In den Ausbau und die Sanierung der örtlichen Kindergärten wird in der Heuberggemeinde weiter investiert. Anhaltend hohe Geburtsraten und die steigende Nachfrage nach Betreuung von unter dreijährigen Kindern machen Erweiterungen notwendig. In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium zwei Sanierungsmaßnahmen im Kindergarten "Ache Noah" und im Kindergarten St. Felix.

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Schäden durch jahrelangen Wassereintritt

Aktuell wird im Frohnstetter Kindergarten St. Felix der Dachspitz ausgebaut, dadurch wird Raum für eine zusätzliche Gruppe mit zehn Plätzen für unter dreijährige Kinder geschaffen. Für deren Betreuung sind derzeit zusätzliche 1,6 Stellen über die kirchliche Verrechnungsstelle ausgeschrieben. Wie Bürgermeister Mail Lehn in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats informierte, sei im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten festgestellt worden, dass an der Giebelseite des Gebäudes hin zur Ebinger Straße "erhebliche Schäden an der Holz-Fachwerkkonstruktion" vorhanden seien. So hätten die Pfosten des Fachwerks im Bereich der Fenster durch jahrelangen Wassereintritt enormen Schaden genommen. "Um das komplette Ausmaß der Schäden festzustellen, wurde die Innenverkleidung der Giebelwand abgenommen", erklärte das Gemeindeoberhaupt. Bei einem Vor-Ort-Termin habe man festgestellt, dass nur ein Rückbau und Ersatz des Westgiebels zur Beseitigung der Mängel infrage komme. Das habe auch der Statiker bestätigt.

Auch wenn es von außen kaum zu sehen ist: Der Westgiebel des Kindergartens St. Felix in Frohnstetten muss saniert werden.
Auch wenn es von außen kaum zu sehen ist: Der Westgiebel des Kindergartens St. Felix in Frohnstetten muss saniert werden. | Bild: Gerd Feuerstein

Gesamtkosten sollen sich auf 41 000 Euro belaufen

Wie Lehn informierte, sei mit Gesamtkosten von rund 41 000 Euro zu rechnen, von denen die Gemeinde 70 Prozent – also rund 28 700 Euro – zu tragen habe. Zwar habe man beim Regierungspräsidium Tübingen versucht, den laufenden Antrag bezüglich des Ausbaus des Dachspitzes um die zusätzlichen Mehrkosten zu erweitern. Ob es dazu eine positive Entscheidung geben werde, bleibe jedoch abzuwarten. So stimmte das Gremium der Sanierung des Giebels zu und beschloss, die überplanmäßigen Ausgaben zur Verfügung zu stellen.

Waschraum soll für 49 000 Euro saniert werden

Auch im Kindergarten "Arche Noah" sind Baumaßnahmen nötig: Der Waschraum im alten Gebäude muss saniert werden. Zwar ist im neuen Zwischenbau ein separater Waschraum für die fünfte Gruppe integriert worden, doch wird der rund 30 Jahre alte Waschraum im Bestandsgebäude nach wie vor von den anderen Gruppen genutzt, wie Bürgermeister Lehn informierte. Er erinnerte daran, dass das Gremium bereits vor einem Jahr bei einer Begehung die Notwendigkeit der Sanierung festgestellt hatte. Zwischenzeitlich seien die Planungen vorangeschritten. So sollen sich die Kosten voraussichtlich auf rund 49 000 Euro belaufen. "Rund 35 000 Euro werden ungefähr bei uns hängen bleiben", erläuterte Lehn und fügte an, dass auch der Stiftungsrat inzwischen sein Einverständnis für die Sanierung erteilt habe. Das Gremium stimmte den Plänen – bei einer Enthaltung – zu.

Bürgermeister spricht von Punktlandung bei Kosten für Erweiterungsbau

Erfreuliches hatte Maik Lehn hinsichtlich der Endabrechnung für den Erweiterungsbau zwischen dem Haus der Begegnung und dem Kindergarten "Arche Noah" zu berichten. Insgesamt habe die Maßnahme 1,296 Millionen Euro gekostet, kalkuliert waren rund 1,267 Millionen Euro.

Die Sanierung des Hauses der Begegnung und die Erweiterung des Kindergartens "Arche Noah" sind abgeschlossen. Die Gesamtkosten liegen bei 1,296 Millionen Euro.
Die Sanierung des Hauses der Begegnung und die Erweiterung des Kindergartens "Arche Noah" sind abgeschlossen. Die Gesamtkosten liegen bei 1,296 Millionen Euro. | Bild: Gerd Feuerstein

"Bei einem derartigen Großprojekt kann man da wohl von einer Punktlandung sprechen", sagte der Bürgermeister. Von den Gesamtkosten entfallen 63,25 Prozent – also 821 000 Euro – auf den Kindergarten, wovon die Gemeinde 70 Prozent trägt. "Abzüglich diverser Zuschüsse bleiben an uns genau 239 198,98 Euro hängen", so Lehn.