Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, steht unter dem Motto „Moderne – Umbrüche in Kunst und Architektur“. Passend dazu werden in 15 Städten und Gemeinden im Kreis spezielle Führungen angeboten.

Brigitte Mohn (vorn) ist im Kreisarchiv für die Organisation des Tags zuständig. Harald Buckenmaier (links) wird durch die Kirche St. Jodokus führen und kann mit der Unterstützung von Reinhard Borm aus dem Pfarrgemeinderat, Helga Bauer vom Heimatverein und Immenstaads Bürgermeister Johannes Henne rechnen.
Brigitte Mohn (vorn) ist im Kreisarchiv für die Organisation des Tags zuständig. Harald Buckenmaier (links) wird durch die Kirche St. Jodokus führen und kann mit der Unterstützung von Reinhard Borm aus dem Pfarrgemeinderat, Helga Bauer vom Heimatverein und Immenstaads Bürgermeister Johannes Henne rechnen. | Bild: Gisela Keller

Wer teilnimmt, kann viel darüber erfahren, wie technische Innovationen, gesellschaftliche Veränderungen oder Änderungen in der Architektur einzelne Gebäude oder größere Anlagen in der Region verändert und geprägt haben.

So verändert sich das Gesicht einer Stadt

In Markdorf wird gezeigt, wie sich in Folge einer Brandkatastrophe im Jahr 1842 das Gesicht der Altstadt komplett gewandelt hat. Beispiele für gelungene Restaurierungen und Nutzungsänderungen sowie Gebäude, die wie die Kirche St. Petrus Canisius in Friedrichshafen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als revolutionär galten, sind ebenfalls im Programm.

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In der Kirche St. Jodokus in Immenstaad hat Brigitte Mohn, die vonseiten des Kreisarchivs den Tag des offenen Denkmals organisiert, das Programm vorgestellt. Die Kirche ist wegen ihrer Verbindung von einem Jahrhunderte altem Turm und Chor mit einem modernen Kirchenschiff von 1980 ein perfekt zum Motto des Denkmaltags passendes Beispiel. Harald Buckenmaier kennt die mehr als 600-jährige Geschichte der Kirche gut und will bei drei Führungen Alt und Neu in Verbindung bringen.

Die Kirche St. Jodokus in Immenstaad.
Die Kirche St. Jodokus in Immenstaad. | Bild: Heimatverein Immenstaad

Er hofft auch viele Besucher und freut sich, dass die Kirche groß genug ist, diese auch aufzunehmen. „In manchen Jahren wurden wir am Tag des offenen Denkmals regelrecht überrollt“, berichtet Helga Bauer, die stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins.

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Besonders bei kleineren Räumen sei es dann eng geworden. Um allen Interessierten Führungen anbieten zu können, habe man improvisieren müssen und zusätzliche Führungen auf die Beine gestellt.

Die Kirche St. Gangolf in Friedrichshafen-Kluftern.
Die Kirche St. Gangolf in Friedrichshafen-Kluftern. | Bild: Toni Ganter

Dies sei auch der Grund, warum sich Besucher in diesem Jahr für einige Führungen vorab anmelden müssen, ergänzt Brigitte Mohn. In den vergangenen Jahren hätten viele Besucher die Möglichkeit genutzt, aus den Angeboten ein Tagesprogramm zusammenzustellen. Dabei seien viele Kombinationen möglich.

Tag des offenen Denkmals – was findet wann und wo statt?

Bermatingen, Treffpunkt Rathaus. Geführter Rundgang zu den Fachwerkhäusern um 14 Uhr

Frickingen-Altheim, ehemaliges Gasthaus „Zum Hirschen“, Hauptstraße 27. Führungen 14 und 15.30 Uhr

Friedrichshafen, Kirche St. Petrus Canisius. Besichtigung: 14 bis 16 Uhr, Führung 14 Uhr

Friedrichshafen-Ailingen, Mühle Ittenhausen, Rotachstraße 1, Fotoschau Kleindenkmale in Ailingen, Besichtigung 11 bis 17 Uhr.

Friedrichshafen-Kluftern, Kirche St. Gangolf. Besichtigung: 10.30 bis 17 Uhr, Führungen: 11, 13 und 15 Uhr

Immenstaad, Kirche St. Jodokus. Führungen: 11, 14, 15 Uhr

Kressbronn, Villa Müller-Oerlinghausen, Nonnenhorner Straße 36. Dort keine Parkmöglichkeiten. Bitte öffentliche Parkplätze nutzen. Führungen 10, 14 und 16 Uhr, Anmeldung erforderlich bis 5. September unter kultur@kressbronn.de

Markdorf, Treffpunkt Rathaus. Führung zum städtebaulichen Ensemble Obertorstraße: 11 Uhr

Meersburg, Treffpunkt Café Bistro Möwe, Unteruhldinger Straße 1. Geführte Spaziergänge zu den Spuren der Moderne in der Unterstadt: 11.30 und 14.30 Uhr

Salem, Treffpunkt Eingangspavillon Schloss Salem. Abendführung durch Münster und ausgewählte Gebäude: 19 Uhr. Anmeldung erforderlich bis 6. September, 12 Uhr unter schloss@salem.de

Salem-Neufrach: Bitte Parkmöglichkeiten beim Prinz-Max-Saal oder Rathaus nutzen. Hier werden drei aktuelle Sanierungsprojekte gezeigt: Ehemaliges Armenhaus, Riedlestraße 12. Besichtigung: 11 bis 18 Uhr, Führungen: 11, 13 und 17 Uhr. Backhausareal, Haldenbühlstraße 2/1. Besichtigung: 11 bis 18 Uhr, Führungen 12.20, 14.20 und 16.20 Uhr. Komethof, Nüffernstraße 16. Hier Anmeldung erforderlich bis 6. September, 12 Uhr unter info@backhaus-neufrach.de. Führungen: 11, 13, 15 und 17 Uhr.

Salem-Weildorf, Historische Kegelbahn, Heiligenberger Straße 129. Besichtigung und freies Kegeln: 10.30 bis 17 Uhr. Führungen durch das Dorf, Treffpunkt Musikschule, Heiligenbergerstraße 117: 11 und 13 Uhr.

Tettnang, Stadtmuseum: Zwei Veranstaltungen im Rahmen des Bähnlefestes. Bitte Shuttlebusse nutzen. Montfortstraße 41, Elektronikmuseum. Besichtigung: 10 bis 18 Uhr, Führungen: 10 und 17 Uhr, Vorführungen „Caruso von der Wachswalze“: 12.15 und 15.15 Uhr. Montfortstraße 43, Sonderausstellung „Tettnang und seine Eisenbahn“. Besichtigung: 11 bis 18 Uhr, Führungen 11,14 und 16 Uhr. Anmeldung empfohlen unter archiv@tettnang.de

Überlingen, Galerie Fähnle, Goldbacher Straße 70. Parkmöglichkeiten in der Ortsmitte von Goldbach. Besichtigung 14 bis 18 Uhr, Führung: 14 Uhr. Anmeldung erwünscht unter info@galerie-fähnle-freunde.de.

Uhldingen-Mühlhofen, Pfahlbaumuseum, Sonderführung zur Bronzezeit: 13 Uhr. Anmeldung erforderlich bis 6. September, 12 Uhr, unter Tel. 0 75 56/92 89 00. Aufenthalt nur während der Sonderführung kostenlos.

Informationen zum Programm: www.bodenseekreis.de