Jetzt steht in Sachen Jugend der Fahrplan fest: Im kommenden Frühjahr soll der Gemeinderat über die Gründung eines Jugendrates für Markdorf beschließen. Läuft es wie geplant, könnte der Jugendrat zum Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 dann seine Arbeit aufnehmen. Diesen Zeithorizont kündigte Bürgermeister Georg Riedmann am Dienstagabend im Gemeinderat an. Zuvor hatten der städtische Jugendbeauftragte Jan Münzer und Ida Knecht, Hannah Satow, Linda Staerke, Lena Haas und Aaron Okon vom Konzeptteam der Jugendlichen über die Ergebnisse der Projektschmiede Jugendrat am 9. November berichtet.

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Jugendliche leisten tolle Vorarbeit

In dem Workshop im Rathaus war von den Jugendlichen bereits eine Menge Vorarbeit geleistet worden: Sie hatten sich Gedanken gemacht zu ihren Rechten und Pflichten, einem regelmäßigen Austausch mit dem Gemeinderat, zu ihrer Art des Einbringens – etwa mit einem Rederecht im Rat der Erwachsenen – bei Themen, die jugendrelevant sind und vielem mehr. Auch darüber, wie man die Jugendlichen einbinden und ihr Interesse wecken könne, hätten sie Vorschläge erarbeitet, legten Hannah Satow und Ida Knecht dar. Eine eigene Homepage, ein Stand am Stadtfest oder auch Grillabende seien einige der Ideen.

Linda, Johannes, Luca und Wenz diskutieren mit Stadtrat Jonas Alber und Bürgermeister Georg Riedmann in der Jugendschmiede am 9. November über die mögliche Jugendbeteiligung in der Stadt.
Linda, Johannes, Luca und Wenz diskutieren mit Stadtrat Jonas Alber und Bürgermeister Georg Riedmann in der Jugendschmiede am 9. November über die mögliche Jugendbeteiligung in der Stadt. | Bild: Jörg Büsche

Nun geht es noch um einige offene Fragen

In den kommenden Wochen, waren sich Riedmann, Münzer und die Jugendlichen einig, gehe es darum, Formalia und offene Fragen zu klären. Das betrifft unter anderem die Fragen nach einem eigenen Budget, einer Satzung, den Zuständigkeiten in der Verwaltung, aber auch die Wahl an sich. Beim Wahlalter habe man sich laut Münzer auf ab der fünften Klasse verständigt. Nun gehe es noch um Wahlablauf, Wahlturnus (vermutlich zwei Jahre) und das Wahlsystem. Auch die Antwort auf die Frage, ob man die Wahl eventuell per Online-Abstimmung vornehmen könne, sei noch offen.

Das Für und Wider des Jugendgemeinderats im Detail – als Ergebnis der Diskussionen.
Das Für und Wider des Jugendgemeinderats im Detail – als Ergebnis der Diskussionen. | Bild: Jörg Büsche

Viel Lob von den Fraktionen

Aus allen Fraktionen gab es reichlich Zuspruch und Lob für die Jugendlichen. Man wolle sie tatkräftig unterstützen und freue sich auf einen künftigen Jugendrat und die Kontakte, hieß es einhellig. Riedmann sagte zu, in alle weiteren Schritte immer auch die Fraktionen einzubeziehen, so dass man im Frühjahr gut vorbereitet an die Gründung gehen könne.

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