Die Freiwillige Feuerwehr musste am gestrigen Montagvormittag ausrücken, um eine Ölspur zu binden. Bereits in der Nacht vom Sonntag waren die Wehrleute wegen ausgelaufenen Fahrzeug-Öls gerufen worden. Doch hatte sich der Schaden in Grenzen gehalten. Die Spur war rund 50 Meter lang. Anders der Schadensfall von Montagvormittag. Hier galt es Hydraulik-Öl zu binden – und das auf einer Länge von 3,7 Kilometern.

Der fließende Verkehr hatte das ausgelaufene Hydrauliköl auf der Fahrbahn verteilt.
Der fließende Verkehr hatte das ausgelaufene Hydrauliköl auf der Fahrbahn verteilt. | Bild: Jörg Büsche

Ölspuren sind eine erhebliche Gefahr

Ein Müllfahrzeug war der Verursacher, so hieß es am Nachmittag beim Feuerwehr-Sprecher. Fünf Fahrzeuge mit 18 Einsatzkräften waren rund zwei Stunden und 15 Minuten damit beschäftigt, die vom Wirtshaus bis zum Lemon reichende Spur auf der Gehrenbergstraße, dem Weinsteig und der Zeppelinstraße mit Bindemittel zu „entschärfen“. Wie Martin Scheerer von der Markdorfer Feuerwehr erklärte, „stellen Ölspuren einen ganz erhebliche Gefahr dar – vor allem für Zweiradfahrer, aber auch für Kraftfahrzeuge, wenn das Öl in einem Kreisverkehr auftritt“.

Die Feuerwehrleute Dirk Schemberger und Jürgen Wieser fegen die Gehrenbergstraße.
Die Feuerwehrleute Dirk Schemberger und Jürgen Wieser fegen die Gehrenbergstraße. | Bild: Jörg Büsche

Ziel ist so viel Öl wie möglich zu binden

Da zwischen Austritt und Meldung der Spur bereits einige Zeit verging, waren zahlreiche Fahrzeuge über das Hydraulik-Öl gefahren und hatten es dadurch auf der Fahrbahndecke verteilt. Um so mehr Feuerwehrmänner mussten ausrücken, den Schaden mit Granulat und Besen einzudämmen. „Wir greifen dann an verschiedenen Punkten an“, erläuterte Scheerer das Vorgehen der Wehrleute. Deren Bestreben sei es, so viel Öl wie möglich zu binden. Neben der Sicherheit wird bezweckt, dass nichts davon ins Grundwasser gelangt.

3,7 Kilometer lang war die Spur des ausgelaufenen Hydraulik-Öls.
3,7 Kilometer lang war die Spur des ausgelaufenen Hydraulik-Öls. | Bild: Jörg Büsche

Sicht der Autofahrer beeinträchtigt

Das Gros der Autofahrer habe mit Verständnis reagiert, erklärte Scheerer. Es seien nur wenige Fahrzeuglenker gewesen, die durch ihr hektisches Anfahren das ohnehin schon mühselige Aufkehren des ölbindenden Granulats zu einem noch beschwerlicheren Geschäft machten. Eine braun-orange Staubwolke markierte den Verlauf des der Ölspur. Sie beeinträchtigte die Sicht der Autofahrer erheblich.

Schlechte Sicht auf der Zeppelinstraße, verursacht durch das ölbindende Granulat.
Schlechte Sicht auf der Zeppelinstraße, verursacht durch das ölbindende Granulat. | Bild: Jörg Büsche

Die Rechnung dürfte hoch werden

Laut Feuerwehr kommen Ölunfälle dieses Ausmaßes nur etwa alle halbe Jahre vor. Den Schaden tragen die Haftpflicht-Versicherungen. Die Rechnung für Material, Fahrzeug- und Mannschaftsstunden stellt die Stadt. Sie wird hoch werden.

Insgesamt 18 Einsatzkräfte und fünf Fahrzeuge waren am Montagvormittag im Einsatz gegen eine Ölspur.
Insgesamt 18 Einsatzkräfte und fünf Fahrzeuge waren am Montagvormittag im Einsatz gegen eine Ölspur. | Bild: Jörg Büsche