Nun ragt es in den Häfler Himmel empor: Das neue Restaurant Lukullum in der Friedrichstraße 21 feierte kürzlich nach knapp zwei Jahren Bauzeit Richtfest. Dabei lagen viele Stolpersteine auf dem langen Weg zum viergeschossigen Neubau mit Restaurant und Hotel, wie Bauherr Alexander Stadler und Andreas Strobel nun im Gespräch mit dem SÜDKURIER erzählen.

Bis Ende 2019 stand an dieser Stelle ein Gebäude, das ehemals die Landesbank beherbergte. Bauherr Alexander Stadler hatte das Haus 2015 übernommen – mit der Vision, hier ein Hotel entstehen zu lassen. Hier erfreute sich zunächst das Restaurant Lukullum im Erdgeschoss sowie Bernds Bar im Untergeschoss großer Beliebtheit.

Der Neubau an einem sonnigen Tag im November. Die Fensterfassaden waren zu diesem Zeitpunkt fast fertiggestellt.
Der Neubau an einem sonnigen Tag im November. Die Fensterfassaden waren zu diesem Zeitpunkt fast fertiggestellt. | Bild: Verchio, Graziella
So soll das Lukullum in der Friedrichstraße aussehen, wenn es fertig ist. Geplant ist eine Inbetriebnahme im Frühjahr 2022.
So soll das Lukullum in der Friedrichstraße aussehen, wenn es fertig ist. Geplant ist eine Inbetriebnahme im Frühjahr 2022. | Bild: AS Holding

Eine ursprünglich geplante Aufstockung des Hauses war jedoch aus statischen Gründen nicht möglich. Immer wieder mussten kleinere Renovierungsarbeiten an dem alten Gebäude vorgenommen werden, berichtet Stadler. Gemeinsam mit Hotelfachmann Andreas Strobel feilte Alexander Stadler jahrelang an dem Großprojekt, das sich auf der Zielgeraden befindet. Nun freuen sich die beiden, dass der Neubau mehr und mehr Form annimmt.

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Viele Hürden mussten überwunden werden

Neben den corona-bedingten Lieferproblemen und Preisexplosionen gab es auch schon bei den Abrissarbeiten einige Herausforderungen zu bewältigen. „Asbest kam beim Abriss zu Tage. Und das trotz Gutachten“, sagt Andreas Strobel. Auch die extreme Gründung habe viele Monate gekostet. „Ursprünglich wollten wir mit Geothermie bauen, sind dann aber auf Gas gestoßen. Also wurden diese Pläne verworfen“, ergänzt Stadler.

Auch Tresorräume und massive Wände, die rückgebaut werden mussten, bremsten die Arbeiten aus. Das Material musste komplett mit einem Lkw abgefahren werden. „Alles in allem gab es eine siebenmonatige Verzögerung allein beim Abriss des Gebäudes“, erzählt Andreas Strobel.

Nach den aufwendigen Rückbauarbeiten konnte dann bald mit dem Tiefbau begonnen werden. Aktuell ist der Innenausbau im Gange. Doch wie sieht die Aufteilung im viergeschossigen Gebäude aus?

Zeppelinstube bleibt bestehen

Das Restaurant bleibt im Erdgeschoss. „Wir haben drei coole Bereiche ausgearbeitet, auf die sich die Gäste freuen können“, erzählt Andreas Strobel. Es wird eine Stube im Landhausstil geben, ein Raum greift ein afrikanisches Thema auf. Und: „Die Zepplinstube haben wir erhalten, sie bekommt jedoch einen modernen Anstrich“, verrät Alexander Stadler. Und auch der Biergarten bleibt bestehen und soll durch Wasserspiele aufgewertet werden.

So sah das Lukullum noch vor dem Abriss vor zwei Jahren aus (Archivbild).
So sah das Lukullum noch vor dem Abriss vor zwei Jahren aus (Archivbild). | Bild: Lippisch, Mona

In den drei darüberliegenden Stockwerken gibt es Platz für 86 Hotelzimmer. „Es ist zwar ein Business-Hotel, steht aber auch Touristen offen“, sagt Andreas Strobel. Neben Einzel- und Doppelzimmern stehen auch sieben Suiten zur Verfügung. Aber: „Das Restaurant ist unser Baby. Da kommen wir her“, ergänzt Alexander Stadler.

„Bernds Bar“ ist aufgestiegen – vom Untergeschoss auf das Dach. Die neue Skybar mit Terrasse, 200 Sitzplätzen und Feuerstellen kann mit Seesicht locken. Mit dem Umzug der Bar entstehen in der Tiefgarage Stellplätze für die Hotelgäste.

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Mit Hotel, Bar und Restaurant kommen mehr Aufgaben hinzu, sodass Stadler und Strobel das Personal aufstocken. „Wir wollen unser Team auf 60 Mitarbeiter ausweiten“, sagt Alexander Stadler. Die meisten der bestehenden Arbeitskräfte werden weiterhin im Lukullum angestellt bleiben, einige sind aufgrund der Pandemie in andere Bereiche abgewandert, erzählt Andreas Strobel.

„Das Restaurant ist unser Baby. Da kommen wir her.“
Alexander Stadler, Bauherr

Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten kann der Zeitplan eingehalten werden, sagt Bauherr Stadler. „Wir halten an einer Eröffnung im Frühjahr 2022 fest.“ Bis dahin ist das Team mit dem Innenausbau beschäftigt. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit den Planern gestalten können“, sagt Andreas Strobel. Alexander Stadler: „Wir sind schon gespannt, wie das Hotel bei den Besuchern und Gästen ankommt.“