Die 38 Jahre alte Verwaltungsfachfrau und Kommunalpolitikerin Marina Jung aus Villingen-Schwenningen ist die bislang einzige Bewerberin um die Nachfolge von Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald. Der bisherige Rathauschef stellt sich nach 16 Amtsjahren nicht mehr zur Wahl. Die Meldefrist für weitere Bürgermeister-Kandidaten endet am 31. August. Die Abstimmung selbst ist für den 20. September vorgesehen, eine eventuell erforderliche Stichwahl am 4. Oktober. Die offizielle Vorstellung der Bewerber ist auf den 11. September festgesetzt.

Wird das Rathaus in Neuhausen bald von einer Frau geführt? Am 20. September entscheiden darüber die Wähler.
Wird das Rathaus in Neuhausen bald von einer Frau geführt? Am 20. September entscheiden darüber die Wähler. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Technische Dienste der Stadt geleitet

Marina Jung arbeitet bisher als Teilzeitkraft bei der Zentralen Vergabestelle der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen. Zuvor bis zum Beginn der Elternzeit leitete sie die Technischen Dienste der Doppelstadt. Bei der OB-Wahl im Herbst 2018 unterlag Jung ihrem späteren Chef, dem heutigen Oberbürgermeister Jürgen Roth. Jung hatte bei der OB-Wahl in Villingen-Schwenningen im ersten Wahlgang 12,2 Prozent der Stimmen erreicht. Bei der Stichwahl entschieden sich 6,3 Prozent der Wähler für Marina Jung.

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Erfolgreiches Masterstudium

2003 bestand Jung am Wirtschaftsgymnasium in Villingen das Abitur. Nach dem Studium an der Verwaltungshochschule in Kehl sammelte die frisch gebackene Diplom-Verwaltungswirtin zunächst ab 2007 erste praktische Verwaltungserfahrung als stellvertretende Kämmerin bei der Stadtverwaltung in Engen (Hegau). Wie die Verwaltungsfachfrau der Presse gegenüber zu ihrer beruflichen Vita weiter erklärte, wirkte sie danach ab 2009 als Amtsleiterin des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Rottenburg. 2012 schloss Jung ihr Masterstudium an der Hochschule für Ökonomie und Management in Stuttgart im Fachbereich Wirtschaftsrecht erfolgreich ab. 2017 ging sie nach Villingen-Schwenningen.

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Neuhausen für Jung eine „hochattraktive Gemeinde“

Zu ihrer Kandidatur in einer im Vergleich zu ihren bisherigen Arbeitsorten kleinen Gemeinde erklärte die Verwaltungsfachfrau, dass sie ihre bisherigen Erfahrungen in der Kommunalverwaltung und der Kommunalpolitik in der Tuttlinger Kreisgemeinde einbringen will. Für die Arbeit von Osswald hat sie lobende Worte. Im SÜDKURIER-Gespräch erklärte sie: „Neuhausen ob Eck ist eine hochattraktive Gemeinde mit hervorragender Infrastruktur und einer gut aufgestellten Verwaltung.“ Zunächst, so kündigte die Bürgermeisterkandidatin an, werde sie auf die Einwohner der Gemeinde zugehen und Kontakt zum Rathaus und zu den Vereinen aufnehmen. Marina Jung ist zwar Mitglied der CDU. Bei der Wahl in Neuhausen will sie aber als unabhängige Bewerberin antreten. Zusammen mit ihrem Partner und den drei Kindern lebt die Kandidatin in Villingen.

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