Die Nachricht, dass die marode Fischbacher Sporthalle bereits an Heiligabend für immer dichtgemacht und dann abgerissen wird, kam für einige Besucher der jüngsten Fischbacher Runde doch überraschend. "Was, so schnell?" fragte jemand in den Gemeindesaal. "Es muss ja noch ausgeräumt werden", sagte Ute Köhler, Vorsitzende des TSV Fischbach, "es werden ja nicht alle Geräte entsorgt, aber wir sind bereits dabei die neuen Geräte zu bestellen, das läuft alles."

Für die Vereine werde bereits nach Übergangslösungen in anderen städtischen Hallen, nach dem Modell von Kluftern und Ailingen gesucht, sagte Dietmar Nützenadel, Sprecher der Fischbacher Runde. Zum Teil hätten sich auch Möglichkeiten über Kooperationen mit anderen Vereinen geboten, so Ute Köhler. Nur die Grundschule wird sich selbst behelfen und Schulsport im Foyer, im Keller oder in der Festhalle anbieten. Nach Absprache besteht auch die Möglichkeit, den Gymnastikraum im TSV-Heim zu nutzen und im Sommer findet Schulsport ohnehin im Freien statt. Wenn alles nach Plan läuft, kann eine neue Halle laut Ute Köhler spätestens im Herbst 2020 genutzt werden.

Was wird aus der alten Festhalle?

Was aus der alten Festhalle werden soll, ist dagegen laut Nützenadel noch völlig offen. Fest steht, dass der TÜV bei einer Prüfung die Bühnentechnik beanstandet hat. Alle Mängel zu beheben, würde 60 000 Euro kosten. Da die Zukunft der Halle ungewiss ist, will man die Nutzung der Bühne möglichst wirtschaftlich wieder so herrichten, dass auch der TÜV zufrieden ist. Dafür ist angedacht, alle verfahrbaren Bühnenteile stillzulegen, die Leinwand und die Beleuchtung auszutauschen und den Mechanismus der Bühnenfalltüre zu erneuern. Um Einschränkungen zu vermeiden, will Nutzenadel nun herausfinden, welche Bühnenteile überhaupt benutzt werden.