Ein Hotel mit 87 Zimmern, ein Restaurant mit verschiedenen Themenbereichen und eine Bar auf dem Dach: In der Friedrichstraße 21, wo früher das Restaurant Lukullum beheimatet war, soll bis zum Frühjahr 2022 ein neues Gebäude entstehen. Hausherr Alexander Stadler betreibt Hotel, Restaurant und Bar gemeinsam mit Andreas Strobel – wie bereits vor dem Umbau. So bleibt auch der Name Lukullum erhalten.

So sieht das Lukullum an der Friedrichstraße derzeit aus. Die Abrissarbeiten haben Anfang Februar begonnen.
So sieht das Lukullum an der Friedrichstraße derzeit aus. Die Abrissarbeiten haben Anfang Februar begonnen. | Bild: Mona Lippisch
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„Als ich das Haus vor drei Jahren kaufte, hatte ich die Vision, daraus ein Hotel zu machen“, erzählt Stadler. Denn das Haus sei sehr alt gewesen und stets mussten „kleinere Problemchen“ behoben werden. Also fingen die beiden Männer an, Pläne zu schmieden. Und das funktionierte nach ihren Aussagen ohne große Probleme. „Wir sind beide vom Fach, Strobel ist gelernter Hotelfachmann und meine Familie betreibt ein Hotel in Wasserburg. Wir wissen also, worauf wir uns mit einem solchen Hotel einlassen“, sagt Stadler.

Andreas Strobel (links) und Alexander Stadler betreiben zusammen das neue Hotel Lukullum mit Restaurant und Bar, das im Frühjahr 2022 eröffnet werden soll. Beide sind vom Fach: Strobel ist gelernter Hotelfachmann und Stadlers Eltern betreiben ein Hotel in Wasserburg.
Andreas Strobel (links) und Alexander Stadler betreiben zusammen das neue Hotel Lukullum mit Restaurant und Bar, das im Frühjahr 2022 eröffnet werden soll. Beide sind vom Fach: Strobel ist gelernter Hotelfachmann und Stadlers Eltern betreiben ein Hotel in Wasserburg. | Bild: Mona Lippisch

Nach zahlreichen Gesprächen mit der Stadt und dem Häfler Gestaltungsbeirat wurde der Umbau Ende 2019 genehmigt, die Abrissarbeiten fingen Anfang Februar an. „Momentan wird das komplette Haus entkernt, erst danach kann der eigentliche Abriss beginnen“, erklärt Stadler bei einer Besichtigung der Baustelle. Die Abrissarbeiten dauern noch etwa acht Wochen. Danach werde das Haus von Grund auf neu aufgebaut.

Blick vom Schulmuseum Richtung Lukullum: Die Abrissarbeiten sind im Gange.
Blick vom Schulmuseum Richtung Lukullum: Die Abrissarbeiten sind im Gange. | Bild: Mona Lippisch
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In der ehemaligen Küche und dem Gastronomiebereich des Restaurants sind die Arbeiten in vollem Gange. „Man kann nur noch erahnen, dass hier mal das Restaurant war“, sagt Andreas Strobel und schmunzelt.

Blick in das alte Restaurant Lukullum. Derzeit wird das komplette Gebäude entkernt, danach wird es abgerissen.
Blick in das alte Restaurant Lukullum. Derzeit wird das komplette Gebäude entkernt, danach wird es abgerissen. | Bild: Mona Lippisch

Die Räumlichkeiten des künftigen Restaurants sollen nach Angaben der Betreiber kaum anders sein als zuvor. So wird es beispielsweise die verschiedene Themenbereiche in der Gastronomie, wie die Zeppelinstube, wieder geben. „Wir sanieren das Restaurant einfach nur komplett“, sagt Stadler.

Blick in das alte Restaurant Lukullum. Derzeit wird das komplette Gebäude entkernt, danach wird es abgerissen.
Blick in das alte Restaurant Lukullum. Derzeit wird das komplette Gebäude entkernt, danach wird es abgerissen. | Bild: Mona Lippisch

Aus Bernd's Bar wird eine Tiefgarage

Mehr Veränderungen gibt es in den anderen Stockwerken des Gebäudes. So wird Bernd's Bar im Keller einer Tiefgarage weichen. 24 Stellplätze für die Autos der Hotelgäste sollen dort realisiert werden. Also keine Bar mehr am Lukullum? „Nein, die Bar zieht einfach nur um – vom Keller aufs Dach“, erklärt Strobel.

Skybar mit Seeblick: Im vierten Stock des neuen Gebäudes soll eine Bar entstehen.
Skybar mit Seeblick: Im vierten Stock des neuen Gebäudes soll eine Bar entstehen. | Bild: Mona Lippisch

Was den Betreibern besonders wichtig ist: Dort sollen künftig nicht nur Touristen ihren Cocktail genießen. Die beiden Männer wollen auch, dass die Bar ein Treffpunkt für Einheimische wird.

Video: Mona Lippisch

87 Hotelzimmer inklusive sieben Suiten

Im ersten, zweiten und dritten Stock entstehen 87 Hotelzimmer. Früher waren dort sechs Wohnungen – die meisten für Mitarbeiter des Restaurants. „Wir haben den Mietern bereits vor drei Jahren gesagt, was wir mit dem Haus vorhaben. Sie hatten also genügend Zeit, um sich eine neue Wohnung zu suchen“, sagt Stadler. Zu den 87 Hotelzimmern gehören sieben Suiten, zahlreiche Doppelzimmer sowie Einzelzimmer.

Vor dem Umbau gab es über dem Restaurant sechs Wohnungen, die meisten davon waren für Mitarbeiter. Derzeit werden die Wohnungen entkernt.
Vor dem Umbau gab es über dem Restaurant sechs Wohnungen, die meisten davon waren für Mitarbeiter. Derzeit werden die Wohnungen entkernt. | Bild: Mona Lippisch

Für die Verwaltung, die Reinigung und den Service des entstehenden Hotelgewerbes, stellen Stadler und Strobel etwa 20 weitere Mitarbeiter ein. Stadler betont: „Um die neuen Arbeitsbereiche zu besetzen, stocken wir unser Team von 40 auf 60 Angestellte auf.“ Viele der ehemaligen Angestellten würden nach dem Umbau wieder im Lukullum arbeiten, alle anderen wollen die Betreiber in den kommenden zwei Jahren akquirieren.

Wo früher der Biergarten des Restaurants war, steht nun ein Bagger. Nach dem Umbau soll der Biergarten an derselben Stelle wieder entstehen.
Wo früher der Biergarten des Restaurants war, steht nun ein Bagger. Nach dem Umbau soll der Biergarten an derselben Stelle wieder entstehen. | Bild: Mona Lippisch

Bis zur Eröffnung sind es planmäßig noch etwa zwei Jahre. Bis dahin überwiegt bei den Strobel und Stadler die Vorfreude. „Ich freue mich ganz besonders, endlich wieder selbst Hand anzulegen und mitzuarbeiten“, sagt Andreas Strobel. Und auch Alexander Stadler kann es kaum erwarten: „Es kommen viele neue und spannende Aufgaben auf uns zu, die bestimmt nicht immer einfach sind. Ich finde es klasse, dass wir alles gemeinsam mit den Architekten und Innenarchitekten gestalten können.“

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