Im Zollernalbkreis sind 256 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt mitteilt, sind inzwischen zwei Todesfälle zu beklagen. Eine 92-jährige Frau ist bereits am 20. März im Paul-Lechler-Krankenhaus Tübingen verstorben. Ein 72-jähriger Mann mit schweren Vorerkrankungen starb am Montag im Krankenhaus Sigmaringen an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19. Im Zollernalbkreis sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei weitere Todesfälle zu beklagen, wie das Landratsamt am Donnerstagabend mitteilte. Ein 88-jähriger Mann mit Vorerkrankung ist am Sonntag, 22. März, und ein 78-jähriger Mann am Dienstag, 24. März, jeweils im Zollernalb-Klinikum an den Folgen der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben.

 

Das Zollernalb-Klinikum verfügt insgesamt über zwei Klinikstandorte. Dort sind mittlerweile 78 infizierte Patienten untergebracht, 70 stationär, acht Erkrankte auf der Intensivstation. Aufgrund der Überlastung der Labore werden die Corona-Tests im Zollernalbkreis mittlerweile in veterinärmedizinischen Laboren vor Ort ausgewertet, informierte das Landratsamt.

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Zollernalb-Klinikum benötigt dringend Beatmungsgeräte

Das Zollernalb-Klinikum hat an beiden Standorten zusammengerechnet 13 Intensivbeatmungsplätze. Acht dieser Plätze sind mit Covid-19-Patienten (Stand Donnerstag, 11.30 Uhr) belegt. Da sich die Situation in den vergangenen Tagen sehr zugespitzt hat, befürchtet man am Klinikum einen Engpass an Beatmungsgeräten.

Die USA exportiert keine Beatmungsgeräte mehr

Das Klinikum hatte zunächst versucht, in den USA Beatmungsgeräte zu bestellen. Da die USA keine Beatmungsgeräte mehr exportieren, wurde eine zweite Großbestellungen bei der Firma Dräger in Lübeck aufgegeben. Dort hat auch die Bundesregierung Geräte bestellt. Nun hoffen die Verantwortlichen, über die Bundesregierung zusätzliche Beatmungsgeräte zu bekommen.

Mediziner dringend gesucht

Das Zollernalb-Klinikum und der Landkreis suchen außerdem dringend Mediziner. Es müssen keine Allgemeinmediziner sein, informiert das Landratsamt weiter. Auch Chirurgen könnten in der aktuellen Lage helfen. Krankenschwestern und Pfleger werden ebenfalls dringend benötigt. Wer im Zollernalbkreis lebt und helfen kann, wird geben, sich per E-Mail an job@zollernalbkreis.de zu melden.