Unbedingt sportlich muss man nicht sein, wenn man die Radtouren des SÜDKURIER nachfahren möchte. Im Vordergrund steht das entspannte Radeln und da ist es nicht nötig, dass man ständig auf den Geschwindigkeitsmesser schaut. Diesmal starten wird im Tiefental in Pfullendorf. Dort befinden sich die Geberit-Arena und ein Parkplatz, wo man das Auto kostenlos abstellen kann, wenn man das Fahrrad mitbringt. Dieser Startpunkt ist ganz bewusst ausgewählt. Denn die Tour endet auch hier. Und falls Kinder mit unterwegs waren, dann freuen die sich bestimmt auf den super Spielplatz, den man vom Parkplatz aus schon durch die Bäume sehen kann.

Bild: SK

Keine Sorge! Die Steigung ist längst nicht so schlimm, wie sie aussieht

Los geht es in Richtung Kasernenstraße und auf dieser einige Meter in Richtung Innenstadt, bevor wir links abbiegen auf den Jakobsweg. An der Stadthalle und dem Staufer-Gymnasium vorbei geht es jetzt in Richtung Großstadelhofen. Keine Sorge! Die Steigung ist längst nicht so schlimm, wie sie aussieht und für Pedelec-Fahrer sowieso kein Problem. Schon bald beginnt links das Kasernengelände. Die Hinweisschilder auf militärisches Sperrgebiet hängen nicht zum Spaß da. Auch da, wo es keinen Zaun gibt, ist das Betreten verboten.

Die Kapelle in Wattenreute ist ein echtes Schmuckstück und sollte unbedingt besichtigt werden.Sie ist tagsüber geöffnet und man kann die Plastiken von Florian, Josef, Rochus, Georg und Martin (wohl alle um 1700), sowie Sebastian und Stephanus (beide Spätgotik) bewundern.
Die Kapelle in Wattenreute ist ein echtes Schmuckstück und sollte unbedingt besichtigt werden.Sie ist tagsüber geöffnet und man kann die Plastiken von Florian, Josef, Rochus, Georg und Martin (wohl alle um 1700), sowie Sebastian und Stephanus (beide Spätgotik) bewundern. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Nachdem wir rechts einen Blick auf den Tower beim Flugplatz geworfen haben geht es geradeaus auf geteerter Straße und dann hinunter nach Großstadelhofen. Bitte das Tempo drosseln, am Ende muss man scharf links abbiegen und die Übersichtlichkeit ist nicht gut. Nun sind wir auf der St.-Martin-Straße und können die Martinskapelle sehen, die 1482 erbaut und 1967 renoviert wurde. Bald heißt es rechts abbiegen in die Schlossbühlstraße. Es soll hier mal eine Burg gegeben haben. Es könnte sich dabei um eine frühmittelalterliche Ringwallanlage, als Burg Großstadelhofen bezeichnet, handeln. Bei ihr soll es sich der Sage nach um die Burg der Hildegard vom Linzgau (758 bis 783), der Frau Kaiser Karls des Großen, handeln. Sie wird deshalb auch „Hildegardisburg“ genannt.

Blick auf die Bisons

Bald nach dem Ortsende gibt es links und rechts der Straße Holunderplantagen. Blüten und Früchte werden zu Sirup und Saft verarbeitet. An der Wegkreuzung fahren wir nicht in Richtung Furtmühle, sondern nehmen den Anstieg in Richtung Kleinstadelhofen, wo wir dann gleich rechts auf den Rad- und Gehweg einbiegen. Am Ortsende müssen wir auf die Straße ausweichen. Beim Bison-Hof der Familie Lojdl auf die andere Straßenseite wechseln und vor der Kreuzung links abbiegen auf den Radweg. Links oben auf der Anhöhe grasen dann schon die mächtigen Bisons.

Wer auf die Idee kommen sollte, über den Zaun zu steigen und sich den Tieren aus den Wildwestfilmen zu nähern, der sei gewarnt. Das ist strengstens untersagt und auch gefährlich. Da radeln wird doch lieber gemütlich hinunter in Richtung Andelsbachtal. Der Radweg ist sehr schön und auch noch „absturzsicher“ durch ein Holzgeländer. Im Tal angekommen geht es links auf dem Radweg nach Denkingen und nach dem Obststand links in die Bachstraße. Rechts plätschert der Andelsbach und vor uns liegt das Sportheim des SV Denkingen, wo es auch direkt am Weg einen Spielplatz gibt.

Wunderschöne Bienenweide

Nun geht es in Richtung Sylvenstal vorbei an einer wunderschönen Bienenweide mit Korn- und Sonnenblumen. In dem kleinen Weiler biegen wir rechts ab und können beim Eierhäusle einen Blick auf glückliche Hühner werfen, die hier die so beliebten „Sylvenstaler Genusseier“ legen. In Richtung Pfullendorf machen wir vor dem Kreisel halt, um das Wegkreuz anzuschauen, das Familie Nusser aus Sylvenstal gehört und auch von ihr gepflegt wird. Wir überqueren die Straße und sind wieder auf dem Radweg.

Wegkreuze sind aus der Region nicht wegzudenken. Ein besonders schönes Stück steht am neuen Kreisverkehr zwischen Pfullendorf und Denkingen. Hier kann man sein Rad abstellen und auf dem Bänkle ein paar Minuten ausruhen.
Wegkreuze sind aus der Region nicht wegzudenken. Ein besonders schönes Stück steht am neuen Kreisverkehr zwischen Pfullendorf und Denkingen. Hier kann man sein Rad abstellen und auf dem Bänkle ein paar Minuten ausruhen. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Nach dem Wald biegen wir links ab und fahren an der wunderschönen Kleingartenanlage entlang bis zur Straße. Diese überqueren wir und dann geht es auf dem Radweg nach Wattenreute. Am Ortsschild biegen wir rechts ab und folgen der Straße bis zur denkmalgeschützten Kapelle. Sie ist dem heiligen Florian geweiht, wurde 1718 erbaut und 1932 renoviert. Sie ist tagsüber geöffnet und man kann die Plastiken von Florian, Josef, Rochus, Georg und Martin (wohl alle um 1700), sowie Sebastian und Stephanus (beide Spätgotik) bewundern.

Mit etwas Glück: Dromedare

Auf den Weiden in Richtung Krähenried kann man manchmal Dromedare entdecken, die hier gezüchtet werden. Endspurt: Gegenüber der Kapelle folgen wir der Straße auf die Anhöhe in Richtung Wald. Der Hochbehälter links kann bestiegen werden und man hat von dort einen herrlichen Ausblick in den Linzgau. Nach einigen Metern mündet der geteerte Weg in einen Waldweg, der aber sehr gut befahrbar ist. Entlang am militärischen Sperrgebiet der Staufer-Kaserne geht es in Richtung Tiefental. Wir befinden uns im Waldgebiet Fuchshalden und halten uns an der Gabelung links. Es geht vorbei an den Sportanlagen wieder zum Startpunkt. Jetzt heißt es, das Vesper auspacken. Hier gibt es Tische und Bänke, wo man sich hinsetzen kann. Das Stadion-Restaurant ist direkt daneben.

Radelnde Familien wird man immer wieder unterwegs treffen. Das Wegenetz bietet da viele Möglichkeiten.
Radelnde Familien wird man immer wieder unterwegs treffen. Das Wegenetz bietet da viele Möglichkeiten. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

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