalten und bündeln zu können, muss diese Klammer stark genug sein. Und das kann sie nur, wenn sich alle mitwirkenden Akteure aktiv an diesem Prozess beteiligen. Zwar sei Kritik jederzeit als konstruktiver Beitrag verstanden, aber erst wenn jeder sich mit seinen Ideen einbringt und aktiv mitgestaltet, entsteht ein dynamischer Prozess. Daraus wiederum lassen sich Synergien nutzbar machen, die erst durch das Mitwirken aller eine Stadt voranbringen und etwas bewegen können, was im Sinne der Gemeinschaft ist. Potenzial und Themen sind ausreichend vorhanden in Markdorf. „Wir wollen nicht immer wieder Neues erfinden, wir sollten am Bestehenden festhalten, es ergänzen und noch attraktiver machen“, ist Lucie Fieber der Überzeugung. Damit eine „Marke Markdorf“ auf lange Sicht Hand und Fuß hat und nicht zuletzt dadurch zu einem Symbol, zu einem emotionalen Wert wird, mit dem sich jeder Einzelne identifizieren kann.

 

Menschen, soweit das Auge reicht und Musik, soweit das Ohr hört. Beim Dixiefest herrscht großer Andrang in der Gehrenbergstadt.
Menschen, soweit das Auge reicht und Musik, soweit das Ohr hört. Beim Dixiefest herrscht großer Andrang in der Gehrenbergstadt. | Bild: Helga Stützenberger