Lamm sprach von einem „sehr erfreulichen Ergebnis" und brachte den 2012 stattgefundenen Bürgerbeteiligungsprozess und die Workshops des Vorjahres in Erinnerung, aus denen der Planungsprozess auf den Weg gebracht worden sei. Für den Landschaftsarchitekten Johann Senner aus Überlingen stellte der intensive Beteiligungsprozess der Bürger das Wichtigste dar. Er zeigte sich überzeugt, dass das Bauvorhaben zu einem tatsächlichen Mehrwert für den Tourismus führen wird.

Über 332.000 Übernachtungen

Wolf sagte, dass das Projekt nicht nur positive Auswirkungen auf Touristen, sondern auch auf die Bevölkerung haben werde. Die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen sei dem Land in Sachen Tourismus "lieb und teuer". Der Förderbescheid über 475.000 Euro gehöre „durchaus zu den großen“ im Rahmen des TIP. Besonders beeindruckt zeigte sich Wolf von den nachhaltigen Erfolgen der Gemeinde bei der Verbesserung der touristischen Infrastruktur. „Sicherlich ist Uhldingen-Mühlhofen schon wegen seiner exzellenten Lage ein Besuchermagnet. Aber ohne den unermüdlichen Einsatz der Verantwortlichen vor Ort hätten im vergangenen Jahr nicht mehr als eine Millionen Tagesgäste die Gemeinde besucht.“ Dazu kämen noch einmal 332.292 Übernachtungen. Wolf: „Das ist schon eine Größe.“

1 Million Euro für ersten Abschnitt

Im Mai hatte der Gemeinderat die Verwaltung und die Planstatt Senner beauftragt, den im Haushalt angesetzten Kostenrahmen von 1 Million Euro für einen ersten Bauabschnitt möglichst einzuhalten. Etwaige Mehrausgaben nach Ausschreibungen sollen durch Einsparungen bei anderen Vorhaben im Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Des Weiteren hatte das Gremium beschlossen, für eine mögliche Neugestaltung des Naturstrands und des Spielplatzes im Rahmen eines zweiten Bauabschnittes im September einen Förderantrag zu stellen.

Dass die in die Jahre gekommenen Anlagen rund um die Hafenmauern ab Frühjahr 2019 deutlich attraktiver aussehen sollen, dafür hatten sich viele Bürger während zweier Workshops im Sommer 2017 ausgesprochen. Unter reger Beteiligung von Bürgern und Vereinen waren im Welterbesaal Ideen gesammelt und diskutiert worden, um den Hafenbereich dauerhaft attraktiv zu gestalten. Zahlreiche Einzelgespräche, etwa mit Gastronomen, Hafenmeistern, Anliegern, Fördermittelgebern und Behörden, waren geführt worden.

Ostmole ist als Erstes dran

Der erste Bauabschnitt umfasst die Neugestaltung der Ostmole, beginnend mit dem Molenkopf, und den Hafenbereich zur Seestraße. Hier sollen großzügige Sitz- und Liegedecks aus Holz aufgestellt werden. Wege und Plätze sollen verändert und zum Teil erneuert oder verlegt werden. Die gegenwärtigen drei Wege sollen auf zwei reduziert werden. Am Kronenplatz stellt sich Senner unter anderem modellierte Pflanz- und Raseninseln, Sitzflächen aus Holz und einen einheitlichen Platzbelag vor. Vor allem für Familien will man eine attraktive Fläche schaffen. Das Geländer soll ersetzt werden. An der Promenade soll ein längeres Holzdeck mit Sitzstufen angelegt werden; das sei ein Alleinstellungsmerkmal am Bodenseeufer, wie Senner erklärte. Geplant ist, das Gelände zum Hafen hin abzustufen und Sitzmauern aus Rorschacher Sandstein anzulegen. Ein Teil der Mauer soll erhalten werden.

Sandstein aus Rorschach

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte Senner dem Ratsgremium vorgesehene Materialien unter anderem für Wegebefestigungen, Geländer und Sitzgelegenheiten vorgestellt. Infrage kommen Farbasphalt, Natursteinpflaster und Mauersteine aus Rorschacher Sandstein sowie Holz für Sitz- und Liegedecks. Die Bürgervertreter begrüßten die Planung, legten aber großen Wert darauf, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Es wurde beschlossen, die vorgestellten Materialien für die Ausschreibung der Ufergestaltung zu verwenden.