Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen war der 28-jährige Asylbewerber anlässlich eines Gesprächs wegen einer abgelehnten Arbeitserlaubnis in Rage geraten, informieren die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Polizei Ravensburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Mann begann in den Räumlichkeiten des Ausländeramts zu randalieren, woraufhin die Polizei verständigt wurde. Als die Streifenbesatzung eintraf, war der Asylbewerber immer noch in Rage, hatte die Räumlichkeiten der Ausländerbehörde aber schon verlassen und befand sich im Foyer des Gebäudes.

Mann hält Mitarbeiterin Küchenmesser an den Hals

Als ihn die Polizisten aufforderten, stehen zu bleiben, packte der Mann unvermittelt eine in seiner Nähe stehende Mitarbeiterin der Zulassungsstelle, nahm sie in den Schwitzkasten und hielt ihr ein mitgeführtes Küchenmesser an den Hals, das er zuvor aus seinem Rucksack geholt hatte. Die mehrfache Aufforderung der Polizei, die Frau loszulassen und das Messer wegzulegen, ignorierte er. Deswegen griffen die Gesetzeshüter zu. Sie überwältigten den Mann mit Pfefferspray. Die Mitarbeiterin wurde nicht verletzt, der Überwältigte ärztlich versorgt. Von Kratzern abgesehen endete der Einsatz auch für die beiden Polizisten ohne Verletzungen.

Täter ist für aggressives Auftreten bekannt

Bei dem Täter handelt es sich um einen abgelehnten Asylbewerber aus Nigeria. Auf Weisung des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurde die Erwerbstätigkeit verboten, da er bei der Identitätsklärung nicht ausreichend mitwirkte. „Dies hatte bereits in der Vergangenheit zu aggressiven Vorsprachen in der Ausländerbehörde geführt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hechingen und des Polizeipräsidiums Ravensburg.

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Landrätin ist tief betroffen

Aufgrund des Vorfalls war das Landratsamt für den Bürgerbetrieb für zwei Tage geschlossen worden. Landrätin Stefanie Bürkle zeigte sich von den Geschehnissen tief betroffen: „Dass Mitarbeiter von uns im Dienst bedroht werden ist zutiefst schockierend. Zum Glück haben alle Anwesenden sofort, besonnen und richtig reagiert, sodass Schlimmeres verhindert werden konnte. Ich bin der Polizei und dem Team der Notfallseelsorge dankbar für deren überlegte Intervention und Unterstützung.“

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