Drei Viertel der Vermieter in Sipplingen haben sich bei einer Umfrage positiv gegenüber der Echt-Bodensee-Card (EBC) geäußert. Das erklärte Joyce van der Sman, Vorsitzende des Touristik-Fördervereins Sipplingen, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Das zeigt, dass unsere Vermieter mehrheitlich hinter der EBC stehen“, wertete Bürgermeister Oliver Gortat das Umfrageergebnis.

Rücklaufquote von 53 Prozent

Der Touristik-Förderverein hatte 85 Vermieter um eine Teilnahme an der Umfrage gebeten, 45 auswertbare Bögen kamen zurück. Die Rücklaufquote entsprach damit 53 Prozent. Für die EBC sprachen sich 35 Vermieter aus, das sind 78 Prozent. Acht Vermieter waren gegenüber der EBC negativ eingestellt. Silvia Fritz, Leiterin der Tourist-Info, erklärte dazu: „Eine davon hatte nur eine Vermietung in den vergangenen zwei Jahren und eine hatte den Betrieb im Jahr 2018 geschlossen.“ Zwei Vermieter, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, seien unschlüssig gewesen.

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Bei der Umfrage wollte der Verein wissen, wie das allgemeine Stimmungsbild der Gäste im Bezug auf die EBC ist. Weiter war gefragt worden, ob der Zeitaufwand für das Ausstellen der Karte und die Information rund um die EBC in einem guten Verhältnis zum Mehrwert für den Gast stehe. Und schließlich wurde die Frage gestellt: „Soll die Echt-Bodensee-Card für die Gäste in Sipplingen über 2019 hinaus weitergeführt werden?"

Sipplingen beschloss Teilnahme im September 2015

Mit der EBC-Thematik wird sich der Gemeinderat im Februar wieder beschäftigen. Darauf hatte sich das Gremium nach einer Diskussion um das Für und Wider der EBC im Mai geeinigt. Die Sipplinger Teilnahme war im Dezember 2015 beschlossen worden. Der Gemeinderat hatte sich explizit für die Finanzierung ausschließlich über die Kurtaxe ausgesprochen, was zwischenzeitlich durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Mannheim untersagt wurde. In Bezug auf die Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH könnte die Gemeinde eine Kündigung der Echt-Bodensee-Card mit einer Frist von sechs Monaten frühestens zum Jahresende 2019 vornehmen.