Es sind nur noch ein paar Tage bis zum Schulstart am 14. September. Die Aufregung wächst: Es müssen noch Schulhefte, Sportsachen und Stifte besorgt werden, der Stundenplan steht auch noch nicht fest. Die üblichen Sorgen scheinen zurzeit aber so klein. Denn dieses Schuljahr ist alles anders. Die Sorgen gelten anderen Dingen, denn fest steht, dass die Corona-Pandemie nicht vorbei ist. Für rund 450 Schüler der Conradin-Kreutzer-Schule startet der Unterricht ab der zweiten Klasse zur ersten Stunde um 7.55 Uhr. Alle Besucher der Schule und für Schüler ab der fünften Klasse besteht eine Maskenpflicht außerhalb der Klassenräume. Während des Schulunterrichts dürfen die Kinder die Maske abnehmen.

Land schickt Masken für das Schulpersonal

In der Conradin-Kreutzer-Schule Meßkirch ist Schulleiterin Gabriele Weiß seit Wochen damit beschäftigt, den Schulstart vorzubereiten. „Es ist so schon ein Aufwand zu Schuljahresbeginn und eine spannende Geschichte, bis alle an ihrem Platz sind. Jetzt kommt noch Corona obenauf“, sagt Weiß im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Die Schule wird von 450 Schülern besucht. Inzwischen seien auch die Masken für die Lehrkräfte und das übrige Schulpersonal eingetroffen. Die Masken würden bis Ende des Jahres reichen. Die Eltern müssen ihren Kindern auch an der Conradin-Kreutzer-Schule eine Maske mitgeben. „Das hat ja auch schon vor den Sommerferien geklappt“, sagt Weiß. Die Hygieneregeln würden weiterhin gelten, sagt Weiß.

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Die Pausenzeiten werden variiert

Im Lehrerkollegium habe man bereits abgesprochen, dass die Pausenzeiten auch weiter variieren, damit nicht zu viele Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof sind. Vorwiegend sollen die Schüler im Klassenverband zusammen bleiben. Das gilt auch für den Sport- und Schwimmunterricht.

Gabriele Weiß hat sich in den Sommerferien intensiv mit Coronaverordnungen beschäftigt.
Gabriele Weiß hat sich in den Sommerferien intensiv mit Coronaverordnungen beschäftigt. | Bild: Stefanie Lorenz

Schwimm- und Sportunterricht findet statt

Der Schwimmunterricht werde stattfinden, kündigt die Schulleiterin an. Allerdings werde er anders organisiert, um die Klassen nicht zu durchmischen. „Wir werden uns mit der Sportfachschaft zusammensetzen und noch einmal überlegen, wie der Unterricht ablaufen wird“, sagt Weiß. Schulleiterin Gabriele Weiß informiert sich jeden Tag über neue Verordnungen und überlegt dann, wie man diese an der Schule umsetzen kann. Deshalb sei sie in diesem Jahr schon stärker gefordert als in den Vorjahren. Wenn die Schule am Montag beginnt, werden alle Lehrkräfte zurückkommen.

Keine jahrgangsübergreifende Durchmischung

Am Martin-Heidegger-Gymnasium läuft es ähnlich ab. „Vor zwei Tagen haben wir drei große Kartons mit Masken erhalten“, sagt Schulleiter Tobias Andelfinger. Lehrer und Schulpersonal seien für die nächsten Monate versorgt, informiert er auf Anfrage des SÜDKURIER. Für Schüler gilt, dass die Eltern ihnen eine Maske mitgeben müssen. Der Sportunterricht könne unter Einhaltung der Abstandsregeln normal stattfinden, aber die Sportgeräte müssen desinfiziert werden. Auch am Gymnasium müssen die Lehrer darauf achten, dass die Klassen nicht durchmischt werden. Das gilt auch für die Pausen.

Fast alle Lehrer kommen an die Schule zurück

„Eine schwangere Kollegin darf keinen Schülerkontakt haben, ansonsten kehren alle Lehrer an die Schule zurück“, freut sich Andelfinger. Wichtig sei in seinen Augen, dass die Klassen untereinander keinen Kontakt haben und nicht durchmischt werden. Wenn sich ein Schüler doch mit dem Coronavirus infiziert, müsse nicht die ganze Schule geschlossen werden.

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Eltern müssen Gesundheitserklärung ausfüllen

Steffen Heyden, Rektor der Grafen-von-Zimmern-Realschule Meßkirch, freut sich zunächst, dass am Montag die 319 Schüler wieder zurückkommen werden. Die Schüler müssen – wie an allen anderen Schulen auch – die Gesundheitserklärung mitbringen, die ihnen in die Zeugnismappe vor den Ferien gelegt worden war. „Unklar ist, was passiert, wenn ein Kind die Bestätigung nicht mitbringt“, erläutert Heyden, denn klar ist auch, dass die Schule eine Aufsichtspflicht hat. Man hoffe, dass alle Eltern an die Erklärung denken.

Jede Klasse hat ihren Pausenbereich

Die Maskenpflicht an der Schule sei schon im letzten Schuljahr umgesetzt gewesen und die Eltern hätten ihren Kindern ausreichend Mund-Nasen-Bedeckungen mitgegeben, so der Schulleiter. „Das hat vielleicht bei zehn Schülern nicht geklappt. Da haben wir ausgeholfen“, sagt er. Wie die Kinder ihre Pause verbringen, ist von der Witterung abhängig. Auf dem großen Pausenhofgelände der Grafen-von-Zimmern-Realschule erhält jede Klasse ihren eigenen Bereich. So sollen die A-Klassen und B-Klassen je nach Wetter draußen oder drinnen sein. Im Sportunterricht würde man klassenübergreifend das Abstandsgebot einhalten.

Steffen Heyden, Schulrektor der Grafen-von-Zimmern-Realschule freut sich auf die Rückkehr der Schüler.
Steffen Heyden, Schulrektor der Grafen-von-Zimmern-Realschule freut sich auf die Rückkehr der Schüler.

Ein bisschen Bauchweh bleibt dann doch

„Man könnte meinen es herrscht wieder Normalität, aber es ist eine Normalität auf Verordnung“, sagt Heyden. Er habe ein wenig Bauchweh wegen seiner Kollegen, die für den Unterricht von Klasse zu Klasse gehen müssen und mit vielen Schülern in Kontakt kommen. Am Ende bleibt aber auch bei ihm die Hoffnung, dass sich keiner der Schüler mit dem Coronavirus infiziert oder infiziert hat. Bei allen drei Schulleitern überwiegt die Freude darüber, dass die Schüler am Montag wieder zurückkommen und das neue Schuljahr beginnt.

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