Nach den Einschränkungen der Corona-Pandamie mit enorm rückläufigen Patientenzahlen finden die drei Krankenhausstandorte der SRH Kliniken GmbH Landkreis Sigmaringen wieder zum Alltagsbetrieb zurück.

Bürger machen sich Sorgen um Krankenhausstandort

Dennoch haben SÜDKURIER-Leser die Sorge, dass das Krankenhaus Pfullendorf zunehmend ins Hintertreffen gerät. Sie verweisen auf leere Stockwerke, nach Sigmaringen beordertes Pflegepersonal und die seit Jahren versprochene Abteilung für Altersmedizin lässt weiter auf sich warten.

„Fallzahlen wurden um 40 bis 50 Prozent reduziert“

Auf Anfrage des SÜDKURIER erklärt Michaela Zeeb, Referentin Kommunikation/Marketing der SRH-Kliniken GmbH Landkreis Sigmaringen, dass auch während der Corona-Krise das medizinische Leistungsangebot in allen Kliniken zu keinem Zeitpunkt verringert wurde, lediglich die Fallzahlen habe man deutlich reduziert. „Alle Kliniken haben ihre Fallzahlen in der Hochphase der Pandemie um 40 bis 50 Prozent reduziert“, erklärt Zeeb.

Fachpersonal aus allen Kliniken für Corona-Patientenversorgung

Dass Fachpersonal aus Pfullendorf nach Sigmaringen abgezogen wurde, bestätigt die Pressesprecherin, was der Bekämpfung der Corona-Pandemie geschuldet war. Bekanntlich wurden im Krankenhaus Sigmaringen alle Corona-Patienten des Landkreises zentral behandelt, und perspektivisch seien dort bis zu 20 Beatmungsplätze geplant gewesen. Zur Versorgung der Covid-19 Patienten mussten alle medizinischen Kräfte aus Sigmaringen sowie zum Teil auch aus Pfullendorf und Bad Saulgau zentriert werden.

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Ambulante Operationen in Pfullendorf

Im größten Klinikstandort in der Kreisstadt wurden auch für wenige Wochen die Notoperationen der Gefäßchirurgie durchgeführt, die bekanntlich am Pfullendorfer Standort angesiedelt ist. Am heimischen Gefäßzentrum sei der Betrieb, wenn auch mit deutlich reduzierter Fallzahl, fortgeführt worden. Und auch in der Inneren fanden nach Angaben der SRH-Sprecherin durchweg ambulante Operationen statt, gleichfalls in deutlich verringerter Häufigkeit.

„Ein OP wird wieder hochgefahren“

Ein klares Nein kommt von Manuela Zeeb auf die Frage, ob der Klinikbetrieb womöglich dauerhaft eingeschränkt wird: „Mittlerweile wird wieder ein OP in Pfullendorf gefahren und alle Kliniken werden wieder zunehmend elektive Eingriffe und Prozeduren durchführen.“

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Für vakante Personalstellen gibt es Vertretungen

„Selbstverständlich werden sowohl Ärzte wie Pflegekräfte in Krankheitsfällen vertreten“, versichert die Kliniksprecherin auf die Frage, ob am Klinikum Pfullendorf vakante Arztstellen nicht besetzt wurden beziehungsweise werden. Dies hatten mehrere SÜDKURIER-Leser mit Verweis auf eine konkrete Personalie berichtete.

Abteilung für Altersmedizin lässt weiter auf sich warten

Auf die Frage, wie es um altersmedizinische Abteilung im Krankenhaus Pfullendorf stehe, erklärt die Pressesprecherin: „Es ist weiterhin langfristiges Ziel eine Geriatrie in den Kliniken Landkreis Sigmaringen aufzubauen.“ Seit Jahren postuliert die SRH-Geschäftsführung dieses Projekt, wobei man sich auf einem guten Weg wähnte. Im Dezember 2018 wurde der Gerontologe Dr. Silviu Saru als Leiter vorgestellt, und im vergangenen Jahr erfolgte ein Probebetrieb. Völlig überraschend wurde zu Jahresbeginn bekannt, dass der designierte Altersmedizinchef Saru die SRH verlässt. Dies wurde im Februar öffentlich, als die SRH-Holding auch darüber informierte, dass Geschäftsführerin Melanie Zeitler-Dauner ihren Job aufgibt.

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