Mit viel Sonne und Temperaturen um die 20 Grad galt das vergangene Wochenende als Bewährungsprobe für die Osterfeiertage. Tourismushochburgen befürchteten, dass bei einem Besucheransturm die geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Die Polizei und die Ordnungsdienste der Kommunen waren daher auch am Bodenseeufer verstärkt im Einsatz, um die Einhaltung der Corona-Verordnung zu kontrollieren.

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Eine Momentaufnahme an der Friedrichshafener Uferpromenade zeigte am Sonntagnachmittag: Der Menschenstrom blieb unentwegt in Bewegung; mal flott, mal gemächlich, aber doch eindeutig vorwärts. Die meisten Spaziergänger hielten sich an die aktuellen Regelungen der Stadt.

Spazieren erlaubt, verweilen unerwünscht

Diese sehen vor, dass man am Seeufer und an der Promenade spazieren gehen darf. Aber der Aufenthalt an bestimmten Plätzen ist verboten, also das Sitzen auf Bänken, Mauern und Stufen oder das Lagern oder Spielen auf Grünflächen. Einen kleinen Stau gab es kurzzeitig direkt vor dem besonders regulierten Uferbereich: Die Leuchtanzeige mit dem Aufenthaltsverbot bot Anlass für einige Handyfotos.

Das Absperrband flattert vor malerischer Kulisse. Die beliebte Freitreppe darf selbstverständlich auch nicht zum Sitzen genutzt werden.
Das Absperrband flattert vor malerischer Kulisse. Die beliebte Freitreppe darf selbstverständlich auch nicht zum Sitzen genutzt werden. | Bild: Lena Reiner
  • Stadt Friedrichshafen: „Nach unserer Wahrnehmung hat sich die Bevölkerung sehr konsequent an die Vorgaben der Landesverordnung und der städtischen Allgemeinverfügung gehalten, mit nur wenigen Ausnahmen“, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Da die Vorgaben und Regeln aus Sicht der Verwaltung auf Akzeptanz stoßen und unterstützt werden, sehe man derzeit keine Notwendigkeit, weitere Regelungen aufzustellen. Die Abstands- und Aufenthaltsregeln funktionieren, bilanziert die Stadt.
  • Wie hat die Polizei die Situation erlebt? Trotz des schönen Wetters am Wochenende ist ein Anstieg an Verstößen gegen die Corona-Verordnung ausgeblieben, teilt die Polizei mit. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg, zu dem neben dem Bodenseekreis die Landkreise Sigmaringen und Ravensburg gehören, wurden von Freitag bis Sonntag insgesamt 315 Verstöße festgestellt.
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Diese Zahl sei im Vergleich mit der ersten Wochenhälfte annähernd gleichgeblieben. An den zentralen Punkten hat die Polizei nach Angaben von Polizeipräsident Uwe Stürmer verstärkt kontrolliert. So beispielsweise auch in Überlingen, wo seit Freitag die Uferpromenade gesperrt ist. Rund um Friedrichshafen kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen, teilt die Polizei auf Anfrage mit. Der Großteil der Bevölkerung habe die Regeln eingehalten. Leider gebe es aber auch nach wie vor Unbelehrbare.

Verweilen ist unerwünscht: Die Mehrheit hält sich daran und bleibt, schlendernd oder flotter, in Bewegung.
Verweilen ist unerwünscht: Die Mehrheit hält sich daran und bleibt, schlendernd oder flotter, in Bewegung. | Bild: Lena Reiner
  • In Immenstaad sei das Wochenende erfreulich verlaufen, erklärt Bürgermeister Johannes Henne: „Der befürchtete Massenansturm ist ausgeblieben und die Anzahl der Menschen, die sich in den Uferbereichen hier in Immenstaad aufgehalten haben, war überschaubar.“ Die hätten sich an die Regeln der Corona-Verordnung gehalten und die Menschen seien vernünftig mit den Einschränkungen umgegangen. Was bedeutet das für die anstehenden Osterfeiertage? „Dementsprechend werden wir für das kommende Wochenende vorerst keine Einschränkungen vornehmen“, betont Henne.

„Bleiben Sie vernünftig und halten Sie sich an die Regeln“

Man werde wieder mit erhöhter Wachsamkeit die Einhaltung der Corona-Verordnung kontrollieren „und uns notfalls vorbehalten, auch kurzfristig entsprechende Maßnahmen vorzunehmen“. Auch weiterhin gelte: „Bleiben Sie vernünftig und halten Sie sich an die Regeln. Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein und bleiben Sie auf Abstand oder meiden Sie Bereich gar komplett, wo bereits andere Menschen unterwegs sind.“

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