Beliebt bei Natur-, Wander-und Radfreunden sind die Sauldorfer Seen. Das Naturschutzgebiet aus fünf hintereinander liegenden ehemaligen Baggerseen entlang der einstigen Bahntrasse der Hegau-Ablachtal-Bahn südwestlich von Sauldorf hat sich zu einem idyllischen Vogelparadies entwickelt. Ebenso wie die benachbarte Schwackenreuter Seenplatte auf der Gemarkung Hohenfels sind sie durch Kiesabbau entstanden.

Traumhaft – die Seerosen in den Schwackenreuter Seen.
Traumhaft – die Seerosen in den Schwackenreuter Seen. | Bild: Sandra Häusler

Los geht es am Bürgerhaus in Sauldorf

Start der etwa 14,5 Kilometer langen Radtour ist am Bürgerhaus in Sauldorf. Dort stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Von der Auenbachstraße geht es rechts über die Hauptstraße, die Bahnlinie querend in Richtung Krumbach. Es geht gleich die zweite Abbiegung links nach Schwackenreute, immer dem Radweg-Hinweis nach. Anschließend folgt ein Schotterweg hinter den Seen. Gerade an sonnigen Tagen schenkt der schattenspendende Wald zwischen Seen und Rübelisbach Abkühlung.

Die Tour Sauldorfer Seen verläuft auf einigen schattenspendenden Waldwegen.
Die Tour Sauldorfer Seen verläuft auf einigen schattenspendenden Waldwegen. | Bild: Kerstan, Stefanie

Auf der Tour gibt es viel zu entdecken

Nach dem Wald geht die Route auf dem Radweg entlang der B 313 weiter, dann rechts über die Storenhöfe. Ins Auge fällt hier ein riesiges Gewächshaus. Es gehört zur dritten Gärtnersiedlung der Reichenau eG. Seit 2018 baut Bio- Gemüsebauer Benjamin Wagner in einem der modernsten Bio-Gewächshäuser Süddeutschlands Bio-Tomaten, Bio-Gurken und Bio-Paprika an. Die Wärme kommt von einer nahegelegenen Biogasanlage, das Gießwasser wird überwiegend über die Dachfläche des Gewächshauses gewonnen.

Entlang der Route stößt man auch auf die Gleise der ehemaligen Bahntrasse nach Schwackenreute.
Entlang der Route stößt man auch auf die Gleise der ehemaligen Bahntrasse nach Schwackenreute. | Bild: Sandra Häusler

Schwackenreuter Seenplatte lockt mit Badespaß

Weiter geht es an der Mühle bis zur Bundesstraße 313. Ein kurzes Stück muss auf der B 313 bis zur Abzweigung Mindersdorf zurückgelegt werden. Dann gleich links in Richtung Kieswerk fahren und dem ausgeschilderten Radweg durch das Naturschutzgebiet Schwackenreuter Seenplatte folgen. Zehn Seen gehören zu dieser rund 100 Hektar großen Fläche, die sich über die Gemarkung Sauldorf, Hohenfels und Mühlingen erstrecken. Die Badekleidung sollte nicht vergessen werden, denn der See sechs auf der Gemarkung Mühlingen ist als Badesee ausgewiesen.

Eine Holzbank an den Sauldorfer Seen lädt zur Beobachtung der Vögel ein.
Eine Holzbank an den Sauldorfer Seen lädt zur Beobachtung der Vögel ein. | Bild: Sandra Häusler

Entwicklungsort für Vögel und Amphibien

Ansonsten ist das Naturschutzgebiet Rückzugs- und Entwicklungsort für viele Vögel, geschützte Amphibien und Pflanzen. Wer bei der ersten Aussichtsplattform rechts abbiegt und dem schmalen Wanderpfad folgt kommt zu einer weiteren Aussichtsplattform bei der Europäischen Wasserscheide. Sie bietet Beobachtungsmöglichkeiten und Entspannung.

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Europäische Wasserscheide trennt Einzugsgebiete

Eine Informationstafel und eine Aussichtsplattform geben einen Überblick, eine Wasser-Skulptur des Denkinger Kunstschmieds Peter Klink symbolisiert die Trennlinie zwischen den Einzugsgebieten von Rhein und Donau. Wieder zurück zur ersten Aussichtplattform geht es der Radwegbeschilderung nach in Richtung Sauldorf. Am Waldende führt der Weg links in Richtung Sauldorfer Seen weiter. Zwischen den Sauldorfer Seen und der ehemaligen Bahnstrecke nach Schwackenreute führt der Radweg wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Wasserscheiden-Skulptur von Peter Klink.
Wasserscheiden-Skulptur von Peter Klink. | Bild: Sandra Häusler