Die Nacht von Samstag auf Sonntag war für die Kameraden der Feuerwehrabteilungen Heiligenberg und Hattenweiler um 4.12 Uhr beendet. Eine Anwohnerin hatte gemeldet, dass der an der Amalienhöhe aufgebaute Funken in Brand steht. Dieser hätte erst am Sonntagabend, 19 Uhr, angezündet werden sollen. So rückten die Einsatzkräfte aus, um den ungeplanten Brand zu kontrollieren. Leider habe das Feuer tatsächlich nach kurzer Zeit auf die denkmalgeschützte Linde auf der Amalienhöhe übergegriffen, wie die Feuerwehr Heiligenberg berichtet.

Durch den Funkenflug ist die denkmalgeschützte Linde in Brand geraten. Die Löscharbeiten werden Stunden in Anspruch nehmen.
Durch den Funkenflug ist die denkmalgeschützte Linde in Brand geraten. Die Löscharbeiten werden Stunden in Anspruch nehmen. | Bild: Feuerwehr Heiligenberg

Durch Funkenflug über eine Entfernung von mehreren hundert Metern, wie Abteilungskommandant Johannes Leppert auf Nachfrage erklärt. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Feuerwehrkameraden dann äußerst schwierig. "Wir waren fast vier Stunden dran, die Linde zu löschen", sagt Leppert.

Hohlräume fangen immer wieder Feuer

Der alte Baum hat sehr viele Hohlräume. Durch den Windzug, der in der Nacht auf der Amalienhöhle herrschte, gerieten die Funken immer wieder in diese Hohlräume und die Linde fing erneut Feuer. "Nur unter massivem Wassereinsatz konnte die Linde geflutet und der Brand damit gelöscht werden", teilt die Feuerwehr Heiligenberg mit. Die Wasserversorgung habe durch Pendelverkehr sichergestellt werden müssen.

Einsatz erst gegen 9.30 Uhr beendet

Der Funken konnte in der Zwischenzeit kontrolliert herunterbrennen und wurde anschließend vom Veranstalter, dem Narrenverein Wolkenschieber, übernommen. Der Einsatz war für die Feuerwehrabteilungen gegen 9.30 Uhr beendet. Vor Ort gewesen war auch die Polizei.

Funken nicht wieder neu aufgebaut

Die Brandwache der Wolkenschieber hatte nichts gegen das Feuer ausrichten können. "Die waren ab 3.30 Uhr zu zweit. Da kann man zu zweit nichts machen", sagt Johannes Leppert. Ein neuer Funken wurde nicht mehr aufgebaut. "Vielleicht hätte es die Möglichkeit gegeben", aber für den Narrenverein sei die Nacht ereignisreich genug gewesen, so Leppert. Von Brandstiftung möchte der Abteilungskommandant nicht sprechen. Er sagt nur: "Wir waren nicht die Einzigen." Auch in Herdwangen-Schönach habe ein Funken verfrüht gebrannt, nennt Leppert ein Beispiel. Bereits am späten Donnerstagabend hatte auch der Funken in Hagnau in Flammen gestanden.

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Leppert findet es "schade für die Kinder". Diese kämen immer begeistert mit ihren Familien auf die Amalienhöhe. "Dann gibt es Funkenküchle. Es ist immer eine kleine Fasnetsbeerdigung für das ganze Dorf", sagt der Feuerwehrmann. Nur in diesem Jahr nicht.

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