Das nächste "Stettener Sommertheater" steht vor der Tür, und die Begeisterung der Stettener Laiendarsteller zum Theaterspielen scheint nach wie vor ungebrochen zu sein. Rund 100 Interessierte strömten so am vergangenen Montag in die Aula des Stettener Schulzentrums, um sich auf Einladung des Arbeitskreises Sommertheater über das anstehende Projekt zu informieren.

Rund 270 Laiendarsteller sorgten im Jahr 1999 für einen überwältigenden Erfolg des Stücks "Stetten – dem Himmel so nah" und markierten gleichzeitig den Auftakt für weitere Inszenierungen des Stettener Sommertheaters. Nun soll das Theaterstück neu inszeniert werden.
Rund 270 Laiendarsteller sorgten im Jahr 1999 für einen überwältigenden Erfolg des Stücks "Stetten – dem Himmel so nah" und markierten gleichzeitig den Auftakt für weitere Inszenierungen des Stettener Sommertheaters. Nun soll das Theaterstück neu inszeniert werden. | Bild: Gerd Feuerstein

Seit 20 Jahren arbeitet die Gemeinde Stetten am kalten Markt mit dem Theater Lindenhof zusammen. Unter der professionellen Leitung der Melchinger Theatermacher wurde seitdem alle vier Jahre ein Stück gespielt, das eigens zu diesem Anlass geschrieben wurde, und das sich stets um die Stettener Historie drehte. Insgesamt fünf Inszenierungen wurden auf diesem Weg bislang mit großem Erfolg umgesetzt. "Stetten – dem Himmel so nah" war dabei die erste Produktion in der Garnisonsgemeinde und soll nun im kommenden Jahr neu inszeniert werden. "Es hat sich sicher rumgesprochen, dass wir dieses Erfolgsstück zu unserem 20-jährigen Theaterjubiläum wieder auf die Bühne bringen wollen", sagte Claudia Mogg bei ihrer kurzen Begrüßung in der Schulaula.

270 Darsteller werden anvisiert

Die langjährige Produktionsleiterin der Stettener Sommertheaters zeigte sich, wie sie sagte, "sehr erfreut, dass die Hütte so voll ist" und machte gleich zu Beginn deutlich, dass man möglichst viele Mitstreiter für das Sommertheater 2019 brauche. "1999 hatten wir sage und schreibe 270 Schauspieler, und das wollen wir möglichst wieder anpeilen", erinnerte Mogg. Sie appellierte an alle Anwesenden, kräftig die Werbetrommel für das Theaterprojekt zu rühren, und gab die vorgesehenen Spieltermine bekannt, die – beginnend am 19. Juli 2019 – jeweils an den drei folgenden Wochenenden geplant seien. "Wenn man monatelang intensiv probt, sind mehrere Aufführungen auch gerechtfertigt", stellte die Produktionsleiterin fest, bevor sie Stefan Hallmayer die Bühne überließ, der bislang bei allen Stettener Sommertheatern die Regie geführt hat.

Sommertheater als Vorbild

Hallmayer strahlte, als er in die Runde der Anwesenden schaute, und dort, wie er feststellte, viele Bekannte, aber auch neue Gesichter entdeckte. "Ich freue mich total", sagte der Melchinger Theaterintendant und berichtete, dass sich das Stettener Theatermodell zum Vorbild für Kultur im ländlichen Raum entwickelt habe. Er verspüre nun eine große Lust, den gemeinsamen Weg noch ein Stück weiter zu gehen. "In der Neuauflage von Stetten – dem Himmel so nah liegt für uns alle ein besonderer Reiz", sagte Hallmayer, zumal die damalige Aufführung auch für ihn das erste großes Projekt gewesen sei. "Das Ganze jetzt künstlerisch und ästhetisch weiter zu treiben, ist eine tolle Herausforderung."

Konkrete Probenplanung

Man sei technisch und vor allem schauspielerisch heute deutlich weiter als vor 20 Jahren, so dass man "eine große Steigerung in das Stück" bringen könne, kündigte er an. Der Regisseur stellte den Anwesenden sein Team vor, zu dem neben seinem in der Gemeinde bekannten Assistenten Peter Höfermayer, dem Techniker Ralf Wenzel und der Kostümbildnerin Claudia Rüll Calamet-Rosset auch der Musikpädagoge Thomas Unruh gehören wirdCalamet-. Auch hinsichtlich der Proben stellte Stefan Hallmayer bereits eine konkrete Planungen in den Raum, wonach ab Ende März jeweils am Montag- und Freitagabend sowie am Samstag geprobt werden soll, wobei die Oster- und Pfingstferien ausgenommen blieben. Dabei gelte natürlich keine ständige Präsenzpflicht, aber man wolle den potenziellen Mitwirkenden frühzeitige Planungen an die Hand geben, sagte Hallmayer.

Jeder soll einen Platz finden

Mit zahlreichen Filmsequenzen aus früheren Aufführungen weckten die Verantwortlichen bei der Informationsveranstaltung dann die Lust aufs Mitspielen bei den Anwesenden und stellten dabei das Grundprinzip aller Stettener Sommertheater in den Vordergrund. Diese lautet: "Jeder der Mitmachen will, wird auch einen Platz in dem Stück finden."