Ehrlich gesagt, so richtig nach fasten, ist es mir nicht. Meinem Empfinden nach, haben wir doch schon ein ganzes Jahr hinter uns, wo wir sozusagen Fastenzeit leben und auf Vieles verzichten mussten und positiv gesehen, auch auf Manches verzichten durften. Ich muss gestehen, diese Coronazeit hat mir auch gezeigt, was ich in meinem Alltag alles nicht brauche, worauf ich sehr gut verzichten kann, auch wenn es vorher im „Normalbetrieb“ ganz selbstverständlich ist.

Fastenzeit in diesen Zeiten, die wir gerade erleben, ist dieses Jahr eher ein Fasten mit „40 Tage mehr“ mehr an Leben, an Freude, an Bewegung, an Natur genießen, den Menschen begegnen auf andere Weise und all das tun, was dazu beiträgt, dass wir weiterhin gut durch diese Zeit kommen. Und doch denke ich, dass diese Zeit, auch mit ihren Extremen, wie wir es gerade erleben vom Winterwunderland zum Frühlingserwachen und von Hohen zu niedrigen Inzidenzzahlen und umgekehrt uns immer wieder aufzeigt – ja es muss etwas neu und anders werden.

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Wandel der Natur als Sinnbild

Das Aufbrechen der Natur lädt uns ein, dass auch wir in uns nachspüren, was in uns neu werden will oder der Verwandlung bedarf. In meinem Fastenkalender „wandeln“ stand zum Einstieg in die Fastenzeit der Satz des US-amerikanischen Schriftstellers Henry Stanley Haskins: „Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“

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Wach werden für sich selbst

Die Einladung auf Spurensuche zu gehen, was in uns liegt, hat mir gefallen. Wach werden für sich selbst und auch für den, der mit mir auf dem Weg ist, damit wir das nach Außen tragen können und Wunder geschehen. Sollten die Wunder auch nur winzig, klein und unscheinbar sein, sie zu erkennen ist das Wichtige und sie tragen uns durch diese Zeit. Sie werden zum Angelpunkt, zum Schlüsselmoment oder eben zu dem Wunder, das den Alltag erhellt und Kraft gibt für den nächsten Tag und letztlich auch zu einer Begegnung werden kann mit unserem Gott, der in jedem von uns lebt.

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