Die Stadt wolle einen „bescheidenen Beitrag“ leisten, um preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, sagte Bürgermeister Thomas Kugler am Montag auf Anfrage des SÜDKURIER. Nach den bisherigen Überlegungen der Stadtverwaltung will die Kommune ein Gebäude mit mehreren Wohnungen bauen. Die Planungen der Stadt sehen bisher zwischen 10 und 15 Wohneinheiten vor, wie Kugler schilderte. Und die Zuschnitte sollen von einer Ein-Zimmer- bis zu einer Drei-Zimmer-Wohnung reichen. Das Gebäude soll nach dem Bau weiter im Besitz der Stadt bleiben, sagte Bürgermeister Kugler. Mit dieser Idee der Verwaltung wird sich der Gemeinderat im Rahmen einer ganztägigen Klausurtagung noch im Januar auseinandersetzen.

Endgültig über dieses Wohnbau-Projekt der Stadt befinden wird der Gemeinderat, wenn er über den Haushaltsplan abstimmt. Nach den bisherigen Planungen soll der Haushaltsplan für 2019 am Donnerstag, 21. Februar, verabschiedet werden. In 2019 und 2020 will die Stadt für das Bauprojekt insgesamt rund 2,5 Millionen Euro bereitstellen. Im Moment wird seitens der Stadtverwaltung ausgelotet, ob für dieses Projekt Zuschüsse des Landes oder des Bundes abgerufen werden können. In diesem und im kommenden Jahr könne ein solches Projekt noch gut umgesetzt werden. Die finanziellen Spielräume sieht Kugler in diesem Zeitraum für gegeben an. Danach stünden große finanzielle Belastungen wie etwa ausgelöst durch Schulbauten an.

Pfullendorfs Bürgermeister sieht in dem Wohnbau-Projekt, so es verwirklicht wird, einen ersten Baustein für eine mögliche kommunale Trägergesellschaft, die sich um preisgünstigen Wohnraum kümmern soll. Aber das sei noch Zukunftsmusik.

Im Zusammenhang mit dem Projekt prüft die Stadt, was mit den Gebäuden an der Martin-Schneller-Straße geschehen soll, in denen Mieter preisgünstig wohnen. Die Gebäude gehören zur Hälfte der Stadt und dem Spital. Geprüft wird, ob sich eine Sanierung lohnt, oder ob abgerissen wird. Ob das geplante Wohnbau-Projekt hier entstehe, sei noch völlig offen, so Kugler.