1200 Liter Fett in zwei Industriefritteusen haben sich am Dienstagnachmittag beim Fisch verarbeitenden Betrieb Erich Geiger entzündet. Nach Ausbruch des Brandes gegen 13.45 Uhr alarmierten Mitarbeiter des Betriebes die Feuerwehr. 78 Einsatzkräfte der Wehren aus Meersburg, Daisendorf, Uhldingen-Mühlhofen, Markdorf, und Salem rückten ins Meersburger Industriegebiet aus, um den Brand zu löschen. Außerdem waren zehn Einsatzkräfte der DRK Schnelleinsatzgruppen Meersburg, Immenstaad und Uhldingen sowie drei Polizisten, Kreisbrandmeister Henning Nöh und Meersburgs Bürgermeister Martin Brütsch vor Ort.

Mit Schaum brachten die Einsatzkräfte das Feuer schnell unter Kontrolle. Um 15.24 Uhr konnten sie schließlich "Feuer aus" vermelden. Jeweils in Zweier-Gruppen und mit Atemschutz gingen die Feuerwehrmänner anschließend in das Gebäude, um mögliche Brandnester zu entdecken und einen erneuten Feuerausbruch zu verhindern.
 

Wie die Feuerwehr mitteilt, konnten sich alle 40 Beschäftigten aus der Produktionshalle retten. Zwei Mitarbeiter des Betriebes mussten wegen des eingeatmeten Rauchs von Sanitätern behandelt werden, ein Feuerwehrmann hatte aufgrund der Belastungen Kreislaufprobleme.

Durch die enorme Hitze- und Rauchentwicklung habe auch das Gebäude Schaden davongetragen, heißt es von Seiten der Feuerwehr. Inwiefern sich das auf die Statik auswirke, müssten nun Sachverständige prüfen. Der Sachschaden, überwiegend Inventarschaden, wird auf 200 000 bis 400 000 Euro geschätzt. "Aufgrund der Größe und Weitläufigkeit des Gebäudes hätte das durchaus schlimmer ausfallen können", sagt Matthias Wochner, Pressesprecher der Feuerwehr Meersburg.

Auch Geschäftsführer Erich Geiger wirkte einigermaßen gefasst. "Es ist zum Glück nur ein Schaden", sagte er dem SÜDKURIER. "Das Wichtigste ist, dass alle rausgekommen sind, niemand verletzt wurde und die Sicherheitsmaßen gegriffen haben."

Wie es zum Ausbruch des Feuers kommen konnte, ist bislang noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat einen Brandsachverständigen mit der Erforschung der Brandursache beauftragt.