Er hangelt sich mit viel Kraft an Seilen entlang und schwingt sich gekonnt von Hindernis zu Hindernis. Meistert mit sicherer Balance die schwebenden Tritte und auch Sprünge sind für ihn kein Problem. Julian Rieger ist ein Kämpfer, ein waschechter „Ninja Warrior“. Mit seiner Griff- und Schrittfestigkeit, Körper- und Sprungkraft hat es der 13-jährige Schüler aus Ruschweiler ins Fernsehen geschafft: Julian kämpfte sich in der Fernseh-Show „Ninja Warrior Germany Kids“ über den anspruchsvollen Parcours. Alle Zuschauer können mitfiebern, wenn sein Auftritt am Freitag, 20. November, um 19.40 Uhr bei Super RTL zu sehen sein wird.

Imposantes Übungs-Gerüst im Ruschweiler Vorgarten

Das Haus der Familie Rieger liegt mitten im beschaulichen Ruschweiler. Doch schon die Fassade verrät, dass hier ein echter Kämpfer zuhause sein muss, hat doch Vater Martin Rieger mit seinem Sohn ein imposantes Ninja-Übungs-Gerüst im Vorgarten angebaut. Ringe, Seile, Kletterelemente reihen sich aneinander. Ein Schild verrät, dass dieser Parcours für „Ninja Warrior Kids“ geschaffen wurde. „Es hat mir großen Spaß gemacht, das Gerüst zu bauen. Ich habe die Holzbalken geschliffen und lackiert“, erzählt Julian Rieger von der gemeinsamen Arbeit mit seinem Papa.

Strahlender „Ninja Warrior“: Julian Rieger wurde gemeinsam mit 63 Mitstreitern aus mehr als 1200 Bewerbern ausgewählt.
Strahlender „Ninja Warrior“: Julian Rieger wurde gemeinsam mit 63 Mitstreitern aus mehr als 1200 Bewerbern ausgewählt. | Bild: TVNOW / Markus Hertrich

Dirt-Biken mit dem Fahrrad und Bouldern – das Klettern an Felsblöcken oder an künstlichen Kletterwänden – sind schon lange seine Hobbys. Vor einiger Zeit sprang bei Julian auch der Funke für den so genannten „Ninja Sport“ über, wie er von Erwachsenen auch bei der Fernseh-Sendung „Ninja Warriors“ betrieben wird. Wer bei den „Warriors“, den Kämpfern, an Kriege, Schlachten oder gar Schießereien denkt, liegt vollkommen falsch. Einziger Gegner dieser Art von Kriegern ist ein schwierig zu meisternder Parours, der aus verschiedenen Hangel- und Balance-Elementen besteht.

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Bislang war dieser in Deutschland Sportlern ab 18 Jahren vorbehalten, während es in den USA schon länger die „Ninja Warrior Kids“ gibt, die sich bei verschiedenen Läufen messen. Das hat Super RTL jetzt geändert: Der aus „Ninja Warrior Germany“ bekannte Parcours wurde an die jungen Altersgruppen angepasst, etwa mit kürzeren Abständen oder zusätzlichen Griffen an der Wand.

Jetzt ist Kraft gefragt: Julian Rieger auf dem Parcours.
Jetzt ist Kraft gefragt: Julian Rieger auf dem Parcours. | Bild: TVNOW / Markus Hertrich

„Der Spaß an den Hindernissen und die Herausforderung für die Kids, diese zu meistern, stehen dabei im Vordergrund“, schildert der Sender selbst, dass es nicht um einen harten Wettkampf gegeneinander gehen soll, sondern die Freude an der Bewältigung der Hindernisse im Vordergrund stehen soll. Und so erzählt Julian mit strahlenden Augen von Fünfsprung, Drehstange mit Cargonetz, schwebenden Tritten, zum Radsprung über den Einraster bis zur über vier Meter hohen Wand. „Ich war so konzentriert, dass ich während des Laufs kaum etwas vom Drumherum mitbekommen habe“, schildert er. Es könne wenig passieren, im schlimmsten Fall falle man ins Wasserbecken, erläutert Julian.

Julian Rieger mit seiner Schwester Lenja beim Üben zuhause auf dem selbst gebauten Ninja-Gerüst in Ruschweiler.
Julian Rieger mit seiner Schwester Lenja beim Üben zuhause auf dem selbst gebauten Ninja-Gerüst in Ruschweiler. | Bild: Stefanie Lorenz

Die Läufe werden von den Moderatoren Jan Köppen und Frank Buschmann kommentiert. Direkt im Geschehen ist die neue Feld-Reporterin Julia Beautx. Die bekannte Influencerin interviewt die Kids, feuert sie an, gratuliert oder hält auch mal tröstend ein Handtuch bereit. Mehr als 1200 Bewerber gab es für die Show. „Nur 64 waren tatsächlich dabei“, berichtet Martin Rieger. Gemeinsam mit Ehefrau Regine und Tochter Lenja hat er das Projekt „Ninja Warrior“ seines Sohnes immer unterstützt – vom Bewerbungsvideo bis hin zu den Dreharbeiten in den Kölner MMC Studios. Diese fanden in den Pfingstferien statt. „Es galten strenge Corona-Vorschriften, wir mussten Tests machen, täglich wurde Fieber gemessen“, schildert Julian.

Gegner kamen unter anderem aus Waiblingen und Leipzig

In zwei Altersgruppen fanden die Wettbewerbe statt: für Kinder von zehn bis elf Jahren sowie von zwölf bis 13 Jahren. Acht sportliche „Warriors“ traten in Julians Gruppe an, vier kämpften sich ins Halb- und am Ende zwei Teilnehmer ins Finale. Die Gegner des Ruschweiler Teilnehmer kamen unter anderem aus Erlangen, Waiblingen, Sonthofen und Leipzig.

„Mr. Bizeps Junior“ tritt gegen „den Dirtbiker“ an

Sie trugen so klangvolle „Warrior“-Namen wie „Ana Boulder“ (sie klettert ganz vorne in der Zweiten Boulder-Bundesliga mit) und „Mr. Bizeps Junior“. Julian trat als „der Dirtbiker“ an. „Das war für mich das Schönste: die tolle Gemeinschaft in unserer Gruppe. Mit vielen habe ich noch Kontakt“, sagt der 13-Jährige. Super fand er auch, dass erwachsene „Ninja Warrior“-Athleten den Nachwuchs mit ihrem Fachwissen unterstützten. „Meine Vorbilder sind Sladjan „Sladi“ Djulabic und Benni Grams“, verrät Julian.

Eltern unterstützen das athletische Hobby

Dem Ninja-Sport bleibt der Ruschweiler treu – in Waiblingen, Ulm und Kirchheim besucht er Boulder- und Ninja-Sporthallen. Griffstärke und Körperkraft hat ihm der Sport unter anderem gebracht, erzählt er. „Ein sinnvolles, athletisches Hobby“, finden seine Eltern. Wie er bei den „Ninja Warrior Germany Kids“ abgeschnitten hat, wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Das können Zuschauer am Freitag, 20. November, um 19.40 Uhr, bei Super RTL oder im Stream bei TVNOW anschauen.

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