Den Antrag auf Abriss zweier Häuser mit Schwimmbad im Droste-Hülshoff-Weg, in Meersburg als Holzer-Areal bekannt, nahm der Ausschuss für Umwelt und Technik zur Kenntnis. Allerdings äußerten einige Ausschussmitglieder ihre Sorgen über das, was danach kommen könnte. Für den Abbruch von Gebäuden muss ab einer gewissen Größe ein Antrag gestellt werden, erläuterte Stadtbaumeister Martin Bleicher die Situation. Dies sei dem Eigentümer mitgeteilt worden und nachdem er wusste, dass es anzeigepflichtig ist, habe der Antragsteller dies auch getan. Unter der Voraussetzung dass keine zu erhaltenden Bäume entfernt werden, brauche der Abbruch auch keine Befreiung vom Bebauungsplan, so Bleicher weiter.

Die dem entgegenstehenden bereits erfolgten Baumfällungen in der jüngsten Zeit, die auch viele besorgte Bürger auf den Plan gerufen hatten, wurden eingestellt. Vorerst dürfen keine weiteren Bäume gefällt werden, informierte Bleicher. Es werde einen Ortstermin für eine weitere Prüfung des Baumbestandes geben und in Einzelfällen müsse der Antragsteller dann eventuell für Ersatz sorgen.

Zahlreiche Bäume wurden bereits gefällt.
Zahlreiche Bäume wurden bereits gefällt. | Bild: Lorna Komm

Wieder zwei Villen mit Schwimmbad geplant

Der Hintergrund für den Abriss der Gebäude sei ein geplanter Neubau, von ebenfalls zwei Villen mit Schwimmbad, informierte Bleicher vorab, der Bauantrag dafür komme in einer der nächsten Sitzungen. Der Bauamtsleiter deutete an, dass es sich bei dem Planer um einen Architekten handeln könnte, der weltweit für seine Projekte bekannt sei.

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Markus Waibel (FWV) äußerte als Erster seine Bedenken. Er habe gar nicht gewusst, wie groß das Schwimmbad sei. „Da entsteht ein riesiges Loch“, sagte er und fügte an: „Ich warne hier vor Schiffbruch.“ Aber man habe für das Gebiet einen guten Bebauungsplan und müsse dann dafür kämpfen, dass dieser eingehalten werde.

Michael Dörr (FDP) hatte ähnliche Vorbehalte. Mit den Baumfällungen würden „Fakten geschaffen“, vielleicht müsse eine Strafe gezahlt werden, aber das Ziel sei erreicht. „Wenn es schon so anfängt, sorge ich mich, wie es endet“, sagte er. Monika Biemann (Umweltgruppe) bat darum, die Argumente der Antragsteller hinsichtlich kranker Bäume genauestens zu prüfen. Auf Nachfrage von Christian Herter (Umbo) antwortete Bürgermeister Robert Scherer, dass es ihm nicht bekannt sei, dass man einen Abbruch verhindern könne.

„Wenn es schon so anfängt, sorge ich mich, wie es endet.“
Michael Dörr, FDP