„Es geht! Anders.“ Unter diesem Motto steht die diesjährige Fastenaktion des kirchlichen Hilfswerkes für Entwicklungszusammenarbeit Misereor in diesem Jahr. Besonders in den Blick nimmt die Aktion das Partnerland Bolivien und die Organisationen, die dort mit den Mitteln der Misereor-Aktion Projekte durchführen.

Veränderung ist möglich

„Es geht! Anders“ ist die Kernsatz. Das meint: Wandel, Veränderung ist möglich! Gerechtigkeit, Solidarität, gegenseitige Hilfe und Unterstützung müssen keine leeren Phrasen sein. Auch wenn sich Menschen mit Ungerechtigkeit viel zu oft abfinden müssen. Es muss nicht zwangsläufig dabei bleiben. Resignation und Frust sind kein unabwendbares Schicksal, wenn Menschen zusammenstehen. Ermutigung zum Wandel braucht oft gar nicht viel. Ein ermutigendes, gutes Wort hier, eine helfende Hand dort.

Kreativität ist gefragt

Wenn die gewohnten Mechanismen nicht mehr greifen, dann ist Kreativität und gegenseitige Unterstützung umso mehr gefragt. Wenn die Umstände ein „weiter so!“ nicht mehr zulassen; wenn ein „Weiter so wie bisher“ nur Leiden und Frust erzeugt, dann ist Zusammenarbeit in der Suche nach neuen Wegen wichtiger denn je. Die, die dann das Gewohnte aufbrechen, den Aufbruch zu neuen Wegen wagen, die gilt es zu ermutigen, zu stärken und zu unterstützen.

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„Weiter so“ kann es nicht geben

Auch die Pandemie in unserem Land hat viele Gewohnheiten unterbrochen und zerstört. „Ein weiter so“ konnte es nicht geben. Der Druck, die Not und die Angst sind groß, was kaum verwunderlich ist. Zunächst war die Haltung bei uns: lasst uns ein paar Wochen innehalten, dann geht es weiter wie bisher. Als immer mehr wegen der Gefährdung durch den Virus Covid-19 untersagt werden musste, wurde bald klar: so wie bisher wird es nicht so schnell weitergehen.

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Geduld genügt nicht

Am Beginn der Pandemie hieß es noch: ein paar Wochen oder Monate und es wird wieder so wie früher. Geduld war Anfangs das häufigste Wort. Aber genügt das? Mittlerweile ist jedem in der Pandemie klar: das genügt nicht. Es braucht neue Ideen; es braucht Impulse für eine andere Sicht auf das Leben. Es braucht Zusammenhalt und die Erfahrung: „Es geht! Anders!“ Anders als gewohnt. Anders als erhofft! Miteinander.

In Bolivien und bei uns.