Sehr stark in seinem Heimatort verwurzelt, hat er sich in zahlreichen Ehrenämtern um die Gemeinde und darüber hinaus verdient gemacht. Manfred Bauer war Mitglied des Gemeinderates und engagierte sich bei den Hennenschlittern, im Musikverein, im Heimatverein und im Freundeskreis zur Förderung des Zeppelinmuseums.

Narrenvater Wolfgang "Hoss" Haas sagt über ihn: "Er war immer mit Herzblut überall dabei und immer da, wenn er gebraucht wurde. Was er angepackt hat, das hat er immer richtig gemacht. Er war in jeder Hinsicht ein guter Mann". Alle, die Manfred Bauer kannten, würden diese Aussage sicherlich unterschreiben. Bei den Hennenschlittern aktiv war Bauer von Kindesbeinen an. 1977 stand ihm in seiner zweiten Amtszeit als Hennenschlitter-Prinz Helga Glatthaar als Prinzessin zur Seite. Drei Jahre später haben die beiden geheiratet und Manfred Bauer wurde am Polterabend in den Elferrat berufen. Im Jahr darauf wurde er zudem Schriftführer. Im Musikverein spielte er Trompete und wurde nach vierzig Jahren aktiver Mitgliedschaft, davon 21 Jahren als Beisitzer und 18 Jahre als Notenwart, zum Ehrenmitglied ernannt. "Manne war ein sehr geselliger und liebenswerter Mensch und auch nachdem seine Krankheit nicht mehr zuließ, dass er in der Kapelle mitspielen konnte, war er immer präsent", sagt Dirigent Bernhard Jehle, "Sein Amt als Notenwart hat er ausgeübt, bis es gar nicht mehr ging. Er war immer auch ein treibender Motor und hat geschaut, dass etwas vorwärts geht. Seine ruhige und besonnene Art hatte auch eine sehr ausgleichende Wirkung".

Auch der Heimatverein ist Manfred Bauer dankbar für seine Forschungen und Dokumentationen. "Vor allem zur Zeppelin-Geschichte hat er Heimatforschung betrieben", sagt Reinhard König. "Sein Vater war Luftschiff-Kapitän und hat Lakehurst überlebt. Bei unserer Hauptversammlung 2017 war sein Vortrag über die Geschichte des Seewerks der Höhepunkt."

1994 wurde Manfred Bauer in den Gemeinderat gewählt. Er übte dieses Amt bis 2009 aus. Jürgen Beisswenger erinnert sich: "Er war ein ausgesprochen sachlicher Gemeinderat. Oft hat er lange intensiv zugehört und am Ende der Debatte das Wort ergriffen und sehr gute Kompromisse vorgeschlagen. Auch sein Humor machte ihn aus." Als herzlichen, zugewandten und offenen Menschen beschreibt auch Barbara Waibel vom Freundeskreis des Zeppelin-Museums Manfred Bauer, der sich seit 1990 im Vorstand des Vereins engagiert hat und diesen drei Jahre leitete. Bis zu seiner Pensionierung 2011 war Manfred Bauer im Hauptberuf "Lehrer aus Begeisterung", zuletzt an den Beruflichen Schulen in Friedrichshafen. Manfred Bauer hinterlässt seine Frau Helga Bauer und eine Tochter.