Eine positive Bilanz haben die Verantwortlichen der DLRG-Ortsgruppe Stetten a.k.M. bei ihrer Hauptversammlung präsentiert. Seit Jahren steigen die Mitgliederzahlen kontinuierlich an, was nicht zuletzt Ausdruck der „glänzenden Jugendarbeit und der tollen Angebote des Vereins“ sei, wie Bürgermeister Maik Lehn würdigte.

Lehn kündigt an: DLRG kann in Siedlerhaus ziehen

Lehn sprach der Ortsgruppe nicht nur viel Lob für ihr Engagement aus, sondern überbrachte zwei Mitteilungen, die von der Versammlung mit großem Applaus aufgenommen wurden. Zum einen werde in Kürze die „lang anhaltende Obdachlosigkeit“ der Ortsgruppe enden, wie Lehn sagte. Die Stettener Garten- und Wohngemeinschaft, die sich in Auflösung befindet, sowie Verwaltung und Gemeinderat hätten zwischenzeitlich entschieden, der DLRG-Ortsgruppe das ehemalige Siedlerhaus zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Lehn ergänzte: „Dies soll auch ein Zeichen der Anerkennung für ihre glänzende Arbeit im Bereich der Jugend sein.“

Die DLRG-Ortsgruppe Stetten a.k.M.

Das ehemalige Siedlerheim wird künftig von der DLRG-Ortsgruppe genutzt. „Für unsere Zwecke ist das Gebäude sicher ideal“, freute sich der Vorsitzende Bernhard Kränkel. Er appellierte an die Mitglieder, beim Einbau von Regalen und sonstigen Arbeiten mitzuhelfen.
Das ehemalige Siedlerheim wird künftig von der DLRG-Ortsgruppe genutzt. „Für unsere Zwecke ist das Gebäude sicher ideal“, freute sich der Vorsitzende Bernhard Kränkel. Er appellierte an die Mitglieder, beim Einbau von Regalen und sonstigen Arbeiten mitzuhelfen. | Bild: Gerd Feuerstein

Ortsgruppe muss viel Ausrüstung unterbringen

Neben Schlauchboot, einer Segeljolle und umfangreichem Material für Zeltlager, Ausbildung und dergleichen verfügt die Ortsgruppe über jede Menge Gerätschaften, für die sie seit Jahren auf der Suche nach geeigneten Lagermöglichkeiten war. Zum anderen ließ Lehn wissen, dass der Energieversorger EnBW entschieden habe, der DLRG-Ortsgruppe eine Spende zukommen zu lassen, deren Höhe er auf mehr als 500, aber weniger als 1000 Euro bezifferte.

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Innerhalb von fünf Jahren rund 100 neue Mitglieder

Bereits davor hatten die Anwesenden die Berichte von Bernhard Kränkel und seines vorwiegend jugendlichen Vorstandsteams zur Kenntnis genommen. Wichtigste Botschaft des Vorsitzenden: „Unsere Mitgliederzahl ist erneut angestiegen, auf 318.“ Damit habe die Ortsgruppe in den vergangenen fünf Jahren rund 100 neue Mitstreiter gewonnen, was vorwiegend auf die Arbeit im Hallenbad zurückzuführen sei, die ganz maßgeblich von der eigenen Vereinsjugend geleistet werde.

Sie gehören bereits zu den tragenden Säulen der DLRG-Ortsgruppe: (hinten, von links) Levin Korzus, Nicolai Kirndorfer, Emelie Goreth, David Bubser, Marc Oßwald, Tobias Steinhart, Anna Bosch, Julian Großmann, Jessica Ohnesorg, Thomas Betz, Lukas Geiger; (vorn, von links) Stephan Hartmann, Laura Tyrann, David Kirndorfer, Pablo Ryck, Marius Graf, Maik Heiß, Alexander Kränkel.
Sie gehören bereits zu den tragenden Säulen der DLRG-Ortsgruppe: (hinten, von links) Levin Korzus, Nicolai Kirndorfer, Emelie Goreth, David Bubser, Marc Oßwald, Tobias Steinhart, Anna Bosch, Julian Großmann, Jessica Ohnesorg, Thomas Betz, Lukas Geiger; (vorn, von links) Stephan Hartmann, Laura Tyrann, David Kirndorfer, Pablo Ryck, Marius Graf, Maik Heiß, Alexander Kränkel. | Bild: Gerd Feuerstein

Drei Schwimmkurse für insgesamt 54 Kinder

Der Verein habe im abgelaufenen Jahre wieder drei Schwimmkurse für insgesamt 54 Kinder organisiert, die in der Regel mit dem Ablegen des Seepferdchens endeten: „Danach bieten wir Eltern und Kindern an, weiter ins Schwimmtraining zu kommen“, erklärte Kränkel, was auch gern in Anspruch genommen werde. So hätten an den beiden Trainingstagen insgesamt 2187 Teilnehmer teilgenommen, wobei der Ortsgruppe donnerstags lediglich zwei Bahnen zur Verfügung stünden. Freitags hätten sie das komplette Hallenbad für sich: „Da haben wir teilweise bis zu 80 Kinder im Wasser.“ Kränkel dankte den vielen freiwilligen Helfern: „Allein freitags kamen da 379 Stunden zusammen.“

Wachdienste an Stauseen in Schömberg und Oberdigisheim

Untermalt mit zahlreichen Fotos, ließen die Jugendlichen ein erlebnisreiches Jahr Revue passieren. Auch Wachdienste an den Stauseen in Schömberg und Oberdigisheim hatte die Ortsgruppe an mehreren Wochenende übernommen, wofür der Bezirksvorsitzende Frank Weber aus Meßstetten dankte. Weber attestierte der Ortsgruppe hervorragende Arbeit, die im Bereich der Jugend nicht zu toppen sei. Mit Bedauern verkündete er, dass die bevorstehenden Bezirksmeisterschaften in Albstadt dem Coronavirus zum Opfer falle.

Mit Geschenken überraschten Stephan Hartmann, Marc Oßwald, Tobias Steinhard und Jessica Ohnsorg (von links) den Vorsitzenden Bernhard Kränkel (Mitte) und seinen Stellvertreter Alexander Kränkel (rechts). Jessica Ohnesorg erzählte: „Wir wollen für eurer überragendes Engagement einmal herzlich Danke sagen.“
Mit Geschenken überraschten Stephan Hartmann, Marc Oßwald, Tobias Steinhard und Jessica Ohnsorg (von links) den Vorsitzenden Bernhard Kränkel (Mitte) und seinen Stellvertreter Alexander Kränkel (rechts). Jessica Ohnesorg erzählte: „Wir wollen für eurer überragendes Engagement einmal herzlich Danke sagen.“ | Bild: Gerd Feuerstein

Mitgliedsbeitrag nach knapp zehn Jahren leicht angehoben

Die Mitglieder beschlossen, im kommenden Jahr die Mitgliedsbeiträge leicht anzuheben. Kränkel machte deutlich: „Wir kommen nach knapp zehn Jahren nicht drumherum, unsere Beiträge etwas anzuheben.“ Der Landesverband Württemberg habe bereits 2019 entsprechende Mindestbeiträge für alle Ortsgruppen beschlossen.