Freitagabend am Illmensee. Die letzten Badegäste und Anwohner trauten kaum ihren Ohren. Nach der Corona-bedingten Ruhe am See gab es wieder Rock-, Folk- und Country-Musik vom Feinsten zu hören. Die neu formierte Gruppe „Flame“ gab ein Open-Air-Konzert – natürlich streng diszipliniert nach den Corona-Regeln. Band-Leader Dieter Maier meinte zur Begrüßung: „Bevor die Kultur ganz ausstirbt, versuchen wir trotz allem, dass wir eine ganz tolle Stimmung hinbekommen.“ Die Bedingungen am See schufen jedenfalls gute Voraussetzungen.

Gemütlich, und vor allem Corona regelgerecht, konnten die Gäste das Konzert in vollen Zügen genießen.
Gemütlich, und vor allem Corona regelgerecht, konnten die Gäste das Konzert in vollen Zügen genießen. | Bild: Robert Reschke

Neues Gesicht in der Gruppe

Die Gruppe „Flame“ ist neu formiert und trat am Illmensee zum allerersten Mal in der neuen Besetzung zu einem Open-Air-Concert an. Der Hintergrund ist, dass der überregional bekannte Fiddler und Urgestein der Band Wolfgang Seiderer sein Instrument an den Nagel gehängt hat. Nicht ohne zuvor seine Nachfolgerin in das Country-Fiddeln eingeweiht zu haben. Mihaela Mark ist das neue Gesicht der Gruppe. Und der Bandleader kündigte die Diplom-Musiklehrerin aus Bukarest auch gleich überschwänglich an: „Sie passt hervorragend zu uns – ein richtiger Glückstreffer.“ Außerdem sei es unheimlich schwer, überhaupt einen Fiddler zu finden, erklärte er. „Die kann nicht nur fiddeln, die kann auch singen.“ Das stellte sie auch sogleich bei einigen Titeln unter Beweis.

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Bekannte Titel wie „Take it easy“ oder „Ring of Fire“ wurden genauso zum Besten gegeben wie Eigenkompositionen. Und da gab es noch eine Reihe von bekannten Titeln, welche die Band auf Country neu arrangiert hat, wie „The Soldiers fight“ oder „Dirty old Town“.

Weniger Gäste als möglich

Der Funke ist übergesprungen und die Musikfreunde hielt es teilweise kaum auf ihren Sitzen – trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie für Gäste und Musiker, wie Dieter Maier meinte. Die Zuschauerzahl war auf ein Maximum von 100 Gästen beschränkt, zirka 70 Gäste kamen. „Das wundert mich nicht – viele haben Angst“, versuchte Maier eine Erklärung. Optimistisch ist er jedenfalls was die Zukunft von „Flame“ betrifft: „Country-Musik ist im Kommen und es gibt nicht mehr die alten Männer mit Bart.“