Für die Meersburg Therme ist die Corona-bedingte Pause noch nicht zu Ende. Für das dazugehörige Frei- und Strandbad dagegen schon. Es öffnet seine Tore am morgigen Mittwoch, 10. Juni, wieder für Besucher. Doch der Saisonstart fällt anders aus als in den Jahren zuvor. Zum einen öffnet es als reines Strandbad, die Schwimmbecken bleiben geschlossen, zum anderen sind verschiedene Verhaltensregeln und -Empfehlungen zu beachten.

  • Öffnungszeiten und Preise: Geöffnet ist das Strandbad von Montag bis Sonntag jeweils von 10 bis 20 Uhr. Die Meersburg Therme behält sich laut einer Mitteilung vor, das Strandbad an Schlechtwettertagen bereits um 17.30 Uhr zu schließen beziehungsweise das Strandbad an einzelnen Tagen nicht zu öffnen. Der Eintrittspreis beträgt 3 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder bis 15 Jahre für eine Tageskarte. Saisonkarten gibt es nicht. Ab 17.30 Uhr gilt ein Feierabendtarif von 2 Euro (Erwachsene) und 2 Euro (Kinder). Nach Angaben von Fabian Dalmer, Geschäftsführer der Meersburg Therme, wurden die Preise damit reduziert. Von 4,80 auf 3 Euro für die Tageskarte für Erwachsene. Die reduzierten Preise gelten für das Strandbadmodell. Laut der Corona-Verordnung dürfen gleichzeitig bis zu 700 Personen im Strandbad sein, „wo wir sonst in einem Starklastenjahr bei fast dem Dreifachen liegen“, sagt Fabian Dalmer. Der Geschäftsführer berichtet von Spitzentagen mit insgesamt zwischen 2500 und 3000 Besuchern. Doch das Jahr 2020 wird anders – auch mit den geschlossenen Schwimmbecken. Deprimiert ist Dalmer deswegen nach eigenen Angaben allerdings nicht. Er erklärt: „Das Strandbad hat so eine schöne Qualität. Mir tut es eher weh, das Gelände jetzt nicht zu öffnen. Ich freue mich darauf, wenn die Gäste das als Strandbad nutzen können. Und das überwiegt vor der Entscheidung, die Becken zu zu lassen.“
  • Tickets über das Internet: Damit das Besucheraufkommen etwas entzerrt werden kann, werden die Eintrittstickets ausschließlich über den Onlineshop vertrieben, teilt die Meersburg Therme mit. Jedes Eintrittsticket ist an einen bestimmten Tag und eine bestimmte Einlasszeit gebunden. Folgende Einlass-Zeitfenster stehen zur Verfügung: ab 10 Uhr, 11 Uhr und 12 Uhr. Die Ticketanzahl pro Zeitfenster ist begrenzt und Karten können maximal zwei Tage im Voraus gekauft werden. Die Onlinetickets sind von Umbuchungen, Umtausch sowie Auszahlung ausgeschlossen. Die Feierabendtickets ab 17.30 Uhr können nur vor Ort erworben werden. Zu dieser Zeit können die Mitarbeiter einschätzen, wie viele Personen aktuell auf dem Gelände sind und entsprechend Gäste reinlassen. „Die Herausforderung ist, Menschenansammlungen zu vermeiden“, sagt Geschäftsführer Fabian Dalmer. Dies will man mit den Onlinetickets und dem gestaffelten Einlass erreichen. Erhältlich sind sie im Internet unter der Adresse: http://www.meersburg-therme.de/http://strandbad
So voll wird es dieses Jahr im Strandbad in Meersburg nicht. Die Corona-Verordnung erlaubt nur bis zu 700 Besucher gleichzeitig.
So voll wird es dieses Jahr im Strandbad in Meersburg nicht. Die Corona-Verordnung erlaubt nur bis zu 700 Besucher gleichzeitig. | Bild: Achim Mende
  • So sieht der Besuch aus: Fabian Dalmer erklärt, dass ein Einwegeprinzip besteht: Die Badegäste gelangen über den Eingangsbereich ins Strandbad und kommen nur über das Drehkreuz raus. Geöffnet werden der Seezugang mit dem Sprungturm sowie die Liegewiese des Frei- und Strandbades inklusive Beachvolleyballfeld. Der See und Sprungturm werden von Aufsichtspersonen der Meersburg Therme überwacht. Alle Schwimmbecken bleiben vorerst geschlossen. Und: „Es werden keine Räumlichkeiten wie Duschen und Umkleiden im Innenbereich zur Verfügung gestellt, weil da auch eine Limitierung drin ist“, so Dalmer. Ferner hätte wie bei den Becken ein hoher Bedarf an Aufsichtspersonal bestanden. Nutzen können die Besucher Außenduschen, Toiletten und Umkleidehäuschen. Letztere befinden sich direkt auf der Liegewiese. Im Gastronomie-Bereich wird ein reduzierter Take-away-Service angeboten, Sitzplätze zum Verzehr der Speisen gibt es jedoch nicht. Der Betrieb ist dazu verpflichtet, die Daten der Gäste für den Fall einer Corona-Infizierung zu erfassen. Zudem wird darum gebeten, „im Eingangsbereich sowie in der Gastronomie und in den Toiletten Masken zu tragen“. Fabian Dalmer hofft mit Blick auf die Einschränkungen und Verhaltensregeln auf das Verständnis und die Treue der Besucher. Er sagt: „Wir dürfen auch eins nicht vergessen: Wenn die Freibäder aufmachen, sind das die ersten Betriebe, die diese Mengen an Menschen wieder zulassen.“ Mit Weitsicht und Bedacht versuche man, den Betrieb wieder hochzufahren und den Menschen die Möglichkeit zum Verweilen am See zu bieten.
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