Deggenhausertal – Die Erweiterung des Kindergartens in Untersiggingen schreitet mit großen Schritten voran. Das erklärte Bürgermeister Fabian Meschenmoser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Er informierte auch über die Zuschüsse, die die Gemeinde für das 1-Million-Euro-Projekt erhält: "Aus dem Ausgleichstock bekommen wir 230 000 Euro, sodass wir für dieses Projekt Zuschüsse in Gesamthöhe von 354 000 Euro erhalten."

Der Anbau wird 1 Million Euro kosten, die Gemeinde erhält Zuschüsse von 354 000 Euro.
Der Anbau wird 1 Million Euro kosten, die Gemeinde erhält Zuschüsse von 354 000 Euro. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Der Gemeinderat vergab nun Arbeiten für weitere Gewerke. Die Malerarbeiten gingen für gut 11 000 Euro an die Firma Müller aus Horgenzell. Die Kostenberechnung in der Planung lag bei rund 13 500 Euro. Die Gipserarbeiten gehen für knapp 29 000 Euro (berechnet: 34 000) an die Firma Gartmann aus Deggenhausertal. Die Estricharbeiten sicherte sich das Unternehmen Müller aus Salem mit einem Angebot von 6500 Euro (16 700). Für die Ausschreibung für Türen und Zargen war nur ein Angebot eingegangen, sodass die Firma Kaiser aus Horgenzell für knapp 28 000 Euro (29 000) den Zuschlag erhielt. Für Lieferung und Montage des Sonnenschutzes wird die Firma Albert Sewerin aus Salem verantwortlich sein, Kostenpunkt hier sind rund 8700 Euro (15 000). Der Fußboden zum Angebotspreis von knapp 17 000 Euro (23 700) wird von der Firma Markus Haller aus Horgenzell verlegt.

Preise bleiben durchweg unter Kostenschätzung

Alle Firmen stammen aus der Region, die Angebotspreise liegen durchweg unter den Kostenschätzungen aus dem vergangenen Jahr, wie der Bürgermeister erklärte. Lediglich die Fliesenarbeiten konnten nicht vergeben werden, weil kein Unternehmen während der Auschreibungszeit ein Angebot abgegeben hatte. Diese Arbeiten müssen nun frei vergeben werden, erklärte Menschenmoser.

Rat stimmte 2017 für Erweiterung

Nach umfangreichen Diskussionen hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr entschieden, das Kinderhaus in Untersiggingen mit Krippe und Kindergarten zu erweitern. Die Verwaltung argumentierte, das Kinderhaus sei in den vergangenen Jahren durch kleinere Umbauten immer wieder aktualisiert worden, um den wechselnden Bedarfen gerecht zu werden. Insgesamt entspreche der Kindergarten jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Insbesondere durch die hohe Anzahl an Kindern, die in der Einrichtung mittagessen, sei mehr Platzbedarf notwendig. Die Erweiterung solle den Kindergartenstandort für die nächsten Jahre sichern.