Beim Landratsamt Sigmaringen steht ein Personalwechsel an. Ab März wird Klaus Bissinger die Nachfolge von Alois Willburger als Leiter des Fachbereichs Veterinärdienst und Verbraucherschutz antreten.

Wie das Landratsamt mitteilt, wurde Veterinärdirektor Alois Willburger nach 37 Berufsjahren in den Ruhestand verabschiedet. Seinen beruflichen Werdegang hatte er als Tierarzt in mehreren Praxen begonnen und wechselte schließlich 1983 im Landesdienst zum Landkreis Sigmaringen. Im Landratsamt war er als Amtstierarzt, Sachgebietsleiter und ab 2002 als Fachbereichsleiter tätig. Mit der Sonderbehördeneingliederung im Jahre 1995 wurde das damals kleine Veterinäramt und die Fleischbeschau von allen 25 Gemeinden und der zwei Schlachthöfe Mengen und Bad Saulgau ins Landratsamt eingegliedert. Im Jahr 2005 kam die gesamte Lebensmittelüberwachung des ehemaligen Wirtschaftskontrolldienstes der Polizeidirektion Sigmaringen dazu. Willburger sei stolz darauf, über 15 Jahre hinweg Leiter dieses so gewachsenen Fachbereichs gewesen zu sein.

In den Ruhestand geht: Alois Willburger
In den Ruhestand geht: Alois Willburger | Bild: Tobias Kolbeck

Der künftige Fachbereichsleiter Klaus Bissinger arbeitet seit August 2015 als Amtstierarzt im Landkreis Sigmaringen, seit November 2015 ist er stellvertretender Fachbereichsleiter. Er ist Fachtierarzt für Geflügel und hat vorher in der Nutztierpraxis, beim Tiergesundheitsdienst der Tierseuchenkasse, sowie in der Tierimpfstoff- und der Veterinärpharmazeutischen Industrie gearbeitet. Seit Juni vergangenen Jahres ist er abgeordnet an das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart und kehrt zum 1. März zurück in den Landkreis.

Zu den Aufgaben des Fachbereichs in der Außenstelle des Landratsamtes in der Gorheimer Allee zählt die Lebensmittelüberwachung und die veterinärrechtliche Überwachung der Tierhaltungen im Landkreis. Die knapp 30 Mitarbeiter, zu denen Tierärzte, Lebensmittel- und Veterinärhygienekontrolleure, amtliche Fachassistenten und Verwaltungsfachkräfte gehören, hätten ein weitgefächertes Aufgabenspektrum. Im Bereich der Lebensmittelüberwachung stehe der Verbraucherschutz im Vordergrund. Dieser würde durch die Überwachung und Beratung von Lebensmittelgeschäften, Metzgereien, Gaststätten, Bäckereien sowie des Schlachthofs in Mengen gewährleistet. Es soll die Übertragung von lebensmittelbedingter Krankheitserreger wie Salmonellen und Infektionen, die durch eventuell unzureichende Hygiene bei der Produktion und Zubereitung verursacht werden, minimieren.

Die veterinärrechtliche Überwachung habe mit den Bereichen Tierschutz und Tiergesundheit vielfältige Aufgaben. So würde die artgerechte Tierhaltung in Nutztierhaltungen und in privaten Tierhaltungen überprüft, Tierhalter entsprechend beraten. Auch die Schlachtung von Nutztieren würde überwacht. Für die Gesunderhaltung der Tierbestände sei insbesondere die Tierseuchenprävention und -bekämpfung wichtig. Dies betreffe sowohl die Landwirtschaft als auch die Haustiere, da Krankheiten wie afrikanische Schweinepest, Vogelgrippe oder Tollwut nicht nur die Haus- und Wildtiere bedrohen, sondern Tollwut auch auf den Menschen übertragen werden könne.