Unglaublich viel Fantasie, Ideenreichtum und Humor sind die Merkmale der bunten Abende im Bürgerhaus Sennhof am Schloss gewesen. Rund vier Stunden lang sorgte ein Großaufgebot an Akteuren für tolle Unterhaltung. Wortbeiträge lieferten pointenreiche Spötteleien, insbesondere über kommunalpolitische und gesellschaftliche Ereignisse in Heiligenberg. Rasante und ästhetisch choreografierte Tanznummern waren unterhaltsame Glanzpunkte der drei Aufführungsabende. Akrobatik, musikalische Beiträge und Clownereien waren weitere Zutaten der kurzweiligen Narrenschau.

Im Mittelpunkt der verbalen Seitenhiebe standen insbesondere der Weihnachtsbaum, der – ausgerechnet direkt vor der Zunftstube des Narrenvereins Wolkenschieber – im Dezember nicht aufgestellt und durch ein mickriges, hässliches Bäumchen ersetzt worden war. „Dies war im letzten Jahr ein Ort der Schande!“, wetterte prompt Herr Korbinian (Roman Sturn) im Sketch „Rosa und Korbinian“. In der TV-Show wurde an den „dynamischen, hoch motivierten und verdammt flexiblen Bauhofmitarbeiter“ der goldene Christbaum verliehen.

Bürgermeister Frank Amann musste ebenfalls einiges einstecken, wurde er doch in der genannten TV-Show von Mathias Probst als Bürgermeister Amann und in der Musik- und Gesangsnummer „Heiße Luft mit Aussicht“ (Hotel-Post-Areal) als „König Amann“ gekonnt persifliert. Im Sketch „Stammtisch Baadischer Hof“ wurden bei viel Applaus und schallendem Gelächter der Zuschauer weitere Heiligenberger Ereignisse durch den Kakao gezogen.

Gleich vier fantasievolle Tanznummern bereicherten den Abend. Sechs Tänzerinnen traten bei „Freaky Colors“ zunächst in weißen Anzügen und Hüten auf, um dann die weißen Hüllen fallen zu lassen und in farbfreudigen Kostümen zu flotter Musik weiter zu tanzen. Ebenfalls toll choreografiert war die Tanznummer der „Knastschwestern“ einschließlich wilder Verfolgungsjagden eines Polizisten und geflohenen Häftlings.

Bezaubernd waren die aufwändig kostümierten und geschminkten Marionettenpuppen in der Tanznummer „Lasst die Puppen tanzen“. Ebenfalls fantasievoll gestalteten die „Heiligenberger Hupfdohlen“ ihren Tanz „Butzig – Butzig“. Pfiffig mutierten die tanzenden Damen von emsig waschenden und putzenden Hausfrauen zu feschen bayerischen Madels in krachledernen Hosen.

Keinesfalls fehlen durften die Turnakrobaten, die wieder halsbrecherische, gewagte Turnbilder auf der Bühne aufbauten. Die beiden Clowns Markus Kast und Siggi Blum nahmen diesmal den Umbau des Heiligenberger Freibads mit vielen Gags auf die Schippe. Gabi Stürzenhofecker und Nina Veser traten diesmal im Gesang-Sketch „Schöner Wohnen“ auf. Ebenso wenig fehlte die Begrüßung durch „Nina“ und Mathilde“ (Markus Kast und Roman Sturn) und Martin Huber führte mit Witzen galant durch das üppige Programm.

Für musikalisch gute Töne bei den Bunten Abenden sorgten der Musikverein Wintersulgen unter der Leitung von Hubertus Müller sowie die kleine Band mit Frieder Amann, Jenny Roth-Fritz und Heiko Morgen. Erwähnenswert waren ferner die tollen Bühnenbilder und die gekonnt gestylten Masken der Darsteller.

 

Die Mitwirkenden

 

Auf der Bühne: Markus Kast, Roman Sturn, Siegfried Blum, Vera Gebauer, Tanja und Tina Müller, Jasmin und Tanja Wanner, Saskia Steinhart, Gabi Stürzenhofecker, Nina Veser, Günter und Andrea Gebauer, Gerhard Sing, Lydia Leppert, Julia Halder, Lisa Gruber, Bärbel Förster, Renate Skonieczny, Petra Müller, Melitta Karbe, Daniele Hugel, Heike Roth, Maria Morgen, Jürgen Gommeringer, Martin Huber, Benjamin Kiefer, Peter Belien, Markus Leppert, Ronny Heller, Felix Jünger, Simon und Fabian Ecker, Chantal und Desiree Dittrich, Linda Speth, Elisabeth Baader, Nathalie Rothoff, Martin Krohmer, Johannes Leppert, Henrick Gehner, Jessica Mühlbauer, Cordula Fischer, Mathias Probst, Lorena Kast, Tamara Kast, Anja Kuhn, Nicolina Lepper, Erwin Herzner, Julia Halder.

 

Musik: Musikverein Wintersulgen (Leitung: Hubertus Müller), Friedrich Amann, Jenny Roth-Fritz und Heiko Morgen.

 

Technik: Sigi Friedrich, Günter Oppe, Alexander Blum.

 

Bühnenumbauten: Markus Kiefer, Christian Fauler, Ronny Heller, Rainer Schweizer, Colum Bay.

 

Maske: Sabine Probst, Martina Kast und Helmut Frings.