Ausschlaggebend für die ersten Fusionsgedanken 1974 ist das Drängen der zentralen Genossenschaftsverbände, wie der ehemalige Volksbank-Direktor Hubert Zink in der Festschrift erinnert. Die Verbände schließen sich bereits 1971 zu einem einheitlichen deutschen Genossenschaftsverband Raiffeisen-Schulze-Delitzsch zusammen.

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Im badischen Landesteil bildet sich der Badische Genossenschaftsverband. Damit haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken erstmals einen gemeinsamen Verband und auch eine gemeinsame Zentralbank. Dem Verband liegt daran, auf örtlicher Ebene den Zusammenschluss der Volksbanken und Raiffeisenbanken voranzutreiben, damit in Bezirken und Städten eine einzige, leistungsstarke Genossenschaftsbank entsteht.

Der markante Bau der Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank wurde 1995 zuletzt erweitert. Er fügt sich in die historischen Gebäude ein und prägt mit ihnen die Meßkircher Innenstadt.
Der markante Bau der Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank wurde 1995 zuletzt erweitert. Er fügt sich in die historischen Gebäude ein und prägt mit ihnen die Meßkircher Innenstadt. | Bild: Michelberger, Isabell

1974, im 50. Jubiläumsjahr der Spar- und Kreditbank, bestehen erste Fusionsmöglichkeiten, doch die Gespräche verlaufen im Sande. 1978 drängt der Verband die Volksbank, mit der Spar- und Kreditbank offizielle Fusionsverhandlungen aufzunehmen. Auf der Seite der Volksbank widersetzt sich jedoch der damalige Vorstand Uwe Schlierer diesen Bestrebungen. Eine Abstimmung innerhalb der Mitglieder der Volksbank im Jahr 1979 scheitert, da die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit von Ja-Stimmen nicht erreicht wird. Auf der Seite der Spar- und Kreditbank gibt es ebenfalls Vorbehalte, denn das Kreditinstitut mit der größeren Bilanzsumme möchte sich nicht von der „kleineren“ Bank vereinnahmen lassen.

Neben den Vorständen der Banken waren auch die jeweiligen Aufsichtsräte in der Pflicht. Von links: Heinz Braun, Hermann Kränkel, Rudolf Harzmann, Anton Sigwart, Josef Fritz und Heinz Frick.
Neben den Vorständen der Banken waren auch die jeweiligen Aufsichtsräte in der Pflicht. Von links: Heinz Braun, Hermann Kränkel, Rudolf Harzmann, Anton Sigwart, Josef Fritz und Heinz Frick. | Bild: Volksbank Meßkirch

Erst 1986 bringt ein Verbandsprüfer die Fusionsfrage wieder ins Gespräch. Sachliche sowie zukunftsperspektivische Gründe führen letztendlich zum Zusammenschluss am 30. Juni 1987 unter der Bezeichnung Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank. Für die Volksbank unterschreiben die beiden Direktoren Hubert Zink und Werner Mark, für die Spar- und Kreditbank Direktor Sigmar Ott.

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