Die Stadt Markdorf möchte im kommenden Jahr im Süden der Stadt eine Fahrradstraße in Form einer Ost-West-Achse einrichten, quasi parallel zur Bahnlinie und unter Vermeidung der hauptsächlich vom motorisierten Verkehr genutzten Straßen. Voraussetzung dafür ist, dass sowohl das Landratsamt als zuständige Verkehrsbehörde als auch die Polizei den Plänen zustimmen. Das Vorhaben ist auf der Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, 9. November, als ein Aspekt des städtischen Radverkehrskonzeptes, über das das Gremium an diesem Abend in der Stadthalle beschließen soll.

Die an den Schießstattweg anschließende Eugenienstraße wäre der Mittelteil der Fahrradstraßenachse.
Die an den Schießstattweg anschließende Eugenienstraße wäre der Mittelteil der Fahrradstraßenachse. | Bild: Grupp, Helmar

Den Plänen der Stadtverwaltung und des von ihr beauftragten Kölner Büros VIA zufolge soll die Fahrradstraße von Osten her vom Schießstattweg über Eugenien- und Hahnstraße in die Grivitenstraße führen und an deren Ende in den westlichen Ortsausgang Richtung Bermatingen münden.

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Im Rathaus werden für die Umsetzung Kosten in Höhe von rund 50 000 Euro angesetzt. Die Fahrradstraße sei ausdrücklich als Alternative für Radfahrer zur B-33-Ortsdurchfahrt vorgesehen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Es müssten eine entsprechende Beschilderung angebracht, das Parken neu geordnet und Sicherheitstrennstreifen markiert werden.

Nicht nur Radfahrer, sondern auch die Anwohner sollen profitieren

Vor allem auch den Anwohnern im Schießstattweg würde dessen Ausweisung als Fahrradstraße zugute kommen, heißt es. Denn die enge Straße sei stark befahren und regelmäßig seien Radfahrer und Fußgänger durch ausweichende Autos im Begegnungsverkehr gefährdet. Die Autofahrer könnten als Ausweichroute die besser ausgebaute Eisenbahnstraße nutzen.

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Damit, so heißt es im Rathaus, würde man auch den langjährigen Beschwerden der Anwohner an der gesamten Achse Rechnung tragen, die sich über den seit Jahren zunehmenden Schleichverkehr der B-33-Ausweicher beschweren würden. Diesen Schleichverkehr wolle die Verwaltung den Anwohnern nicht länger zumuten.

Den westlichen Teil der Fahrradstraße würden Hahnstraße (im Bild) und Grivitenstraße bilden. Sollte der Rat sich dafür aussprechen und auch Landratsamt und Polizei zustimmen, könnten die vier Straßen für einen bevorrechtigten Radverkehr umgebaut werden.
Den westlichen Teil der Fahrradstraße würden Hahnstraße (im Bild) und Grivitenstraße bilden. Sollte der Rat sich dafür aussprechen und auch Landratsamt und Polizei zustimmen, könnten die vier Straßen für einen bevorrechtigten Radverkehr umgebaut werden. | Bild: Grupp, Helmar

Mit einer Ausweisung als Fahrradstraße wäre nur noch Anliegerverkehr zulässig und es würde ein Tempolimit von 30 gelten. Radfahrer hätten Vorrang vor dem motorisierten Verkehr. Eine erste Anfrage hat die Stadt beim Landratsamt bereits eingereicht. Der Gemeinderat soll am Dienstag entscheiden, ob das Vorhaben umgesetzt werden soll. Die Sitzung in der Stadthalle beginnt um 18 Uhr.