Bernhard Halmer freut sich: „Zum Glück ist es heute trocken!“ Zusammen mit seinen Mitarbeitern ist der Gartenbauber aus Meßkirch im Uferpark aktiv. Der Wind hier ist zwar immer noch unangenehm, aber die Bedingungen sind besser als in den Vortagen. Da wurden für die große Pflanzaktion in dieser Woche Tausende von Blumen mit Lastwagen angeliefert. Mittlerweile stehen sie in ihren Töpfchen auf den Beeten, wo sie von vielen fleißigen Händen eingepflanzt werden.

Einem detaillierten Pflanzplan folgend, verteilen die Gärtner die Blumen an den richtigen Stellen. Im Laufe der Woche werden sie nach und nach eingepflanzt.
Einem detaillierten Pflanzplan folgend, verteilen die Gärtner die Blumen an den richtigen Stellen. Im Laufe der Woche werden sie nach und nach eingepflanzt. | Bild: Sabine Busse

Bernhard Halmer gehört zu den acht Fachleuten aus der Region, die die Wechselflore der Landesgartenschau (LGS) bepflanzen und pflegen. Im vergangenen Jahr haben sie sich abgesprochen, wer welche Sorten in seinen Gewächshäusern vorzieht. Jetzt kommt die so kultivierte „Frühjahrskollektion“ in die Erde zu den Stiefmütterchen, die hier schon den Winter verbracht haben. Auf der Liste stehen unter anderem Nelken, Ranunkeln, Anemonen, Violen, Goldlack und Elfenspiegel.

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Dem Ganzen liegt ein detaillierter Plan zugrunde, den die Gartenbauer bei der Arbeit wetterfest laminiert dabei haben und überprüfen, ob alles an den richtigen Platz kommt. Anfang Juni werden die Frühjahrsblüher gegen Sommerblumen ausgetauscht.

Goldlack gehört zu den dankbaren und robusten Frühjahrsblühern.
Goldlack gehört zu den dankbaren und robusten Frühjahrsblühern. | Bild: Sabine Busse

Im Eingangsbereich des Uferparks leuchtet es besonders bunt. Allerdings sind die Blumen an dem Hang noch nicht eingepflanzt und warten ohne die Töpfchen auf die fachkundigen Hände.

Diese Exemplare warten ohne ihre Töpfchen auf die fachkundigen Hände der Gartenbauer, die sie in die Erde bringen. Bis zur Eröffnung im April soll dann alles angewachsen sein.
Diese Exemplare warten ohne ihre Töpfchen auf die fachkundigen Hände der Gartenbauer, die sie in die Erde bringen. Bis zur Eröffnung im April soll dann alles angewachsen sein. | Bild: Sabine Busse

Auch in den Menzinger Gärten herrscht Betrieb, allerdings ist es hier wärmer, weil windgeschützter. In den mit Hecken umgebenen Arealen leuchten schon bunte Stiefmütterchen um die Wette. Daneben sprießen die Tulpen. Hier sind Gartenbauer aus Pfullendorf, Tuttlingen und Engen dabei, die restlichen Flächen zu bepflanzen.

Gute Laune trotz nicht gerade rückenschonender Arbeit haben diese Gartenbauer in den Menzinger Gärten.
Gute Laune trotz nicht gerade rückenschonender Arbeit haben diese Gartenbauer in den Menzinger Gärten. | Bild: Sabine Busse

Mittendrin baut Bernhard Frömter mit einer Kollegin wannenförmige Bottiche. „Das werden Hochbeete.“ Die Holzgefäße bestehen aus versetzt gestapelten Holzleisten, die nicht nur ansprechend aussehen, sondern auch für Schnecken ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Das sei, so Frömter weiter, neben der aufrechten Haltung bei der Gartenarbeit einer der größten Vorteile.

In den Menzinger Gärten wird zurzeit an allen Ecken gepflanzt und gebaut. Bernhard Frömter arbeitet an den Hochbeeten, die mit essbaren Pflanzen bestückt werden sollen.
In den Menzinger Gärten wird zurzeit an allen Ecken gepflanzt und gebaut. Bernhard Frömter arbeitet an den Hochbeeten, die mit essbaren Pflanzen bestückt werden sollen. | Bild: Sabine Busse

Noch ist es den Schnecken zu kalt. Petra Pintscher, Pressesprecherin der LGS, ist zuversichtlich, dass es den Blumen nicht ähnlich geht. „Die Pflanzen sind robust und eigentlich fürchten wir nichts, was den Pflanzen schaden könnte.“ Bis jetzt seien insgesamt mehr als 60.000 Pflanzen in die Erde gekommen, so Pintscher weiter, ein Drittel davon schon im Herbst.