Am Seiteneingang der Stephan-Brodmann-Schule zieht eine wunderschöne Weihnachtskrippe mit vielen bunten Tonfiguren die Blicke auf sich. „Schüler, Lehrer, Eltern – alle haben Freude daran und bleiben immer wieder stehen, um sie sich anzuschauen“, berichtet Schulsekretärin Monika Hartmann. Je öfter und genauer man hinschaut, desto mehr Details gibt es dabei zu entdecken.

Die drei Könige sind mit einem Dromedar unterwegs zur Krippe.
Die drei Könige sind mit einem Dromedar unterwegs zur Krippe. | Bild: Gisela Keller

Maria, Josef, Jesuskind, Ochs und Esel sowie die vielen weiteren liebevoll gestalteten Figuren sind das Ergebnis eines Projektes, dem sich die Töpfer-AG unter der Leitung von Heide Budde und Lara Budde-Kagerer jedes Jahr aufs Neue widmet. „Wir haben schon vor den Herbstferien damit begonnen“, erklärt Heide Budde.

Im Stall haben Maria, Josef und das Jesuskind zwischen Ochs und Esel Platz gefunden.
Im Stall haben Maria, Josef und das Jesuskind zwischen Ochs und Esel Platz gefunden. | Bild: Gisela Keller

„Die wichtigsten Figuren stehen auf einer Liste. Die Kinder sagen, welche sie gerne machen möchten und man einigt sich.“ Zusätzliche Figuren wie Tiere oder Engel dürfen nach Belieben hinzukommen.

Viele liebevoll getöpferte Figuren sind in der Krippe zu entdecken.
Viele liebevoll getöpferte Figuren sind in der Krippe zu entdecken. | Bild: Gisela Keller

„Wir versuchen, die einzelnen Figuren in den eineinhalb Stunden fertig zu formen, die uns jeden Dienstag zur Verfügung stehen“, erklärt Heide Budde. „Sonst müssten wir sie ziemlich aufwändig einpacken, damit sie nicht austrocknen und man eine Woche später noch daran weiterarbeiten kann.“

Wie eine Krippenfigur entsteht

Und wie macht man aus einem Tonklumpen so eine schöne Krippenfigur? Noah erklärt: „Die Figuren sind meistens aus einem Stück. Zuerst macht man eine Kugel, dann formt man daraus Körper, Kopf und Nase. Manchmal werden Teile auch aus einem anderen Stück Ton gemacht und mit Schlicker angeklebt.“

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Ganz wichtig sei, die dicken Teile der Figur auszuhöhlen, damit sie beim Brennen im fast 1000 Grad heißen Ofen nicht zerspringen. Nach dem Brennen werden die Figuren dann mit bunten Wasserfarben bemalt und mit Klarlack besprüht.

Kinder dürfen Figuren mit nach Hause nehmen

Für die Landschaft und die Krippe haben die Kinder und AG-Leiterinnen im Wald gesammeltes Material mitgebracht. „Am Dienstag vor dem ersten Advent haben wir die Krippe mit allen Figuren aufgebaut“, erzählt Heide Budde. Vor den Weihnachtsferien dürfen die Kinder ihre Figuren mit nach Hause nehmen und behalten. Im Herbst 2020 werden dann wieder neue gestaltet.