Bermatingen – Sie ist wahrlich ein Aushängeschild geworden, die neue Produktionshalle der Maschinenfabrik Bermatingen (Mabe) am Ortseingang. Groß prangt der Name auf der Halle und zeigt jedem, der von Neufrach her kommt, wo er sich befindet.

Die Maschinenfabrik Bermatingen setzt als international agierendes Unternehmen mit dem Neubau inklusive Firmenzentrale einen Meilenstein in ihrer über 60-jährigen Firmengeschichte, denn die Dimensionen sind für so einen Standort enorm: Das Gebäude erreicht zur Straße hin 16 Meter Höhe, in der Länge beträgt es 115 Meter, in der Breite 59 Meter. Die neue Produktionsfläche beträgt insgesamt 6600 Quadratmeter und darüber hinaus umfasst die Parkfläche rund 2000 Quadratmeter (86 Stellplätze). Das dreigeschossige Verwaltungsgebäude hat zur Straße hin eine Höhe von 12,50 Meter, mit einer Länge von 41,5 Metern und einer Breite von 20 Metern.

Freuen sich gemeinsam über die Aufwertung des Standorts Bermatingen: Bürgermeister Martin Rupp (von links), Mabe-Geschäftsführer Roderich Gotterbarm und FDP-Landtagsabgeordneter Klaus Hohe Bilder:
Freuen sich gemeinsam über die Aufwertung des Standorts Bermatingen: Bürgermeister Martin Rupp (von links), Mabe-Geschäftsführer Roderich Gotterbarm und FDP-Landtagsabgeordneter Klaus Hohe Bilder: | Bild: Jan Manuel Heß

Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist der Neubau nun auf der Zielgeraden, lediglich der umfangreiche Maschinenpark fehlt noch. Grund genug für die Geschäftsführung, die Mabe-Belegschaft und alle am Bau beteiligten Firmen zu einem Fest einzuladen. Für Live-Musik sorgten die Schorle Sprinter, kulinarisch versorgte die Gesamtjugendkapelle Markdorf, Riedheim, Ittendorf, Ahausen und Bermatingen die Gäste.

Industrie-4.0-Standard in der Produktion

Geschäftsführer Roderich Gotterbarm lobte in seiner Festansprache die gute Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Reisch aus Bad Saulgau und hob die Bedeutung der Mabe als modernes und zukunftsfähiges Unternehmen hervor. "Wir haben in der Produktion Industrie-4.0-Standard geschaffen, wir haben die Personalbedingungen verbessert und wir haben in den Standort investiert, das ist etwas Wert." Auch beim Bau sei die Firma innovativ vorgegangen und habe auf eine energieeffiziente sowie nachhaltige Bauweise gesetzt, sagte Gotterbarm. Der gesamte Gebäudekomplex wurde nach KfW-55-Standard gebaut und unter anderem mit Fotovoltaik-Anlage und LED-Beleuchtung ausgestattet. "Zusammen mit meinen Eltern – Carmen und Ulrich Gotterbarm – bildeten wir bei der Planung einen guten Mix aus Vernunft und jungem Innovationsgeist", sagte Roderich Gotterbarm im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

"Von der Konstruktion her ein wirklich gelungenes Gebäude", findet Bernd Alber, Geschäftsführer TGA Bodensee.
"Von der Konstruktion her ein wirklich gelungenes Gebäude", findet Bernd Alber, Geschäftsführer TGA Bodensee. | Bild: Jan Manuel Heß

FDP-Landtagsabgeordneter Klaus Hoher lobte den nachhaltigen Vorbildcharakter des Projekts für die Region: "Ich finde es gut, wenn ein Unternehmen, das Top-Produkte herstellt, in die Zukunft investiert und so moderne Infrastrukturen schafft." Schon heute neue Konzepte anzugehen, sei für ihn ein bestes Beispiel für "German Mut", von dem es sicher noch viel mehr brauche. Die Mabe habe als familiengeführtes Unternehmen einen nicht außer acht zu lassenden Vorbildcharakter.