Einen Gewinn von 17 096 Euro zeichnet den Jahresabschluss des Eigenbetriebs Tourist-Information Uhldingen-Mühlhofen (TI) für das Jahr 2017 aus. Im Vorjahr war es noch ein Verlust von rund 20 000 Euro. Die Summe der Erträge beläuft sich auf rund 716 800 Euro, die Summe der Ausgaben auf rund 699 700 Euro. Der Gemeinderat beschloss, diesen Gewinn auf die neue Rechnung vorzutragen.

Einnahmen aus Kurtaxe und Fremdenverkehrsbeitrag

Nach wie vor werden die Einnahmen aus Tourismusabgaben, Kurtaxe und Fremdenverkehrsbeitrag zur Finanzierung der Tourist-Information benötigt. Dieser von der Gemeinde gegebene Zuschuss, auch Transferleistung genannt, belief sich auf rund 580 000 Euro.

„Dienstleistung muss bezahlt werden“

Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Kurtaxeaufkommen mit 475 582 Euro und dem Fremdenverkehrsbeitrag mit 196 463 Euro. „Dieser Zuschuss ist notwendig, weil die Einnahmequellen der Tourist-Information zu gering sind“, begründete Kämmerin Gabriele Bentele. Gemeinderat Martin Möcking (JB) machte darauf aufmerksam, dass man als Dienstleister im Tourismus keinen Gewinn machen könne. „Das Ergebnis war voraussehbar. Eine Dienstleistung muss bezahlt werden“, sagte er.

Leichtes Plus bei Übernachtungen

Wie Bentele informierte, wurde im Jahre 2017 ein leichtes Plus von 3,4 Prozent bei den Übernachtungszahlen registriert. „Unter Einbeziehung der pauschalen Kurtaxe bei den Zweitwohnungen, Dauercampern und Bootsliegeplätzen konnten 336 178 Übernachtungen verzeichnet werden“, sagte sie. Bei den Übernachtungen, die über die Meldescheine erfasst werden, habe man ein Plus von 8925 Übernachtungen und 3176 Ankünften gezählt.

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Die Marketingausgaben seien mit 33 622 Euro deutlich geringer als angesetzt gewesen, die Posten Einnahmen aus Verkauf und Provisionen seien deutlich gestiegen. Gabriele Bentele: „Dies ist auf das neue Gebäude und den Standort Parkplatz zum See zurückzuführen.“ Die Gästefrequenz habe dadurch deutlich gesteigert werden können, und auch das Angebot im Gästeservice, Bereich Ticketing und Shop sei durch die Tourist-Information ausgebaut worden.

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Das Veranstaltungsangebot sei 2017 erstmals mit dem Wegfall von Märkten leicht reduziert worden. Beim Hafenfest hätten die Einnahmen die Ausgaben nicht decken können. „Zurückzuführen ist dies auf die geringeren Einnahmen durch Eintrittsgelder. Hinzu kamen Kostensteigerungen bei Gema, Bauhof und Security“, so die Kämmerin. Die weiteren Großveranstaltungsposten wie Pfahlbaumarathon hätten mindestens kostendeckend ausgerichtet werden können.

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Die Umsatzerlöse umfassen Bentele zufolge größtenteils die Einnahmen aus dem Verkauf mit 19 561 Euro (Vorjahr 30 307 Euro), Hafenfest mit 27 544 Euro (17 193), Pfahlbau-Marathon 26 123 Euro (24 489), Gastgeberverzeichnis mit 21 790 Euro (29 932), WC-Gebühren der öffentlichen Toilette in der Tourist-Information 18 388 Euro und Märkte mit 8048 Euro (8920). Außerdem werde unter dieser Position die Tourismustransferzahlung der Gemeinde in Höhe von 580 000 Euro (447 500) erfasst.

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Der Materialaufwand setzt sich aus dem Wareneinkauf mit 15 496 Euro (4565 Euro), Hafenfest 33 571 Euro (31 404), Pfahlbau-Marathon 24 929 Euro (25 110), für Märkte 5067 Euro (6652) und Veranstaltungen allgemein mit 5969 Euro (7798) zusammen. Zudem seien die Ausgaben für das Gastgeberverzeichnis von 16 343 Euro (17 980) und die Kostenersätze an die Gemeinde (Verwaltungskostenbeitrag) mit 69 416 Euro (75 162) ausgewiesen, erläuterte die Kämmerin.

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