Eine bittere Nachricht für die Volleyballer des VfB Friedrichshafen und Sportbegeisterte am Bodensee: Die ZF-Arena, Spielstätte des VfB Friedrichshafen, muss aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Voraussichtlich für immer, hieß es am Freitagnachmittag in Pressemitteillungen der Stadtverwaltung und des Vereins.

Nachdem bei von der Stadt in Auftrag gegebenen umfangreichen Untersuchung festgestellt wurde, dass die Tragseile des Daches, die unter Spannung stehen und in einem Abstand von einem Meter verlaufen, an ihren ummantelnden Hüllrohren Rost aufweisen, sei eine sofortige Schließung zum vorbeugenden Schutz nötig: „Auch wenn keine akute Einsturzgefahr besteht, können die Experten ein latentes Risiko, insbesondere bei Schneelast, nicht ausschließen“, schreibt die Stadt.

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Sanierung: nicht sinnvoll, Abbruch: voraussichtlich notwendig

Schon ab Montag soll niemand mehr in die Halle dürfen. Eine Sanierung der ZF-Arena wäre vom Aufwand her enorm und aufgrund des Alters der Arena – sie hat schon rund 50 Jahre auf dem Buckel und einige Schäden an der Außenfassade – „nicht sinnvoll“, vermeldet die Stadt. „Ein Abbruch ist voraussichtlich notwendig.“ Weitere Schritte sollen mit dem Gemeinderat beraten werden.

Für die Volleyballer ist das „eine Katastrophe“, sagt Matthias Liebhardt, Pressesprecher des VfB. Und ein riesiger Schock. „Erst vor einer Woche haben wir erfahren, dass eine Schließung möglich ist. Und jetzt ist es beschlossen.“ Besonders hart treffe die Entscheidung nicht nur den VfB, sondern auch die Schulen, ganz besonders die Jugendlichen. Denn: Einige Schulen hielten ihren Sportunterricht in der Arena. Und gerade in der Volleyballabteilung sei ein Großteil der Mitglieder – rund 200 von 300– noch im Kindes- und Jugendalter.

Für die Volleyballer ist ein Umzug in eine Messehalle im Gespräch

Und die will der VfB nicht hängen lassen. „Wir suchen schon nach einer Übergangslösung“, sagt Liebhardt. Die Stadt ziehe beispielsweise den Umzug in eine der Messehallen in Betracht. „Dazu haben auch schon Gespräche stattgefunden“, sagt VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt. „Wir hoffen, dass sich jetzt kurzfristig Möglichkeiten ergeben.“ Auch die Mitarbeiter der Geschäftsstellen werden versuchen, aus dem Homeoffice heraus den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Die Stadt unterstütze weiterhin auf der Suche nach Alternativen und prüfe auch andere städtische Hallen.

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